Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
244
JPEG-Download
 

244

Wie eS mit einem Volk, daß volle hundert Jahre— wellig unterbrochen — in Waffen stund, wie eömit Menschen, die in felsenfestem Muth durchsetzenzu müssen glaubten, was sie als Recht erkannten, fürdieses Recht kein littet als ihre innere Ueberzeugungund ihren Hcldcnarm achteten; im Unglück, unter demtausend Bessere unserer Zeit erliegen würden, wie ver-jungt, zu Thaten der Unsterblichkeit erglühten —wie eS mit so einem Volk, dessen Land zum unge-heuern , vou Sturmfeuern fast beständig erleuchteten,und von Sturmglocken durchtöntcn Feldlager, worinnniedergebrannte Dörfer und Wohnungen nicht höherangeschlagen wurden, als etwa heute einige zerstörteBaracken im Feldlager eines Fürsten, und wie cö um Re-ligiosität, Gesetzgebung, bürgerliche Einrichtungen, Kün-sten und Wissenschaften ausgesehen haben mag, wäre soziemlich, ohne die Daten der Geschichte, zu errathen.

Im XIV. Jahrhundert stand die Eidgenossenschaftauf dem Scheitelpunkt ihrer Größe. Nach nicht vollen200 Jahren lagen vor den Nachkommen der Männerim Grütli gcdemüthigt die Fürsten ihrer Zeit, alleihnen zinsbar i). Auf den SätigungSpunkten erfolgtScheidung. Dem im Waffenaeränfche erzogenen Krie-ger konnte die Bearbeitung feines armen Bodens, derstille Fleiß iin Handel, Künsten und Wissenschaften nicht

O Nichts anders ist ein Pensionengeber.