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geweſen.
Von Bewegung des Mondes unmn die Erde. 181
nenfinſterniß wird annulaͤr oder ringfoͤrmig. Dies iſt eine ſeltene
Erſcheinung, denn ſie haͤnget von dem Abſtande des Mondesvon der Erde bey der Finſterniß ab, welcher nicht oft ſo groß iſt,als hiezu gehoͤret. Unterdeſſen ſind in dieſem Jahrhundert ver-ſchiedene ringfoͤrmige Sonnenſinſterniſſe beobachtet worden, wo-von ich nur die von 1764 den* April anfuͤhren will, welche fuͤr ei-nen Theil von Norwegen, Weſterbothnien und Lappland annulaͤr,
Hiebey kann ich nicht unterlaſſen anzufuͤhren, daß ein ſol-cher Sonnenring immer groͤſſer und groͤſſer, das iſt, mehr undmehr Zoll breit von dem Sonnenrande erſcheinen muͤſſe, je wei-ter die Linie ſg oder der darauf befindliche Beobachter von derSpitze des Schattenkegels U entfernet iſt. Daher geſchiehet es-daß die Planeten Venus und Merkur, wie ſchwarze Flecken in
der Sonne geſohen werden, weil ſich ihre Schattenkegel nicht ſo-
weit nach der Erde hinab erſtrecken, ſondern ſich in einem groſſen
Abſtande von ihr ſchlieſſen. Dieſe merkwuͤrdige Erſcheinung iſt
von den Aſtronomen bey dem Mercur verſchiedene mahl beobach-tet worden, aber nur dreymahl bey der Venus und zulezt 1267den 6 Jun. und 1769 den 3 Jun. Ssie eraͤuget ſich auch oͤftermit Mercur, als Venus, welche dieſelbe der Erde nun nicht eheals 1824 ſehen laſſen wird.Man kann die nge des Schattenkegels ſinden, wenn man
betrachtet, daß der Winkel A—'S dem ſcheinbaren Halbmeſſer der
Sonne in I gleich iſt, und Aa gleich dem ſcheinbaren Halb-meſſer der Erde in A; denn der Winkel[UA iſt= STA—
TAa, aber ſin TUA: vrad.= Ia: IU. Wenn alſo die
Winkel STA, TAa und der Halbmeſſer der Erde gegebenind, ſo findet man die Laͤnge des Erdſchattenkegels. Wenn I.en Mond bedeutet, ſo findet man auf ſelbige Art die Laͤnge desondſchattenkegels. Betreffend den Winkel aEb= 2a ET,iſt zu bemerken, daß aEb= EaA+† EAa iſt, das iſt, derG 1“ Win-