BeſonderesMittel, dieLandesproducteaus dem Berg-bau zu gewin-nen; naͤmlichzurch eine inn-baͤndiſche Hand-lungscompa-gnie.
Dieſe wuͤrdebeſſern Fort-gang haben, alsdie zeitherigeArt des Berg-baues.
7
210 Von der Gruͤndung und dem Flore
Vorfahren ohne Entgeld ertheilet hatten, vor vieltauſend Thaler wieder an ſich gekauft.
§. 195.
Was die Landesproducte, die aus dem Bergbaukommen, insbeſondere anbetrifft; ſo kann man ſichzu deren haͤufigen Anbau und Gewinnung eines be-ſondern Mittels bedienen, das ich ſchon in dem drit-ten Theile der deutſchen Memoires vorgetragen habe,und das ich hier kuͤrzlich beybringen will. MeinesErachtens koͤnnte ſolches am beſten durch eine großeGeſellſchaft geſchehen, die den Namen einer innlaͤn-diſchen Handlungs⸗ und Mineralien⸗Geſellſchaft fuͤh-ren, und ihren Fond oder Anfangscapital eben ſodurch Verkaufung einer gewiſſen Anzahl Actien zu-ſammen bringen koͤnnte, als man von den großenSeehandlungsgeſellſchaften gewohnt iſt(§. 169).Ihr Privilegium muͤßte ſich auf alle unedle Metalleund Halbmetalle, mineraliſche Salze und Farbenerſtrecken, die kuͤnftig erfunden und angelegt wuͤr-den; und damit Unterthanen und Fremde um ſoeher angereizet wuͤrden, die Actien einer ſolchen Com-pagnie an ſich zu kaufen; ſo muͤßte der Monarcheinige Werke von dieſer Art auf ſeine Koſten anle-gen, und ſolche der Geſellſchaft ohne Entgeld abtreten.
§. 196.
Von einer ſolchen Geſellſchaft koͤnnte man ſichgewiß die Gewinnung der Landesproducte, die denBergbau zum Grunde haben, am zuverlaͤßigſtenverſprechen. Der Bergbau erfordert große undwichtige Anſtalten, und betraͤchtliche Koſten, die bloßdurch vereinigte Bemuͤhungen und eine gute Ein-ſicht und Ueberlegung zu Stande gebracht werdenkoͤnnen. Alles dieſes ſindet man bey einer ſolchenGeſell-