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Heute noch 218) wird bedauert , daß die Tempel ih-res ehrwürdigen Schmuckes beraubt/ in ihrer Nacktheitauch der Stoffe zum ernste» Nachdenken und gemüthli-chen Anregung entbehren , nnd heute nnd znvcrläßigimmer mehr wird bedauert werden / Laß in PreiSge-bnng geistlicher Wahrheiten an jedermanns Urtheil /in dem jeglichem zugestandenen Recht / die Bibel zuerklären , geschehen wird , waS Zwingli früher selbstgeahndet 21S) / nnd nun hie nnd da in furchtbarerWahrheit hervortritt, so viele Sekten zu haben / alses Liebhaber zum Auslegen giebt.
Nach nnd nach loffen nun auch Mönche und Nonnen220) auseinander. Diese wurden von Priestern nach
§18) „ Zu weit gieng der damahlige Eifer. Man vergriff sich„an der edlen Nettigkeit und Zierlichkeit. Unsere Kirchen„ könnten etwas mehr anständige Schönheit erhalten„haben." Kleine Chronik für Schweizer .Bern 79 5.
219) „ So wir nun solcher Gevar erwarten müssend von de-„nen/ die nüts dann den bleßen Buchstaben könnend/„so ist nöter weder vormals je/ daß wir etlich habend/„die den eygentlichen Sinn ouch uS dem Buchstaben„mögind beschirmen; oder aber/ so es im Anfang so„viel seltsamme Meinungen giebt / wie würd ihm erst„nach der Zeit werden V’ Seine Abhaudlung vondem Predig am t. Zürich bey Froschaue r.
220) Welche giengen/ erhielten 120 Pfund Aussteuer. Sa«kristey der Chorherr» zu Zürich .