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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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der Commercien. 205

mit ſolchen Guͤtern verſehen worden, die nicht allent-

halben anzutreffen ſind. Ich will des Safrans inOeſterreich, des Waydes in Thuͤringen, der Faͤrber-roͤthe in Schleſien, und anderer aus dem Ackerbaukommenden Landesproducte nicht erwaͤhnen. Ichwill nur itzo die haͤufigen Landeswaaren zum Bey-ſpiel auffuͤhren, die uns der Bergbau verſchaffet.Denn da ſind wir nicht allein mit allen unedlen Me-tallen und Halbmetallen, als Kupfer, Zinn, Bley,Eiſen, Queckſilber, Spießglas, Zink, Wismuth undArſenik ſo haͤufig verſehen, daß wir dadurch ein-traͤgliche Commercien mit den Auslaͤndern treibenkoͤnnen; ſondern unſer Vitriol, Alaun, und andereBergſalze, unſere Farbenerden, beſonders aber derKobold, der faſt in allen unſern Gebirgen anzutref-fen iſt, und woraus die blaue Farbe oder Schmaltezubereitet wird, ſind ſolche Landesproducte, die unsdie Auslaͤnder gar willig abnehmen. Unſere Nach-barn, die Englaͤnder, Hollaͤnder, Franzoſen, Wel-ſchen und andere europaͤiſche Voͤlker ſind mit die-ſen Metallen, Bergſalzen und Farben theils gar nicht,theils nicht gnugſam verſehen. Dennoch ſind ſiederſelben ſowohl zu ihrem haͤuslichen Gebrauch undanderem Geraͤthe, als zu ihren Fabriken, Manu-facturen und Faͤrbereyen unumgaͤnglich benoͤthiget,der Nothwendigkeiten, die ſie ihren Colonien inandern Welttheilen zufuͤhren muͤſſen, zu geſchwei-gen. Wir koͤnnen alſo verſichert ſeyn, daß wirgnugſame Landeswaaren haben, deren Anbau undGewinnung wir vermehren koͤnnen, um ein vor-theilhaftiges Commercium mit den Auslaͤndern zutreiben; und wir duͤrfen gar nicht befuͤrchten, daßwir keinen Abgang finden, wenn ſie nur ſonſt dieerforderliche Beſchaffenheit haben.

§. 192.