266 Von dem Nahrungsſtande
duͤrfniſſes und Conſumtion, wie nicht weniger derauswaͤrtigen Commercien und des Grundes, wor-auf ſie hauptſaͤchlich beruhen, voraus ſetzet. Ohnedieſe Kenntniß werden es der Regent und ſeine Mi-niſters in dem Zuſammenhange des Nahrungsſtan-des, nicht weit bringen. Dieſe Erkenntniß iſt in derThat nicht leicht. Allein ſollte man dasjenige nichtaus dem Grunde kennen, was man zu regieren uͤber-nimmt? Es muß aber immer ein Gewerbe das ande-re unterſtuͤtzen und dem andern zur Befoͤrderung die-nen, wenn ein guter Zuſammenhang des Nahrungs-ſtandes vorhanden ſeyn ſoll. Wir werden von derArt und Weiſe dieſer Unterſtuͤtzung deutlicher unter-richtet werden, wenn wir die Hauptarten der Gewer-Es ſind vierer⸗ be etwas naͤher betrachten. Es ſind aber eigentlichker g hberben viererley Hauptarten der Gewerbe, naͤmlich 1) dereinander unter⸗ Erdenbau, 2) die Manufacturen, Fabriken undſtuͤtzen muͤſen. Handwerker, 3) der Kaufhandel innerhalb Landes,oder die Kraͤmereyen und Hoͤckereyen, und 4) dieKuͤnſte und Wiſſenſchaften. Es iſt noͤthig, daß wireine jede von dieſen vier Hauptarten der Gewerbe be-ſonders durchgehen und dasjenige zeigen, was ſie zudem allgemeinen Zuſammenhange des Nahrungs-ſtandes beyzutragen haben. 1u1“
§. 250.
Der Erden 1) Der Erdenbau, den man wieder gar verſchie-
bus ahgenne dentlich eintheilen kann, darunter aber der Ackerbaumittel und die und die Landwirthſchaft uͤberhaupt, der Gartenbau,
Hb der Bergbau und die Waldungen die vornehmſten
Arten ſind, verdienet in dem Zuſammenhange desNahrungsſtandes ein beſonderes Augenmerk. Da-her muͤſſen die meiſten Materialien kommen, welchedie Manufacturen, Fabriken und Handwerker ver-arbeiten, und die ſowohl zur Nothdurft des Landes,als zu auswaͤrtigen Commercien, gebraucht werden.
Beſon-