Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
515
JPEG-Download
 

515

befestigte und schwach vertheidigte 76) Konstanz zu ke« 1633lagern , griffen die katholischen Stände Uri, Schwyz,Unterwalden und Zug (Luzern nicht 77) im Sinnihrer Vorväter, einen solchen völkcrrcchtwidrigcn Fre.vel, der in ihrem Lande noch nie erlebt worden, nichtzu dulden, nnd diplomatisch zu verdauen, zu den Was-fen; und beschloßen, die Schweden ab eidgenössischemBoden zu vertreiben. Umsonst schlug Zürich den Wegder Unterhandlungen vor. Sie berichteten am 13 Herbst,monat über ihren Entschluß den König von Frankreich .

Auch seine Mahnungen ( 28 . Herbstmonat), durch Auf.reitzung der Reformierten den Bürgerkrieg nicht anzu.fachen, blieben fruchtlos, folgenlos der Beschluß derTagsatzung, mit Horn schriftlich zu unterhandeln, ver.geblich alle Vorstellungen deü französischen AmbassadorS,der Stände Zürich, Bern und Schaffhausen — sie,nur des Vaterlandes Ehre im Auge, vielleicht auchgehetzt von Spanien und Oesterreich — zeigten den

76) Melk Bruhi von Menzingen (Bd. III. S. 302 Note3) vomlästerreichischen General dazu befehligt, führte000 Mann zu, wovon 200 die Jnsul Reicbenau besetz-ten, die andern wieder nach Kempten zogen. A. a. O.

77) Don wo Hans an der Allmend in dieser Zeit Landvogtim ThurgaUilwar. Auch dieser that nichts, die Tecri-torialverlctznng zu hintertreiben. Luzern konnte seinenBeamten nur dadurch rechtfertigen, daß es nicht aiiSzo,r/selbe zu rächen.