Das ist der Krieg, in welchem bey ausländischenSchriftstellern, die Eidgenossen als friedbrüchige Leuteum Eigennutzes willen und ihre Eroberungen als un-gerecht, selbst bey vaterländischen Historikern als Raub,erscheinen — der Krieg, an dessen Ausbeute Ury keinenTheil haben wollte. Darüber mag Sigmund oder seineNachfolger — der Pabst MartinuS oder die römischeRoca antworten, ob sie als Machthaber der bürge»lichen und kirchlichen Welt Fug und Recht hatten,Verträge und Verbindlichkeiten zu lösen oder nicht 56).UebrigenS haben die Eidgenossen ganz uueigcnnnützig fürStaat und Kirche das Schwert gezuckt. Waö sie ero-berten , haben sie vom König gekauft.
Dieser Krieg stiftete Unmuth inner den Eidgenosse».
An der feyerlichen BundeSerncuerrnig 57 ) nahm daö 1417
56) Ueber Herzog Fridericks Lebens - und Regierungsge-schichte, wie er „geistlich Personen, Klöster, Wittwen„und Weissen, mit seiner unrecht Gewalt, und fre-ventlichem Uebermute wider Gott und alles recht ve-rschwöret, getrungcn und geleidiget, etwa mönige ze-rsangen gesetzt, und gar vertriben hat" wo zugleich alsBeweise viele Fälle angeführt sind, gibt König Gig-MundS Schreiben (dat. Konstanz am Montag »ach mi-sericordia) an Luzcrn, Zug, Ury, Schwyz , Unterwal-den und GlaruS wichtige Aufschlüsse. Vor einem Für-stengericht würde der Unglückliche auf diese rcchtsbc-stöndige Klagen auch heule noch cnthront.
5 7 ) Der Kanton Luzern schickte Boten in alle Stände, diese