254 Nutzen der Bergwerke
den dieſen Plan ſchon weiter ausfuͤhren koͤnnen. Je-
doch kann ich nicht unerinnert laſſen, daß ich dieſe
Art des Bergbaues nur von edlen und unedlen Me-
tallen verſtehe. In Anſehung der andern Minera-lien, Bergſalze, Farben und Erden, die als Lan—desproducte zu den Commercien dienen, muß ich dieoben vorgeſchlagene innere Handlungs⸗ und Minera-
lien⸗Geſellſchaft(§. 195. 196.) nochmals anpreiſen,wie denn dieſer Geſellſchaft, zu beſſerer Befoͤrderung
der Commercien, auch der dem Landesherrn gebuͤh-rende Vorkauf, in Anſehung der unedlen Metalle, uͤber-laſſen werden koͤnnte. Es iſt auch nicht mit Still-ſchweigen zu uͤbergehen, daß es, zu Befoͤrderung des
dienten noͤthig. Bergbaues, noͤthig ſeyn wuͤrde, den Bergbedienten
in den Bergordnungen eine viel genauere Aufſicht,
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Richtigkeit und uneigennuͤtziges Weſen vorzuſchrei-
ben und mit mehrem Ernſt daruͤber zu halten, alszeither gemeiniglich geſchehen iſt. Durch die Nach-laͤßigkeitund heimlichen Griffe vieler Bergbedientengehen manche Werke zu Grunde*).
*) Es iſt ein diebiſcher Kunſtgriff verſchiedener Berg-bedienten, daß ſie oͤfters die Werke mit Fleiß in
Abuahme kommen laſſen, um die aufgegebenenKure umſonſt an ſich zu bringen, oder wenn ſie beyeinem Werke ſchlechte Hoffnung ferner vor ſich ſe-hen: ſo richten ſie es in die Wege, daß ein paarQuartale ſtarke Ausbeute gegeben wird, damit ſieihre beſitzenden Kuxe ſehr hoch verkaufen koͤnnen.Hierdurch und durch den Unterſchleif, den einigeBergbediente machen, ſind die Bergwerke ſehr ver-ſchrien. Es iſt dannenhero in einigen Bergord-nungen, z. E. in der ungariſchen, verſehen, daßdie Bergbedienten gar keine Kure beſitzen duͤrfen.Allein, meines Erachtens iſt der Sache dadurchnicht geholfen, indem ſie ſolche leicht auf Ver-wandte und gute Freunde ſchreiben laſſen koͤnnen.Strenge Geſetze und Beſtrafungen, und eine genaueAufſicht duͤrften wohl die beſten Gegenmittel ſeyn.
§. 239.