249
cherfte war der Coikenbinat der Priester 13) erlaubt,und durch gesetzliche Verträge begünstigt 14). Unkeusch-heit daS herrschende Laster aller Ständen 15). DieKlöster 16) selbst, durch Visitationen mehr im oeko-nomischen beaufsichtigt 17), deckten sich nicht mit demGeheimniß. Dem Uebel standen nur fromme Wünsche
13) Amstetter, Probst zu Zürich , hinterließ l Sohn und 3Töchtern. Man sollte meinen, er seve verehelicht gewe-sen (vielleicht vor der Weihe). Hümmerlin (Passio-nale)! saqt von seinem Tod ,,Iiberi8 et uxoribus quasidesperans." Probst Man; hatte ebenfalls Kinder. BriefPfarrer VögelinS an den Verfasser.
l'O Dafür sind Urkunden«! H ottingerS Handschriftl.Thesaurus. Er scheint auch im Capitel Zug undBrcmgarten Eingang gefunden zu haben. 1498 erlaubtder Bischof denen Dekanen dicsef Capitels, den Geist-lichen ,,a concubinatu et criminibus publicis et oc-,, cultis” loszusprechen „dummodo tamen quis irregu-laritate ad hoc divina celebrando non contaminaverit.”
15) F. Hömmerlin macht davon in seinem Buche de IVla-trirnonto die fürchterlichste Beschreibung.
16) Abt Ulrich Trinklcr zu Cappel macht ein Frauenklosterzum Serail, Ilottinger bist. eccles. T. IX.Schlimmeres noch von diesem Trinklcr hat L. Mei-ster rc. Wie ungescheut die Aebte zu Engelberg , Jo-hann VI. und Heinrich der IV. der Venus Vulgivagaopferten, ist in der Wasserkirche in Zürich zufinden.
l') B d. 11. S. 4 2.