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reizend gruppirt liegen auf diesem Boden Dörfer und Höfe; schlanke Kirch- seinthürine und kleine vereinzelte Kapellen erheben sich aus den Häusergruppen, Indi
glänzen aus Wald und Wiese hervor oder stehen luftig auf vorspringeuden Stü
Felsenhöhen. Dazwischen strömt der Rhein herab, bald glänzend die Matten sch;durchfliessend, bald in tiefem Felsenbette eingeengt, oder in donnernden Fällenherabstürzend und weisse Schaumwellen ergiessend über das graue Gestein. Vielieber dem Thalgelände folgen meist erst bewaldete Bergseiten und die vorWälder sind nicht unansehnlich, wenn gleich hier wie anderwärts die Menschen diein ihrer Kurzsichtigkeit den Schutz zerstört haben, den ihnen gütig die Natur Relgeschenkt hatte. Die nun folgenden Alpenweiden sind ausgedehnt und er- Haigiebig; sie steigen hoch an den steilen Bergseiten hinauf, indem sie deren veivielen Falten und Einbiegungen folgen. Darüber ragen hoch auf die mäch-tigen Hörner und Zacken des Gebirgs in zwei langen Reihen zu beiden Seiten. hui
Jede Bergspitze hat ihr Eigenthümliches in Bau, Lage und Form und in der sei
Verlheilung der Eis- und Schneelager, welche sie ganz oder theilweise um- hal
hüllen, aber schön sind sie alle. Zwischen ihnen hinein schlingen sich zahl- voreiche kleine Seitenthäler, theils mit grünem Weideboden geschmückt, theils Ae
schluchtenartig mit hohen Seitenwänden und von Felsschutt und Geschiebe wi
erfüllt; sie endigen meist an den blanken Gletschern, welche die beiden Ge- zel
birgsstöcke schmücken und die Hörner trennen. dai
Der Pflanzenwuchs Yon Medels ist schön und reich; Laubholz kommt na
ausser Birken, Alpenerlen, Vogelbeeren und Mehlbeeren wenig vor, die spi
Wälder bestehen aus Rothtannen, Lärchen, Arven und auf kalkhaltigem Kä
Boden auch aus Legföhren, die Flora der Alpenpflanzen ist interessant und Na
weist zum Theil seltne Arten auf, so dass der Botaniker seine Wünsche be- bu
friedigt finden wird, wie auch der Mineraloge durch den geognostischen Bauund verschiedene seltne Mineralien, besonders durch schöne Bcrgkrystalie. Es er!
soll ehemals auch irgendwo Bergbau auf silberhaltigen Bleiglanz getrieben Ht
worden sein; wo? ist mir nicht bekannt. So konnte ich auch nicht erfahren, ge
wo die salinische Mineralquelle von „Soliva bei Disentis “ sich findet. Die no
Thierwelt ist ungefähr die von Tavetsch ; Bären kommen hier noch ziemlich Mi
oft vor und richten zuweilen grossen Schaden an. Unter den Hausthieren ba
sind besonders die Ziegen auffallend häufig und dem Waldwuchs sehr nach- da
theilig Die Kühe sind zahlreich und schön. Hi
Die Bevölkerung von Medels ist weniger zahlreich, als man erwarten he
sollte, sie beträgt nur 560 Köpfe. Es sind grosse, stark und sehnig gebaute bi
Leute, von ausgeprägt Romanischem Typus, schwarzem Haar und dunklen w
Augen, die Männer von auffallend brauner Wetterfarbe, die Frauen hübsch fe
gebaut und lebhaft. Ihre Beschäftigung ist vorzugsweise Viehzucht; der Acker- M
bau ist nicht bedeutend. Früher sollen auch Holzwaaren geschnitzt worden W