Band 
II.ter Theil.
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316
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telſt eines Signals oder Zeichen

5 3 Neuntes Capitel.

den 20 Nov. uͤber den Pol um 9 Uhr

3 unter v1ZZäI“2 4 Dec. uͤber 2 2 2. 98 -öi4“ 20 -T11ſſ 86“ 7-“ 19 -

Wenn man alſo um die Zeit, da der Nordſtern im Meridian iſt,

zween Faden ſenkrecht aufhaͤnget, ſo daß ein Beobachter ſie beydezugleich den Nordſtern bedecken ſiehet, oder daß die verticale Ebe-

ne durch beyde lothrechte Faͤden durch den Polſtern gehet, ſo iſtdie grade Linie zwiſchen beyden lothrechten Faͤden die Mittagslinie.Eine ſolche Mittagslinie kann zum gemeinen Gebrauch ziemlich ge-nau ſeyn, denn wenn man bey 60 Grad Polhoͤhe in der rechten

Zeit 5Minuten verfehlen ſollte, ſo iſt der Irrthum der Mittags-linie nicht groͤſſer als 20 Gradſecunden oder 1½⅔ Zeitſecunden(g).

Wenn man auf dem Felde oder einem andern niedrigen Or-

te eine richtige Mittagslinie gezogen hat, ſo iſt es leicht vermit-

s an andern Oertern, die nichtweit davon liegen, nach derſelben daſelbſt Mittagslinien zu ziehen.

Denn man richtet nur eine Stange lothrecht auf der gezogenen

Mittagslinie auf und paſſet die Zeit ab, da der Schatten auf die-

ſelbige faͤllt; in dem Augenblick, welcher durch ein Signal bekant

gemacht wird, bemerket man die Ecke des Schattens eines loth-rechten Coͤrpers, es ſey ein Fenſterpoſt, oder eine mit Fleiß auf-

gerichtete Stange, oder einer Art Gnomon, und man kann ſichmit geringen Nachdenken in den Verſchiedenheiten ſinden, wel-

che ungleiche Umſtaͤnde bey der Ausuͤbung fordern.

() Unter einer Polhöhe von 0 Grad verurſachen 6 Minnten Feh-iſt der Jerthum ein Winkel von 20 ler in der Zeit des Durchgangs des

Secunden, wenn man die Zeit des Polſterns durch den Meridian nur

Durchganges des Polſterns durch ainen gleichen Fehler in der Lage derden Meridian um 32½⅞ Zeitminuten Mittagslinie,—

verfehlet. In der Polhoͤhe von 50