ha der Vergroͤ-gerung der aus-gehenden Lan-desproducte die-nen ſolche Waa-ren, welche dieAuslander noͤ-thig haben.
Deutſchlandhat viel ſolcheLandeswaaren.
204 Von der Gruͤndung und dem Flore
Dieſe muß man zuerſt zu heben ſuchen, ehe manden Koͤrper in ſeine natuͤrliche Thaͤtigkeit und Ver-richtung ſetzen kann. Das dritte Hauptaugenmerkkoͤmmt auf ſolche Arbeiten, worzu wir alle Haupt-und Nebenmaterialien ſelbſt im Lande erzeugen. Aufſolche richtige Grundſaͤtze, die verſchiedenen Arten derManufacturen und Fabriken nach den Graden derNothwendigkeit und des Nutzens anzulegen, koͤmmtgar viel an, weil man ſonſt die Koſten zu deren Un-terſtuͤtzung auf weniger nuͤtzliche Fabriken wendenkann, da unterdeſſen weit nuͤtzlichere nachbleiben.Man bemerket dieſen Fehler nicht ſelten in denenje-nigen Staaten, wo man die Manufacturen einzu-fuͤhren und zu gruͤnden ſuchet.
§. 190.
Dieſes iſt aber nicht allein genug; ſondern dieGruͤndung vortheilhaftiger Commercien erfordert,daß auch die ausgehenden Landesproducte vermeh-ret und vergroͤßert werden muͤſſen(§. 184). Wenndieſes mit Beſtande geſchehen ſoll: ſo muß manſolche Landeswaaren zu gewinnen ſuchen, welche dieAuslaͤnder unumgaͤnglich brauchen und noͤthig haben,.Die weiſe Vorſehung Gottes, welche die Menſchendurch ein geſelliges Leben und einen freundſchaftli-chen Umgang mit einander verbinden wollen, hatdie Gaben der Natur nie einem einzigen Landezuſammen zugewendet; und es iſt faſt kein Land, ſoarm und unfruchtbar es auch zu ſeyn ſcheint, welchesnicht mit Guͤtern verſehen waͤre, die in andern Lan-den, entweder gar nicht, oder doch nicht in gnugſa-mer Menge, zu haben ſind. Ein jedes Land bringtalſo Waaren hervor, die andere Voͤlker nicht entbeh-ren koͤnnen, und die folglich bey ihnen Abgang finden.
§. 191.Wenn wir unſer Deutſchland ins beſondere be-
trachten; ſo iſt es von der guͤtigen Natur gleichfallsmit