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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

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Ich könte noch mehr Zeugnisse aus den bewährtenScnb ütv» dieser Zeit anführn, wenn ich nicht glaub-te, daß diese schon gnug seyn werden, einem jeden den be-trübten Oncepk von dem abweichenden Christmthumcbeyzubringen, und zugleich nicht ohne Schrecken zu er.»vegen,wie h.ssng der Teufel seinen Zorn in diese», 8c-cu!o über die Kirche ausgelassen, also, daß er sich zu de-ren Ausrottung sowohl äusserlich,durch die Verfolgun-gen, als auch innerlich, durch die Verderbniss der Seelen,bearbeitete.

Das vii. Capitel

Von den Neben-Sachen.

k.

Was wird in diesem Capitel vorkommen ?

Drey Stücke:

I. Der Zustand des Ilndemhums,

II. Der Zustand des Heydenrhnms.

III. Die vermischten rZeven-Sachen,

II.

Was hat man von dem Zustande des Ju-denthums zu mercken?

Zweyerley.

1. wie ihr äusscrircher Zustand beschaffen ge-wesen.

2. wre es um ihre Religion ausgesehen.

III.

Wie war der Juden äußerlicher Zustandbeschaffen?

Überhaupt gar elend, unstet und flüchtig. Sie wa-ren zerstreuet, zogen von einem Orte jum andern, mustcnihr eigenthümliches Land mit dem Nucken ansehen, unddurchstrichen die Welt als ein Volck, das weder GOtt«och einen Menschen zum Könige Hatte, k)

Indessen breiteteü sie sich doch gewaltig aus- Son-derlich mußausser den Babylonischen Landen, Egypten«nd Astica sehr damit erfüllet gewesen seyn; indem duchristlichen Lchrerdaftlbst sichbcrnüheten, durch abson-derlich« Schrifften ihrer Blindheit und Laster-voLen Leh-re zu begegnen. Man hat dißfakls von l'MckVUl-zbio da» Buch rvider die Juden, und vonNO die Bücker der Z'uglüffe an esvikinvra, worin-Nen mit Fleiß n ider die Juden chssmriretwird.

So unglückseelig abrr der Zustand der Juden war,so trotzig bezeigten sie sich bey vorfallender Gelegenheit.Sie erregten Anno 202 unterdcrAnsührungeines blut-Gürsiigen cr.a m, eine Rebellion, welche abervon stzve»0 bald unterdrücket, und bey Hoher Straffe verbothenSvard, ein Jude zu werden , oder sich z» beschneiden. !)tlberdieß fienge» sie Anno 2«6. einen ordentlichen Kriegsnik den Samaritern au,darinnen viele aufbeben Sci-Zen blieben, bis sie aus einandergejaget wurden, m)

Gleichwohl sok ihnen und fslgenSS Ale-

xander gar gewogen gewesen seyn,von welchem letzter»gewiß ist, daß er Abrahams Bild in seiner CapeSe stehe»gehabt, wie obcn erinnert worden, und daß er ihnen crlau-

L) 1 -Lkt I vn. Spalsger. c. 2 l. 1) 8k>ake8rz^diV8 in 8L-

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bet, Palästinam wieder zu bewohnen, und sich einen ei-genen Landö-Hauptmann, welchen sie Lrlmarckam nen-neten,zu fetzen, n)

IV.

Wie hat es um die Religion der Juden aus-gesehen ?

Es sind dabey sonderlich vier Stücke auzunrercken:r. Ihre vornehmste Lehr-Sätze.

2. Der Zustand ihrer Gelehrsamkeit,z. Ihre gelehrten Leute.

4- Ihre Schulen.

V.

Was hat man von den Jüdischen Lehr-Sä-tzen anzumercken?

Die vornehmsten, welche die christlichen Lehrer in ob«angedeutete» Büchern benennen, sind diese. Sie hiel-ten sich noch immerallrin vordie Kirche und das VolckGOttes. Ihr Gesetz «nd ihre Ceremonien müssen derGrund der Rechtfertigung bey ihnen seyn. Die Heyücngehöreken, nach ihrem Vorgeben, nicht zum Reiche Got-tes, und was sonss vor andere Puncte in vorigen 8ecul,5bereits angezeiget worden. Man hatdabey weiter nichtsanzmnercken, als daß diß verworsfene Volck von Tage zuTage blinder und verstockter geworden, o)

VI.

Was ist von dem Zustande ihrer Gelehrsam-keit zu wissen?

In diesem 8ecu!o und zwar um dasIahr etzo.kst nachder wahrscheinlichsten Meynung der Talnmd vonIe-rusiüem fertig worden. Der Rabbi locttL^Ln aus demStamm Joseph, welcher 80. IahrezrcKiss'nZLNZusi oderdas Haupt derIüdrschcn Schule in Palästina gewesenwar, brachte nebst seinen Colieaen^r und dasMerck zuin Ende. Weil er aber sehr dunckel ist , undeben nicht so gar viel Verordnungen und Entscheidun-gen bannn enthalten sind/isteruiemahlenm besondermAnsehen gewesen, p)

^ Um diese Zeit ohngefehr ist auch daö largum Hierolö-l^n.icanvm, oder die Übersetzung des Alten Testamentsvon Jerusalem heraus gekommen. Wer diese Überse-tzung gemacht Habe, ist m bekannt: sie ist aber nach derMund-Art von Jerusalem eingerichtet. Sonst wirddas Wort ckargum gemeiniglich von den ChaldaischenÜbersetzungen genommen, g)vu.

Was ist von den Gelehrten der Jüden zumercken?

Sie wurden Amorsci.vün dem Worte ivn,smar,erhat IorS>k,genennek; weil sie nemlich dieienigen wa-ren, so über das Gesetz discurireken- Sie werden in sie-den Gaffen sSerAlter gcrheilet,davon abernurdre^in diß Scculum gehören. Jll

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