252 Nutzen der Bergwerke
zwey Meilen Gebirge bauet, wo zeither noch keine Bergwerke ge-Leld geben. weſen ſind, wenigſtens einen Diſtrict von zwey Mei-len zum Berglehn geben. Denn in der That zu ei-nem wichtigen Werke, das in gutem Zuſammen-hang, wahrer Ordnung und mit allem moͤglichenNutzen gefuͤhret werden ſoll; wird allerdings ſo vielund nicht weniger Feld erfordert. Man weiß, daßoͤfters die Haupt⸗ und Erb⸗Stollen uͤber eine Stundeweit gefuͤhret werden muͤſſen, und daß man, um dieWaſſer zu den Kuͤnſten, Huͤtten und Pochwerkenzu gewinnen, große Teiche und andere Anſtaltenmachen muß, die oͤfters wegen Gelegenheit und Be-ſchaffenheit der Gegend und des Gefaͤlles ſehr weitvon dem Orte, wo man die Waſſer braucht, ent-fernet ſind. In einem ſolchen Diſtrict aber kannauch eine Gewerkſchaft, die aus vernuͤnftigen undvermoͤgenden Mitgliedern beſteht, und bergver-ſtaͤndige Directeurs hat, nachdem ſie ihr Gebirgeund die darinnen befindlichen Mineralien und Berg-arten genugſam unterſuchen laſſen, ihre Anſtaltenund Einrichtungen dergeſtalt machen, daß ein nuͤtz-licher Bau gleichſam auf ewige Zeiten darinnen ge-fuͤhret werden kann. 1
§. 237.
Einige Ein⸗ Wenn ich dieſe noͤthige Verbeſſerung unſerer“ Bergrechte einigen Bergverſtaͤndigen muͤndlich vor-ben. geſtellet habe; ſo haben ſie gemeiniglich eingewendet,daß, wenn ſich an einem edlen Gebirge viele Ge-
0 werkſchaften anſetzten, wenigſtens dieſer Vortheildaraus entſtuͤnde, daß ein ſolches Gebirge an vielen
Orten zugleich gebauet und mithin zum Nutzen des
Staats mehr Erzt gewonnen wuͤrde. Ueberdieſes
koͤnnten, nach der zeitherigen Art des Bergbaues, un-
gleich mehr Perſonen, und zwar arme und reiche,
ohne Unterſchied als mitbauende Gewerken 2
eil