242 Von den Huͤlfoͤmitteln
auswaͤrtigen iſt vornehmlich zu rechnen, der Krieg,den fremde Maͤchte unter einander fuͤhren, und diedaher entſtehenden Capereyen der ſo genannten Arma-teurs, ſowohl, als die Seeraͤubereyen, ſowohl derbarbariſchen Republiken*) auf der Kuͤſte von Africa,als meineidiger chriſtlicher Seeleute, desgleichenheimliche und oͤffentliche Bewegungen, ſo benachbarteHandlung treibende Nationen, wider unſere Commer-cien unternehmen. Zu den innerlichen Urſachen ge-hoͤren vornehmlich der Mangel verſchiedener Mate-rialien zu dem Schiffsbau und den Landesproducten,der Mangel eines genugſamen Reichthums im Lande,die vorhandenen Privilegia gewiſſer einzelnen Laͤnderund Staͤdte, in Anſehung der Ein⸗und Ausfuhre derWaaren, des Stapels und dergleichen, der Neid unddie Eiferſucht gewiſſer beſondrer Laͤnder, Staͤdte undStaͤnde gegen einander, und viele andere ſolche Hin-derniſſe, wider welche eine weiſe Regierung, ſo baldſie die wahren Urſachen, und ihren Einfluß in dasNachtheilige der Commercien gruͤndlich eingeſehenhat, auch gar bald dienliche Huͤlfsmittel aus fuͤndigzu machen im Stande ſeyn wird.
*⁰) Es fragt ſich, ob es rathſam, und einem chriſtlichenRegenten anſtaͤndig ſey, mit dieſen ſeeraͤuberiſchenRepubliken und Feinden des chriſtlichen NamensFriede und Freundſchaft zu machen. Meines Er-achtens iſt es vor eine Nation, die ihre Schifffahrtund Seehandlung erſt gruͤnden und in Aufnahmebringen will, allerdings rathſam, ſich dieſer Hinder-niß der Commercien mit Aufopferung einiger Geld-ſummen zu entledigen. Denn der Schade, wennman entweder den Schiffen eine koſtbare Begleitungvon Kriegesſchiffen mitgeben, oder ſich oͤfters Schiffewegnehmen laſſen muß, iſt viel betraͤchtlicher. Obes aber erlaubt und anſtaͤndig ſey, mit ſolchen Fein-den des chriſtlichen Glaubens Friede und Freund-ſchaft zu machen, das kann nur von kleinen Geiſtern,die eine ſehr kurze Einſicht haben, in Zweifel gezogenwerden. Die chriſtliche Religion kann unmoͤglich
ein