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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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M7 Sscnlum. I. dsp. Von den Lehrern in Afrika.

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Des fünfften Tages gieng VIOdlV5IV8 mit denen,die bey ihm wäre» / auf göttlichen Befehl, aus demHause und aus der Stadt: allein er war nicht weitgekommen, so fiel er den Soldaten in die Hände, wel-che ihn nach lapoliri; einen kleinen Orte zwischen Ale-xandrien und Lsnopu, brachten.'

Inzwischen kam rl^o-ruLvr, ein guter Freund desVifchoffs, und suchte ihn in seinem Hause, fand aber,idaß selbiges mit Soldaten besetzet war, weswegen ersich, nachdem er die Umstände erfahren, eilends davonund aus der Stadt machte. UnterwegenS begegneteihm ein Bauer, und weil Lr ihn so bestürtzt und hastigsahe, fragte er um die Ursache, welche ihme unoruev!.entdecket?, der Bauer aber auf der Hochzeit, dahin ergieng, alsofoxt bck-annt machte.

Es war schon Nacht, und die Gäste fassen alle beyTische, als der Bauer kam. Kaum aber hatten siegehöret, was vorgieng, so stund der helle Haussen auf,und liess mit greßlichcm Geschrey nach dem Orte, wodie Gefangenen waren.

Die Soldaten vermutheten nichts gutes, und nah-men Reißaus, die Gefangenen aber, welche sich bereitsniedergeleget hatten, dachten es wären Räuber, undDlOl4V8IVL reichte ihnen schon seinen Rock, welchener neben sich liegen hatte.

Allein die Bauern ermahneten ihn aufzustehen, undsich aufs eilfertigste mit ihnen fort zu begeben. Dißwolte der Bischofs, da er nunmehr gewahr ward, daßsie ihn befreyen wölken, durchaus nicht thun, und bat,sie möchten ihm nur lieber, wie es beschlossen ware^den Kopss abschlagen. Die Bauern aber kehreten sichan siin Widerstreben nichts, trugen ihn auf den Hän-den hinaus, und liessen sodann wieder davon.

Indem nun OlObUchll Gcferthe» ih» vollends zurStadt hinaus brachten, und auf einen Esel setzten,ließer silbs gefallen nach göttlicher Führung in eine Wü-sten LybicnS zu entweichen, und bis nach dem Todedes KäyserS vxcil in Einsamkeit daselbsten zu ver-bleiben. cl)

Nach der Zeit begab sich l)lOblV8IV8 wieder zu sei-ner Kirche, und war bemühet, den Schaden derselben,welchen sie bey dieser Verfolgung erlitten hatte, wie-ß, der auszubessern, hatte auch viel mit den d^oususm-l schen Händeln, und wegen der Wicdertauff« der Ke-tzer zu thun.

Es währete aber nicht lange, so gieng die Verfol-gnng unter v^i-xni.^dro an. Als die Läiöle angekom-men waren, muste sich l)IOdlV8IV8 vor dem praeli-äentcn stellen, welchen sein Mikältesier nx-

n>lV5, nebst den visccmis rävsro, Lvr^uio und c»äk>»rxronx, dahin begleiteten. Der Praellü-Nt wolte kurtz-um haben, er solle die christliche Religion fahren las-sen, und die Götter anberhcn, auch der Güte des Käy-sersbcy dleserSache nicht mißbrauchen. I)lO^V8IV8antwortete nach einigen Vorstellungen von der Be-schaffenheit der hcydnischcn Götter, und von dem Ge-horsam, den die Christen sonst gegen den Käyser be-zrigetcn, daß sie keinen andern, als den wahrenGHtt anberhcn könten, und in diesem Lalle wur-

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den sie auch GOrc mehr gehorchen als denMenschen.

Dieses nahm der ?r^6äcnr sehr ungnädig auf, schaltsie vor undanckbare, tumme Kerlen, und ließ sie nachLepki-o, .einem elenden O" in der Wüsten Lybiens,bringen; wohin ihnen eine grosse Menge der Gläubi-gen folgete. Allhiec cmpficngen sie die wilden Leutemit Steinen; bald aber lenckre GOtt ihrc Hcrtzen, daßsich viele von ihrem Unglaube» bekehreten.

2V5 ließ sie, solchen Fortgang z» hindern, an andereOcrter bringen, allein der Sergen GOttes begleitetesie überall, daß sie die wüsten Gegenden mit ihrer see-ligiiiachenden Lehre erfülleten. e)

Endlich als GOtk der Kirchen durch den Khyscrcäl.-Ruhe vergönnete, kehrete VIOb!V8lV8 wiederzu seiner Gemeine, lebte aber in wenig guten Tagen;indem erstlich Akexandrien wegen des Rebellischen ^r>belagert ward, hernach eine grosse Pest daselbstwüthete, ferner die Streitigkeiten mit rEl.l.10, «e-?orL, und 1-Lvl.o ihm und der gantzen

Kirche viel zu schaffen gaben, bis er in dem obange-zeigkcn Jahre seine Seele in die Hände seines Eriö-fers überantwortete.

^ ^cine Schrissten haben meist in lauter Brieffen be-stauben , davon bey den» Lvrxöto tragmenca hm UNDwieder anzukreffrrr.

>ckAXIk»1V8.

Bischofs Anus 266. stirbt 28t.

1»kOd^8.

Bischoff Anno 28;. stirbt 296.

?LIRV8.

Tischoff um das Ende dieses Secull.

OKI6LXL8.

Gebohren Anno ryz.Catechet ris. Aeltrster 229. stirbt 2L9.

Er ließ sich bereits in seiner Jugend so wohl an,daß sein Vater l.kO^!jOL5, dessen pag.7l6. gedachtworden, die grösscste Freude an ihm hatte. Der Va-ter unterrichtete ihn in Sprachen, und ließ ihn täg-lich einige Sprüche aus der Bibel auswendig lernen,worinn sich OKI6L8L8 sehr fleifig bezeugte, und öff-terS fragte, wie diese und jene Schrifftstelle eigentlichzuverstchen wäre, welches der Vater manchmahl zumSchein als einen Vorwitz bestraffke, heimlich aberwüste er nicht, wo er sich vor Vergnügen wegen einerso lieben Kindes lassen solte. 5)

Seine krseceprorcs waren anfänglichAI.LX^dM8,ld4V8 und Hernach anr-iomv; mit demZunahmen Säccvz, weil er ehedem ein Sack-Trägergewesen. Dieser letztere cincir-te sonderlich eine sehrvcrnünsstige Philosophie mit Beylcguug der Zäncke«reycn, so bisher in den lakonischen Schulen eingeris-sen waren. Darüber erlangte er bey Christen undHcy-den eine grosse Hochachtung, so, daß ihn der Platoni-sche pbilolopbu; «ikL0cl.x; einen vonGDtt gelehr-ten Mann nennete. g) Daß er aber die christlicheReligion, darin» er zebshren und erzogen worden, sol-te verlassen haben,.ist eine Unwahrheit des heydnischen

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e) Ikiäcm Iib.7. cr>^. n. f) ibiär» l>b, c. 2. ß) ?-ViÄinn. H«, l. jore.zos.

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