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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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III. 8eculLU7i. v.6ap. Von dem äusserl. Zustande der Kirchen.

Nachdem nun daöKäyserliche eäiL zur Verfolgungergangen, so vcrschonete !ua>»zu Alexaudria in Cgy-pten weder Mann noch Weib , sie mochten alt oderjung seyn. Viele wurden zu Tode gepeitschet; vieleverbrannt : wobey doch dir Munterkeit und Liebe derBruder nicht unterließ, den Bedrängten und Märty-rern auch gegen das Verboth fleißigst an der Hand zu-stehen. b) Was ^riou^iv; dabey aufgestanden ; istit> feinem Leben erwähnet worden. Die meisten ny».stet, ins Elend wandern, oder, nachdem sie gewöhnst,eher mästen gebrandmahlek, und Güter verlustig erklä-ret worden, die mühfeelige Gclavercy in den Berg.werckcir antreten, c)

Die vornehmsten Märtyrer in dieser Verfolgung sindcvklkl^KiVä, davon in feinen» Leben Nachricht ge-geben worden.

bvciVL, k^oidi'r^vs. kbkviänv8, ivbr/^d1V8, VI6IOLIbiV8, des Lypriani Discipel und Kir-chen-Bedienten zu Carthago. Sie folken anfänglichverbrannt rverden» Doch der Richter änderte seinenSchluß , und ließ sie ins Gefängniß fuhren, worin,neu sie etliche Tage Hunger und Durst leiden niusten.Endlich wurden sie zum Tode geführet. Indem aberLeS kb^VILXl Weib, ihren Mann zuerhalten, vor-gegeben hatte, er wäre kein vi-iconn,, so brachte manihn wider feinen Willen von der Gesell schafft der an-dern wieder ins Gefängniß. Es war an dem, daßman den Kopff abschlagen wölke, so

streckte er seine Hände zuGOtt aus, und bat mit lau-ter Stimme, daß es Christen und Heyden vernehmenkonten, Gff)tt möchte ihren Mir-MärtyrerV1?cXsVb.i Ses dritten Tages in gleicher Ehre fol-gen lasten. Er zerrieß auch sein Schnupftuch, damiter sich die Augen verbinden wolte, und gab das eineStücke dem nächsten Christen aufzuheben, damit sichdessen gleichmäßig bedienen könte. Esgeschach auch alles, wie der gottstekig« Märtyrer ver-langet hatte. 6)

L.LVK.MHV8, das war eben der ^rclu-IigconmII. zu Rom, dessen ich P3ß.7;o. 1g. gedacht habe.Er ward nach vielen Schlägen und Martern auf ei-«en Rost gebraten. Zuvorher forderte der Stadt-Vogtdie Kirchen-Schähe von ihm, als welche die /Lrclncli-cvni unter Händen zu haben pflegten : allein Innrentiu; versamlete alle Armen, die von den Kirchen-Ein«küufften ernähret wurde»», und stellete sie denisilben vor,mit. dem Beyfügen : das wären die Schätze der Kir^chen; welches eben den Stadt-Bogt so entrüstete, daß« ihn auf so grausame Att aufopffette. Doch derMärtyrer empfand dabey so wenig Schmertzen, daßer zu dein Tyrannen nach einiger Weile sagte: Dieeine ist gebraten, wdnSe mm um , daß die ande-re Seite auch braten könne, e)kk^6lV08V8, Bischofs zu Uraßona in Spanien,mbst stillen beyden Oj-coais /cV6Vst.M und LVbO-

bzibiöem. c) citkizi/l^VZ epift 7/. ck) Seriroxivs»ä r6r. a 5- tsizg. e > Ivlsi'r-'roloF. IZows'n. ct. 10 ?!U-»«». .M8««§!V5'rid.-i,vKe. e. 4». ^V6V8'VV8 trsSl.Ä-.dc !„!i»nn. I.LO »n I^ltrOl^VL in nsrimr. 8-I.aV^Ldl-kkVVLM^VS d/ma. 2, äc roros.

610. Nachdem fle eine Zeitlang im Gefängnisse ge«ftssen, warff man sie gebunden auf einen angezünde«ten Scheiterhauffen, darauf sie, nachdem ihre Bandedurchs Feuer verzehret waren, aufstunden, ihre Hän-de in der Gestalt eines CreutzeS ausstreckten und alsobethende verschieden, k)

6^88!V8 und VI670RMV8 in Gallien. IndemVlci'OKIXVZ als ein Knecht die Christen, aufsuchte,und zu L/c88lO kam, so ward er durch seine Predigtund Wunder-Wercke bewogen, den christlichen. Glau-ben selbst zu bekennen, und also nebst jenem hinge-richtet. g)

Andere sehr viele kan man in den Märtyrer-Büchernnachschlagen. Ich will nur noch dererjenigen geben«cken, welche an der Zahl dreyhundert in Äftica ver-brannt und biassa canclicis genennek tvorden. Der?ras-stüenr Hakte nemlich eine grosse Kalck-Grube zurichten,und sis Senn diese dreyhundert Aflänner vor sich stellenlassen, ihnen bedeutende, fle solten entweder auf dievorgelegten gläenden Kohlen Wcyrauch dem lOVl znEhren streuen, oder sie würden all« in die Kalck-Gru-be geworff'c» werden- Die redlichen Leute wölken Chn«stum-dnrchaus nicht verleugnen, und stürtzten sich al-so in grosser Ei! selbsten in die Grube, daß fle darin-nen umkamen; wiewohl die Erzehlungen darüber nichteinig sind. Weil sie nun solchergestalt mit dem weistsen Kalck vermischet, und gleichsam eine maüs wur-den, uennete man siemsllkm csnäiüsm. N)

!X.

Was vor eine Verfolgung hat sich unterOicxZl.L'i'l^o erhoben?

In dieser, als der zehnten und letzten Verfolgunghat der Teufel gleichsam allen seinen Grimm gegen dieKirche zusammen ausschütten wollen. Die erste Ge-legenheit hierzu gab des Käysers kck^Xldcki-ZXU sehrabergläubische Mutter rconvrL, welche ihren Sohn sslange darzu verhetzte, bis er sich fest entschloß den al-ten Käyscr OlociR'N^diVKl dahin zu vermögen, dasser diese verhassete Religion ausrotten möchte. VI0-6bLH^cdlV8 wölke lange nicht einstimmen, vortven-dende, es wäre was gar grosses, die Welt solcherge-stalt zu beunruhiget», uud das Blut so unzähliger Leu-te, welche dem Tode willig entgegen gierigen, zu Ver-güssen. Endlich Hielt ex zu gefallet?

geheimen Rath darüber, worinnen die Stimmen <Mwider die Christen ausfielen. Gleichwohl wölke sichOlOdkH^d§V5 noch nicht geben, sondern ließ nochdas oi-sculum befrage«, welches aber freylich nicht an-ders alsfeindseelig gegen die Christen antworten konte. r)

Nicht ein geringes Wcrckzerrg bey dieser Verfolgung»var auch der kraeüacnr nirirc>cl.L5, welcher erstlich dirLand schafft Bithynieu, hernach Egyprcn verwaltete/und die Christa» nicht nur mit Rath und That, fon-Ggg gg? dem

. f, x u.oi<!rvz ,s^.c?.262. «.72. okk 60 kiv 8'I V80^X8. II. k. ! 'o. r. c. Z4- k) kKVIUX'OVL1 z. cilrrriäMs Woi.i> äe moi».

z>eche. c»x. rt.