282 Von dem Credite des Landes.
waͤhlen, ihr Geld gegen das geringere Intereſſedarinnen zu laſſen, weil ſich nicht gleich Gelegen-heit findet, das Geld eben ſo ſicher wieder unter zubringen. Jedoch muß man das Intereſſe nichtallzu ſehr herunter ſetzen, damit man den Ausgangdes Geldes in auswaͤrtige Banken dadurch nichtveranlaſſe.
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Sodann wer⸗ Weiſe und ſtrenge Geſetze und Anſtalten wider die1 e Banqueroute dienen gleichfalls ſehr zu Befoͤrderungmnden dee Bean⸗ des beſondern Credits im Lande. Die nachtheiligenguervuns erſor⸗ Folgen wichtiger Banqueroute ſind in der That ſo-8G wohl vor die Commercien und den Nahrungsſtand,
als den Credit im Lande ſehr betraͤchtlich. Wenn ſiealſo boͤslich und vorſetzlich ausgeuͤbet werden; ſo iſtfaſt keine Lebensſtrafe zu ſcharf, die ſolche Baſewich-ter nicht verdienet haͤtten; und alle gerechte Monar-chen ſollten einander zu Steurung dieſes Unweſensdie Hand bieten, und dergleichen Banquerouteurseinander ausliefern. Nicht vielweniger Nachſicht
dung ein Falliment machen. Allein, diejenigen, ſodurch erweisliche Ungluͤcksfaͤlle außer Stand geſetzetwerden, ihre Glaͤubiger zu befriedigen, verdienenein wahres Mitleiden; und der Hof ſollte bey ſol-chen nahen Falliments, in Betracht der ſchaͤdlichenFolgen vor das Land, alle moͤgliche Mittel anwen-den, dieſelben zu verhuͤten*), ja zuweilen, nachvorgaͤngiger Einſicht der Buͤcher und befundener Be-ſchaffenheit thaͤtige Unterſtuͤtzungsmittel nicht ver-abſaͤumen.
*) Man weiß, daß in einem gewiſſen Lande, zu Verhuͤ-r eines großen bevorſtehenden Banquerouts, dieZahlwoche der Meſſe ausdruͤcklich verlaͤngert wor-den iſt, weil Hoffnung vorhanden war, daß dem
Schuldner betraͤchtl iche Geldſummen eingehen wuͤr-den.
verdienen diejenigen, die durch offenbare Verſchwen-
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