1b3 Seechstes Capitel.
T: L, ſo iſt C der gemeinſchaftliche Schwerpunct des Mondesund der Erde, und dieſer Punct Cmuß unveraͤnderlich bleiben,wenn auf Erde und Mond keine andre Kraft wuͤrket, als ihreSchwere gegen einander, wie ſolches die Geſetze der Bewegungin der Natur ergeben. Hieraus ſchlieſſet man, daß, wenn derMond durch einen Bogen Bb gegangen und man ziehet bC und
verlaͤngert dieſelbe bis b0: Ca= T: L. wird, die Erde in 2
ſeyn und alſo zugleich den Bogen Aa durchgelaufen ſeyn muͤſſe-der dem Bb aͤhnlich iſt. Man ziehe nun 2 parallel mit ABund von gleicher Groͤſſe und 5G ſey aͤhnlich mit Bb oder Aa,man nehme auch an, daß die Linie A auf ſelbige Art immermit A fortruͤcke, ſo wird es ſcheinen, daß der Mond durch denBogen b6 gegangen. Weiter iſt klar, daß Mond und Erde umC Ausſchnitte beſchreiben, die den Zeiten proportional ſind, aber
der Ausſchnitt ba iſt auch dieſen Ausſchnitten aͤhnlich, alſo iſt
auch dieſer Ausſchnitt in dem Verhaͤltniſſe der Zeit; auſſerdemſind die Bogen Bb, Aa, elliptiſch, und haben ihren eignenBrennpunct in C; folglich iſt be gleichfals eine Ellipſe und hat
den Ort der Erde zum Brennpunct. Man kann daher beſtaͤndig
annehmen, daß die ſcheinbare Bewegung des Mondes um dieErde eine Ellipſe ſey, welche den Mittelpunct der Erde zu einenihrer Brennpuncte hat. Dieſe Hypotheſe koͤnnte wohl einigenJerthum in dem Laufe der Erde um die Sonne hervorbringen;denn es iſt nicht der Erde Mittelpunet, welcher die elliptiſche Erd-bahn beſchreibet, ſondern eigentlich zu ſagen, geht das Punct C,welches der gemeinſchaftliche Schwerpunct der Erde und desMondes iſt, in ſolcher Ellipſe; aber das Punct C liegt nahe ander Erbe, denn es iſt: T= 1:70 ungefaͤhr, daher ſind die Ab-weichungen der Erde, welche von ihrem Gefaͤhrten dem Mondeherruͤhren, ſehr klein, und gehen nicht hoͤher als eine Misrech-nung von ungefaͤhr einer halben Secunde verurſachen wuͤrde.
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