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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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263
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im Lande. 263

find, ſondern ob ſie verſorget ſind, und nicht betteln

gehen. Das Alter uͤber 80 Jahre iſt ſo ſelten, daßes weiter keine Aufmerkſamkeit verdienet, als dievorzuͤgliche geſunde Luft des Landes und die maͤßi-ge Lebensart der Menſchen daraus zu beurtheilen.

§. 247.

Sodann erfordert der Zuſammenhang des Nah-rungsſtandes vornehmlich, daß der Regent auf dieMenge des im Lande circulirenden Geldes ſein Au-genmerk richtet, und eine ſeiner vornehmſten Grund-regeln ſeyn laͤßt, die Menge des circulirenden Gel-des zu vermehren, die Verminderung deſſelben aberauf alle nur erſinnliche ſorgfaͤltige Art zu verhuͤten.Zu dem Ende muß er nicht nur ſelbſt ſeinen Auf-wand ſolchergeſtalt einrichten, daß dadurch ſo wenigGeld, als nur moͤglich, außer Landes gehet; ſon-dern er muß auch den Aufwand ſeines Hofes undſeines Kriegesheeres ſolchergeſtalt zu leiten und anzu-ordnen ſuchen, daß das Geld, welches durch die Ab-gaben in ſeine Caſſen, als in das Herz des Staats,getrieben wird, ſich alſobald und ſo viel moͤglich,gleichmaͤßig in alle Theile des Nahrungsſtandes wie-der ergießet. Selbſt eine ſolche Geſtalt der Staats-angelegenheiten, daß vor Subſidien und zu Beſte-chung fremder Miniſter große Geldſummen außerLandes gehen, iſt auf alle Art zu vermeiden. Sieiſt ſelten ein Kennzeichen einer weiſen Regierung;ſondern vielmehr ein Merkzeichen entweder einer in-nerlichen Schwaͤche, oder ungerechter Abſichten:und der Nutzen iſt faſt niemals ſo groß, als derSchaden, den der Ausfluß des Geldes in dem Nah-rungsſtande verv⸗ſachet. Eben dieſer Urſache hal-ber muß auch ein weiſer Regent der Haͤufung ſeinerSchaͤtze Graͤnzen ſetzen. Es iſt unmoͤglich, daßder Nahrungsſtand bluͤhend bleiben kann, wenn

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Er muß denAusfluß des Gel-des moͤglichſtermaßen zu vex-

huͤten ſuchen.