Von dem Credite des Landes. 28-
be aber in den neuen Wahrheiten hiervon ausfuͤhr-lich gehandelt. Uebrigens habe ich angemerket,daß man bey ſolchen Feueraſſecuranz⸗Anſtalten ineinigen Laͤndern die Haͤuſer gerichtlich tariren laͤßt.Dieſes macht ſehr viel Weitlaͤuftigkeiten, und iſtmeines Erachtens gar nicht noͤthig: ſondern mankann es ſicher dem eignen Angeben der Beſitzer uͤber-laſſen, wenn ſie keine enorme und offenbar falſcheSumme einſchreiben laſſen. Denn da ſie davoncontribniren muͤſſen: ſo wird ohnedem niemand kei-ne uͤbermaͤßige Summe angeben. Es iſt auch nichtsunbilliges, wenn ſie den Werth ihrer Mobilien, dieder Feuersgefahr gleichfalls ausgeſetzet ſind, mitzu dem gerechten Preiße ihrer Haͤuſer ſchlagen.Der Grund dieſer Anſtalt beruhet eigentlich bloßauf der Groͤße des Beytrages, den jemand zu an-dern Feuerſchaͤden leiſtet.
§. 271.
Ich ſehe nicht, was uns abhalten koͤnnte, bey Eben dieſe AeWaſſer und Hagelſchaͤden eine eben dergleichen Aſſe⸗ ſeuranzanſtal-curanzſocietaͤt einzufuͤhren. Man weiß ohngefaͤhr auch bey Waß-den Werth der Fruͤchte, den ein Acker zu tragen ſchaumd üaüsnpflegt, und nach Maaßgebung deſſelben koͤnnte man ren.die einzuſchreibende Summe und den Beytrag ein-richten. Die Directeurs dieſer Geſellſchaft koͤnntenauch auf die Amtleute und Oeconomieinſpectores einwachſames Auge haben, damit die Daͤmme und an-dere Anſtalten wider die austretenden Fluͤſſe in gutenStand geſetzet und beſtaͤndig darinnen erhalten wuͤr-den. Ja man koͤnnte die Beſorgung der Daͤmmeuͤberhaupt dieſer Aſſecuranzſocietaͤt uͤberlaſſen, die ſichdurch ihr eignes Intereſſe antreiben laſſen wuͤrde, de-ſtomehr Vorſorge davor zu tragen. Auf dieſe Artkoͤnnten die Ungluͤcksfaͤlle zum Vortheile des Staats,und Aufrechterhaltung des Credits, immer mehr ver-mieden werden,
§. 272,