12 Durch ihre Länder tönte am 19. Heumonat das Sturm-geläute in allen Kirchen. Dem Kampfplatz zu wurdenaus dem Zeughause zu Luzern Kannen geschleppt.Unter den wüthenden Haufen mischten sich ansehnlicheluzernerische Standespersonen, hohe und niedere Offi-ziers 98). Und am zwanzigsten geschah ein allgemei-ner Angriff. Von St. Wolfgang herunter erstürmtendie Schwyzer und Zuger die von Bernern besetzteBrücke über die Reuß 99), von GiSlikon her eilten
Priesters I. L. MeglingerS Handschrift :c.im 1. Heft der Helvetia erzählt.
98) G rü n dl icbe Vorüellung rc. Gegeben inder großen RathSvcrsammlung zu Bern .24. Heum. 1712. Ganz mißkennt scheint uns indiesem Manifest die Lage und das Thun der Luzerner -regierung. Was hätte sie vermögen sollen über einenHausen von 10/000 fanatischer Bauern, die von andern20,000 unterstützt waren; was anders, als was sie ver-sucht bat, Gutgesinnte unter die Rotten zu stecken,um abzuhalten, waS abzuhalten war. Das geschahauch. Während dem Treffen zu Eins lagen die Luzer -ner ruhig im Walde unter Aettischwgl. Zum Generalhatte sie einen achzigjährigcn Greis gewählt — aber erfocht zu Villmergcn, wie Frisching, mit dem Mutheines Jünglings.
99) Nach andern sollen sie über die Neust gesetzt habe»,um der Brücke in Rücken zu kommen.