Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
308
JPEG-Download
 

4512 jungen Maximilian Sforza , dem Sohn des letztenmayländischen Herzogen Ludwigs , der in Bonn sichaufhielt. Enger verbanden sie sich mir Venedig undSavoyen 91). Vor der fenerlichcn Einsetzung Maximi-lianS giengen von allen Orten Boten nach der Haupt-stadt der Christenheit. Julius empfieng die Rcpresen-tanten der Beschirmer der Kirchenfreyheit mit unge-wohnter Auszeichnung. Das war aber auch alles ,was sie erhielten 92 ). Der hoffärtige Mann wolltedurch dieses diplomatische Spektakel nur sich auszeich-nen, die in bittender Stellung vor sich zusehen, vorwelchen erst noch die grösten Herrscher gekrochen.

Ludwig der XII. hatte sich nun überzeugt, was ihmdie Verlorne Freundschaft des SchwcizcrvolkS gescha-den. Diese sollte um jeden Preis wieder gewonnenwerden. Er ließ durch den grauen Bund antragen,die Schweizer möchten ihn mit dem Pabst aussöhnen.Dem verführerischen, und schmeichelhaften Antrag kamSchinner mit Erfolg entgegen. Endlich gelang eS Bern ,dem Herzog von Savoyen und Lothringen, den fran-zösischen Gesandten, Gcleitsbriefe unter schimpflichen

91) Jene« zahlte jährlich jedem Ort 1000 Gl.; der Herzog IM.§2) Nichts vorn rückständrqen Soid des Pi'sserzuqS, nichtsvon Parma und Piazenza, nickt drc BefeeyUllg ihrerPfarren von römischen Kourtisauen je»