Band 
II.ter Theil.
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Von der Groͤſſe der Erde. 1ſolchen Breiten vorſtelleten. Hieraus erkennet man, daß dieLaͤngen gleichſchwingender Penduln ſich wie die Cubicwurzeln derGradbogen des Meridians in ſolchen Breiten verhalten oder dieWaͤrfel dieſer Pendullaͤngen wie die Gradbogen.Aus dem nun angefuͤhrten iſt klar, daß dienliche Beobach-kungen von den Laͤngen der Pendul in verſchiedenen Breiten ebenſo brauchbar ſind, das Verhaͤltniß zwiſchen der Erdaxe und dem

urchmeſſer des Aequators zu finden, als die Gradmeſſungen.ie Arten, dieſe Beobachtungen anzuſtellen, koͤnnen verſchiedenſeyn. Einige verfahren ſo, daß ſie nach einem und eben demſel-ben Maaßſtab die Laͤnge der Secunden⸗Pendul an verſchiedenen

Orten abmeſſen; andre nehmen ein Pendul von einer gewiſſen

Lnge, fuͤhren es von einem Orte zum andern und zaͤhlen, wie viel

chwingungen es in einer gewiſſen Zeit an jedem Orte verrichtet.Die leztere Art iſt die bequemſte, denn die Pendullaͤngen verhal-ten ſich umgekehrt, wie die Quadratzahlen der Swingungen ineiner gewiſſen Zeit. Man kann ſolchergeſtalt aus der Beobach-tung des Ganges eines Penduls ſein Verhaͤltniß zum Secunden-

pendul ſinden, und wenn dieſes Verhaͤltniß fuͤr ein und eben daſ-

ſelbe Pendul an zween Orten gegeben iſt, ſo iſt zugleich das Ver-

häͤltniß der Secundenpendul fuͤr ſolche Oerter ausgemacht.

§. 25.Solche Pendulbeobachtungen ſind von Richers Zeit 1672

her von ſehr vielen gemacht. Richer giebt die Laͤnge des Secun-penduls in Paris in der Breite von 480 50 zu 3 Fuß 83 Lin. an;aber 1 Lin. kuͤrzer in Cayenne in der Breite von 40 56. Hiernachiſt CP: CE= 195,93: 196,93. Picard aber ſagt, das Pendul inParis ſey 440* Lin. und eben ſo groß auf der Inſul Hwen oderbey Uranienburg, da Tycho beobachtet hatte(a). Picards16“ 1 Pendul

Memoires depuis 1666 a 1699 T. VII, P. I. p. 208 et 320, 2