Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
226
JPEG-Download
 

14S9 schafr, einem frühgereiften , in seiner Kraft sich fühlenden, von den Größten seiner Zeit geschmeichelten Jüng-ling gleich / giengen die Räthe eines alten Manns un-beachtet vorüber. Woher sollte auch für die Kraft-menschen dieser Zeit/ die im Kriege wie in ihremElement, auf ihren Bergen und Thälern mit fremdenGeld überregnet/ wie im Lande der Verheißung säße»/und von einem Krieg in den andern rannten / Zeit zurBesinnung kommen , um sich in ihrem Leichtsinn einBild der Zukunft gestalten können — zumahl immerzu nehmen war/ und eine Begebenheit die andere drängte.

Ulrich Vlll. stand in dieser Zeit der Abtey St. Gal-len vor. Schlau , unternehmend, nachgiebig , wo zugewinnen war/ im Unglück unbiegsam / am päbftlichenund kaiserlichen Hof gut gelitten , und in besondererFreundschaft mit des Stifts Schirmorten/ hatte Ver-größerung und Macht zur Aufgabe seines Lebens ge-macht. Besser bestunden im offenem Kampf die Ap-penzeller gegen Oesterreich als gegen die Waffen derIntrigue. Das erfuhren sie und die Stadt St. Gal-len 1465, 1466 und 1479. Wegen einem neuen Klo-1489 sterbau zu Norfchach kam es zum Ausbruch. Sogleichzogen in unrühmlichen Krieg 215) die IV. Schirmort

215 ) Schreiben der Appenzeller an Bern / Ury , Unterwalden,Frevburg und Solotburn. Sie haben das angebottere