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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

Haussen zu werffen gesucht, welche aber der Käyser'kklk0l)08iV8 im folgenden durch ein gegebenesGesetz zu verbrennen befohlen. Sonst haben ihn lvIL1IüOvlV8,LV8LKIV8 und andere widerleget, Massendenn auch die meisten br^msma von ihm beym LV8L-KIO anzutreffen sind. a-

Xll.

Was hat man von den 0R.H.(I:VI^8 zumercken?

6Lxsvkiv8 -r»LvktLi-vk6v;, muste einstens unkerwe-gens bey einemheydnischen Priester,der zueincm Tem-pel des /lpolimin bestellet war, einkehren. Indem ernun des andern Tages seine Reise fortsetzte, derPriesteraber nach vorhergehenden Opffern feinen Götzen ge-wöhnlicher Massen um Rath fragen wolte, so war durchalles Bemühen nicht die geringsteAntwortzu erhalten,bis dem Pfaffen im Traume zu verstehen gegeben ward,daß eben der treuliche Gast diß Stillschweigen verursa-chet Hatte, und daß ihm auch niemand als dieser die Er-laubniß geben könte, wieder in den Tempel zukommen.

Der Pfaffe machet sich also aufden Weg nach arre-6okio, und beschweret sich über das Unrecht, daß er sei-nen Götzen vertrieben, bitter auch denselben nur nocheinmahl zu retticuiren, so wolle er daraus erkennen, daßder GOtt skLQdiui mächtiger wäre, als der von ihm bis-her verehrte Apollo.

«kksokivs nimmt einen Zettul und schreibet darauf:Ol-eanriu; 8argnae, iinra; 6KL60R.IV8 deNt SatgN,gehe hinein! der Pfaffe legt diesen Zettul auf den Al-tar, und der Teuffel stellet sich wieder ein; welche Be-gebenheit denn den Pfaffen von derWahrheit der christ-lichen Religion völlig überzeugt Haben soll b)

Doch da bey dieser Beschicht viel bedenckliches vor-kommet , so wird sie freylich nicht fo schlechterdings beyeinem jedweden Glauben finden, c)

Daß noch viele Oracula in diesen Zeiten vorhandengewesen, ist bey den gnugsamen Nachrichten der Skri-benten nicht zu zweifeln. Der bey seiner Tyranney furcht-same pflegte alle Oracula zu besuchen, und zu

fragen. H Dem Käyser soll das Or^culum fol-

gendes prophezeyet Haben:

M iuucnum, miseranäe tenex, tibi noxis pugna»

>gec tibi sunc vire;, teniigne grauis llolor instac.darinnen so viel zu verstehen gegeben wird, daß ihm einJüngling facal seyn werde, welches denn durch uerao-«zLäLVLi eingetroffen, e)

OlO f) erzehlet von einem Oraculozu^pollvnia.daßes folgender Massen seineAntworkvon sich gestellet.DieRathfragenden nahmen denWeyhrauch in die Hände, ^verrichteten ihr Gebeth zu dem Götzen , und alsdennwursten sie denWeyhrauch in die Flamme. Verzeh-rete die Flamme den Weyhrauch alsbald, so bedeutetees eine gewünschte Antwort, wolte sie aber denselbennicht angreiffen, so war es das Gegentheil.

Unter den verschiedenen Antworten, so <H^.VOlV8n. von den Oraculi; erhalten, mercket mall diejenige, sowegen des Käyserthums seines Bruders ervmrii.l.i ge-geben worden:

Ogencium lern; bunc kantum frua.

Wodurch seine allzukurtze Regierung bemercket ward- g)

Es ist aber zu wissen, daß solche Antworten mehren-theils durchs Looßgegeben wurden. Man schrieb nem-lich allerhand Verse aus den Griechischen und Lateini-schen Poeten aufZettel. Ein Theil solcher Zettel warmit glücklichen, der andere mit unglücklichen Versenbezeichnet. Wenn sie nun in einem Befasse unterein-ander geschüttelt worden, und die gewöhnlichen Ceremo-nien verrichtet waren: so griffen die Fragenden nach ei-nem solchen Zettel, welcher denn entweder die gute oderböse, und offr ziemlich abgeschmackte Antwort enthielt,zuweilen aber auf einige Umstände gedeutet werdenkonte. b)

Was das Oesculum des Hpolliniz 8arpecionii zu8e-ieucis in Cilicien sowohl den Palmyrenern als demKäyser vor Antwort gegeben, kau man bey

dem X08l810i) nachsehen. - Ich erinnere nur noch,daß di6LdU;8 k) den Heyden erwieß , daß in ihrenOraculi; entweder Betrug oder Teufels-Werck anzu-treffen wäre.

Xllk.

Welches sind die vermischten Neben - Sa-chen r

Erstlich die falschen Schrifften, davon man noch

folgende mercket:

I. Die Lonüicurionc, Lpollolioa» in acht Büchern,.welche zwar unter Nahmen heraus

gekommen sind, aber am allenvahrscheinlichsten in die-ffcm 8--culo verfertiget worden- l) Doch ist auch nichtzu leugnen, daß man in folgenden 8ecu1>r noch viel in-cerp äiret und hinein geflickek Hat.

r. Die Lsnone; ^poitolicos, welche, wenigstens gros-sen Theils,indiß 8ccuIn-D gehören, m)

z. Die vielen falschen Märtyrer-^Äen, welchezwar von der Römischen Kirchen vor richtig gehaltenwerden, aber wegen unzähliger Umstände, so sich mitdiesen Zeiten nicht reimen, billig verdächtig sind: wie-wohl grosse Behutsamkeit bey deren Untersuchung zugebrauchen , damit man das wahre nicht zugleich mitdem falschen wegwerffe; indem die wahrhaftenZuweilen tückischer Weise, wie andere Schrifften dieser8ccutorum,inrel-poIiret worden, n)l 4. Die Bücher von dem Leben und Tode der Prophe-ten, Apostel und Jünger Christi, welche dem vorockeovon Anriochien, dessen psg- 759. gedacht, zugeschriebenwerden. 0) u. a.m.

Zum andern die Fabel von den Siebenschläffern,

wel-

x) l KW. koi.i.io ^ ci^vvio. k) 1 vir-

s) IäOI. 81 kt<IV 8 äitläe vil, -c icrip is kOUYti'tkU.Kilt- litt. tcripk. ccei. p. 109. d) 6 KK 60 KIV 8 -.'VS-8Ll<IV8 in 'l'l^Vk^l'VKLI. c) 8^k^. »u

nrl. !. Z27- ä ) Ü8. 4 VIO in (.X-

Y e) lärm in f) lil». 41. -

I>Ni8V8 in iiäuertsriis lä>. 5. c. :i. i) lib. i. p. 660. eäir. Ve-ckc!. 1590. k)-äu. ( 7 LI. 8 V^ 1 -b. 7. 1 ». ZZZ.läk>älV8 -k. tt. kl. 8ec. Z. c. 11. m- idiäem. n) ibiä. 8^L4.

snnst. i;,II. mu!ci, locis. 0) lM. litt.

script. «ccl. ss. H4-