Band 
II.ter Theil.
Seite
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4280 Sechstes Capitel.

het, deſto groͤſſere Theile entdeckt er von dem Sonnendurchmeßſer AB, und in G ſiehet er ihn ganz wieder, oder die Sonneiſt daſelbſt gar nicht verfinſterr. Die Aſtronomen rechnen aufden ganzen Sonnendurchmeſſer 12 Zoll, auf jeden Zoll 60 Minn-ten und auf jede Minute 60 Secunden; ſie gebrauchen auch wohlan der Stelle von Minuten und Secunden die Decimaltheile desZolls; aber dieſe Art Meſſung wird blos gebraucht die Groͤſſe derFinſterniß zu beſchreiben. Bey Beſtimmung der Mondfinſter-niſſe theilen ſie auch den Mondhalbmeſſer in 12 Zoll u. ſ. w. Wennman F parallel mit AB nimmt, ſo iſt FK:FH=AB:Bh,woraus erhellet, daß man die Groͤſſe des verfinſterten Theils desS Sonnendurchmeſſers ausrechnen kann, wenn das Verhaͤltnißzwiſchen FK und FI bekannt iſt. 8Auf dieſe Art wird die Lehre von den Finſterniſſen am be-ſten erklaͤret. Man verſtehet daraus, wie die Sonne dem Mon-de mehr und mehr entzogen wird, je weiter ſein Gang ihn in denErdſchattenkegel fuͤhret. Auf gleiche Art, wenn I den Mondbedeutet, und ein Ort auf der Erde iſt gegen den Mondſchattennkegel ſo belegen, wie der gedachte Beobachter in FG, ſo wirdſich die Sonnenfinſterniß auf einerley Art zeigen. Aber es ge-ſchiehet zuweilen, daß der Mondſchatten nicht zur Erde hinabreichet, dann muͤſſen wir uns unter U eine Linie ſg vorſtellen,welche von BE, hll, AKk, SUH. ſ. ſ. in 1,„ K., lu. Sgeſchnitten wird. Wir finden da, daß in„ der Theil des Son-vendurchmeſſers h unſichtbar iſt, und daß uͤbrigens die Erſchei-nungen ſo, wie in Fez, erfolgen, ausgenommen in der tinie mk-welche der Linie KM entſpricht. Naͤmlich bey! ſtehet der Be-obachter auſſer dem Mondſchatten, ſo wie auſſer und in den Punc-ten K und M, daher muß er einen kleinen Theil des Sonnen-durchmeſſers, ſo wohl bey A als B ſehen, und auf ſelbige Arteinen jeden andern Sonnendurchmeſſer; folglich wird er einenhellen Ring um den Mondeaͤrper gewahr werden, und die Son-1 nen-

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