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klagt, nicht ersetzen. Es befanden sich neben den naturwissenschaftlichenSchriften darunter viele, dem gleichfalls verbrannten Klosterarchiv entnom-mene geschichtliche Abhandlungen und Notizen, die zu einer Geschichte derAbtei und des Oberlandes bestimmt waren. Wie es mit den später confis-cirten Literalien hergegangen, wird der geneigte Leser sich denken können.
Hätte Spescha auch nur das, was er späterhin in ruhigen Tagen zu Selvaund Trons zusammenschrieb, alsbald veröffentlicht, so würde ihm dies einennamhaften Platz unter den Gelehrten der Schweiz verschafft haben, und hätteauch seinem Vaterland Nutzen und Ehre gebracht; denn damals war Grau-bünden und besonders das Oberland im Ausland und selbst in der Schweiz ungefähr so bekannt wie jetzt Habesch oder Bornu; nur aus Reisebeschrei-bungen kannte man es, die Karten waren im höchsten Grade unrichtig, sodass ganze Thäler fehlten und Bergketten darauf (igurirten, die es gar nichtgibt. Die Geologie lag überhaupt noch in ihrer Kindheit und jede gewissen-hafte Beobachtung war damals ein reicher Gewinn für die Wissenschaft,welche gerade mit diesen Gegenden noch gegenwärtig nicht ganz im Klarenist. Was er über sonstige Verhältnisse des Landes, Volksleben u. s. w. sagt,das war ebenfalls für die Meisten ganz neu und unbekannt; fast alle Schriften,welche selbst viel später noch von Graubünden handeln, beschränken sichauf den nördlichen und östlichen Theil, in die Geologie von Bünden kamOrdnung erst durch Escher und Studer; denn alles von früher her darüberVorhandene ist schlechterdings nicht zu brauchen, und gerade hiervon machenSpeschas Angaben eine rühmliche Ausnahme. Auch die Karten, welche vonihm übrig sind, und die er blos nach dem Augenmass entwarf, sind so an-schaulich und richtig, dass sie zur Orientirung vollkommen ausreichen. Dabeimachte er auch die ersten Versuche geognostischer Karten des Oberlandesund der angrenzenden Gegenden, so wie solche, worauf er die wichtigstenoryctognostischen Vorkommnisse vcrzeichnete. Letztere habe ich nur ge-sehen, nicht eigentlich benutzen können. Seine Beschreibungen der be-treffenden Gegenden sind gut, treffend und anschaulich, so dass man sichleicht darin zurechtfindet, in den Beschreibungen seiner Reisen und Berg-fahrten erkennt man den Mann, der mit Leib und Seele bei der Sache warund dessen Aufmerksamkeit nichts entgeht; die Berge sind seine Heimath,seine Freude und Lust, und die Sorgen des Lebens lässt er hinter sich,denen die sich da unten mühselig abquiilen und abspekuliren, und schautfrei in die klare Luft des blauen Himmels, der über den reinen Firnen derAlpen sich wölbt. Man hat ihm verschiedentlich vorgeworfen, er habe oftseine Phanthasie walten lassen auf Unkosten des Wirklichen. Dem kannich entschieden widersprechen. Ich bin zwar bei weitem nicht an allenOrten gewesen, die Spescha besucht hat, aber doch an vielen derselben,