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Kikcheri.Hifforie Neues Testamentes
Indem sie hiernechst einen Hunger und Durst nachder Gerechtigkeit GOl-.es empfunden, so siVngvn sie anim Glauben gefällig r zu werden / und eine Freudigkeil zu erlangen, b) In diesem Glauben allein suchten und funden sie das Heil. c) Wer den GlaubenHatte / Hatte daS ewige Leben, und bey wein sich diesesfand / der konte nicht der Versöhnung ermangeln. U)Der Glaube brachte die Gerechtigkeit; c-) in diesimund nicht in mensihlicher Krasst nndWcißh.it bestundihre Seeligkut. e) Sie konren nicht anders Christenseyn als durch den Glauben p)
Sodann erlangten sie die Freyheit / und wurdenGlieder der H- Gemeine»/ da sie zuvo> Gefangene undim Irrthume unstatig gewesin. Sie wurden nichtnur gerecht/ sondern auch heilig. b) Sie erlangtennicht nur die Erlösung vom Tode, und die Versöh-nung mit GOlt/ sondern auch die Kraffl GOrr zu ge-fallen, und die Gabe der inwohnenden Gerechtigkeit, >)daß sie in der christli chen Lebens- Zucht bleiben, undbesten , was sie erlanget harten , würdig wandelntonten, k)
V.
Wie stund es um die Wiedergeburt?
Sie hielten eS vor die erste Sruffe zur Secligkeit,wiedergebohrm zu werden- l) Von oben herab abergebohren zu werden, war den asten Menschen mit fei-nen Böemen und Begierden ausziehen und den neuenanziehen, in) Es ward dadurch das Böse von ihnen
was dje Natur
genommen, und dass uige gegebenvor dem Falle gehabt hatte. „)
Diese Geburt östnere ihnen die Pforten des Him-mels , o) und machte sie der göttlichen Natur lhcjsihafftig, durch deren Krastr und Beystand sie die Ge-bothe GOktcs halten konren. n) Sie setzte sie zu Er-ben GOttes, und in die Gemeinschaft^ der Kinder des-selben. i) ,tzes, ein Licht der göttlichen Lehren, c) Dieser schrieb
Demnach hielten sie diese geistliche Geburt gar hoch, die Worte des ewigen Lebens in die Hertzcn der Zuhö.und als etwas von den Lenr n dieser Wett gantz abge-.rer durch die Zuiige des Gerechten, die nicht mirDin-sondertes, .. . ""
Seele thue cö der Natur GOttcs nach, daß sie nein»
sich nichts leibliches, irrdisches oder vergängliches insich Habe, sondern vielmehr Erkännmiß GOtreS, denGlauben der Ewigkeit, die lautere Unschuld und gu-te Sitten, c)
Solche Wiedergeburt verkiiüpfftcn sie mitderTauf-fe, als dem Bade der Wiedergeburt, wie denn 6K.L-c^OlziV8 V8 u) von seinem Vater er-
jchlct: Er kam ZU der Wiedergeburt/ darinnen,wir durch Wäger und Geist von neuem geooh-rcn werden, durch wclcl-e wir eine Gchöpssungund Heittgung des chris.lirhen Nahmens, undeine HeründerunZ des irwifchen in das himmli-sche bekennen.
Vl.
Wic stlrnd es un; die Erleuchtung?
Bey solche schloß ihnen der Herr das Hcrtz auf,daß sie das Wort annahmen, x) Sie wurden vvueinex Weißheit unterrichtet, welche nicht tiefer Wels,sondern GOrrcö war, dadurch geriethen sie immer inmehrere Einsicht, zu grösser» Herrligkeiren und Ge«Heininissen. y) GOit silhst war ihre Sonne, der vondenen Dingen, so begriffen werden sollen, dem Ver-stände sechsten Kraffl gab. r)
In diesem Lichte konten die Seelen ihren wahrenFreund und liebsten Bräutigam sehen und verstehen:weil ihre Augen durch dasselbe Helle worden waren, a)Sie wüsten aber, daß die Erleuchtung nicht aus eige-nen Kräfften käme, sonder» von dem, der das Ver-borgene deutlich machet, Dahero Hoffeten sie von demallein Verstand, der den Anklopssmden aufchut, denSuchende» alles zeiget, und den Bethenden nichtsversaget, b)
Der Heil. Geist war ihr Führer in alle Wahrheit,der Ausleger seines Wortes und des geistlichen Gest«
.. , welches die Erneuerung des Sinnes, Ru
he der Gedancken, Liebe des HErrn, und himmlischenFrieden bey sich führe, r) Sie war im Christcüthu-me was hauptsächlich nothwendiges, dadurch die See-le wiederum in ihre Natur, ncmiich die reine und umtadcliche Creamr, versitzet werden muste. )
Aus diesem Grunde redeten sie von dem inwendigenMenschen, daß er verständig , hurtig, geschwind, geist-lich, subtil, und ewig sey, und dem höchsten Wesen, so-viel an ihm ist, nachahme. Der Adel einer solchen
te, sondern dein Worte GOkreö benetzet war. ü)
Wer also das Gesetze Gattes in sich geschrieben,und erleuchtete Augen des Verständnisses hatte, derkonte die Aergernisse des Vpsewichtö überwinden, e^)Sie mnsten aber dabey die Reinigkeit des Hertzensnicht verlassen Denn das Licht der Gerechtigkeit gabnur bch denen seinen Schein, die sich gegen GOtt rechtverhielten, t) Die Wissenschafft, so von MenschenHerrühret, wurde zwar durch Übung «nd Gebrauchvermchnt; diejenige aber, welche aus der Gnade GOt-kes herkam, ward durch Gerechtigkeit, Sanffminchund Ba'lMhcrtziakcir verbessert. Jene konten auch di«fassn, so noch ihren Lüsten untenvorffen waren , die-ser aber waren nur solche fähig, die von Lüsten befrcyet
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