; zu Vermehrung des Reichthums, 255
§. 2Z9.
l. Was endlich die größereVollkommenheit derBerg- Oic Bcrg-werkswissenschaften anbetrifft: so wird so leicht nie-mand läugnen können, daß wir noch gar keinen ho- noch zu keinerhen Grad darinnen erreichet, sondern diese Wissen- ,
schafren vielmehr ganz Handwerksmäßig tracciret ^
^ haben. Junge Leute haben bey andern Berg- undHütten.Bedientengelernet, oder vielmehr die Arbei.ten des dasigen Bergwerks abgesehen, höchstens ha.
" ben ste die Wanderschaft angetreten und sich in frem-den Bergwerken umgesehen. Allein, weder sie, nochihre Lehrmeister, haben daran gedacht, sich eine gründ-liehe Kenntniß der Mineralien und ihrer Bestand-theile oder der Wirkung der Foßilien, Salze und an-derer Zuschlage iin Feuer gegen einander bekannt zumachen. Diese Wahrheit ist so allgemein, daß manvielleicht nur diejenigen Bergbedienten ausnehmenkann, die unter dem vortrefflichen Henkel die Berg.Werkswissenschaften studiret haben, oder die sich vor^ sich selbst die gründlichen Bücher in diesen Wissen-^ schaften bekannt gemacht, und sich dadurch einegnug.same Einsicht in der Metallurgie, Mathematik undMechanik verschaffet haben. Unterdessen beucht ru^Me^aufmich, erfordern diese Wissenschaften, welche mit der deren Aufnsh«Wohlfahrt des Staats so genau verbunden sind,eben sowohl die Vorsorge der Regierung, als dieRechtsgelehrsamkeit,ArztneykunstundWeltweiöheit,zu deren Erlernung man allenthalben fast überflüßigeAnstalten gemacht hat. Denn wir dürfen uns inDeutschland über den Mangel der Schulen und Uni-versitäten gar nicht beklagen. Eine weise Regierungsol'te asio in der Thatdaraufdenken, in ansehnlichen ,
B;rgstädten, Schulen und Akademien vor die Berg-wkrkswissenschaft zu errichten.
§. 240.