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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. 5seulum. VI.Osp. Von dem rntterl, Zustande bet Kl'rchett.

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X!l.

Wie zeigte sich die Hoffnung zu GOtt?

Gleichwie die wiedergebohrnen Seelen den Himmli-schen Gedancken stets ergeben waren, und die ewigen.Güter wegen dcrGemciuschassr des Geistes mit GOtt,-und der Kindschafft Gölten , darzu sie.mit großer Ar-Seit kommen war n, betrachteten : n) also wartetensie bey.ihrem Kampffe in dicstn,-Leben auf die ewigeMüde, nicht als auf eine schuldige Belohnung , son-dern durch die Gnade des gütigsten GOttes, auf densie Hoffeten, o)

XIV.

Wie zeigte sich die Demuth und Gclassen-. . hert Men GOtt?

Diese kegten sie zum Grunde alles Guten, und ausserderselben war an keine Tugend zu gcdencken- r) Des-wegen that der liebreiche himmlische Vater der Seelenofft dieses zu gute, daß er ihr den völligen Genuß derGnade und Erguibknng entzog, nur damitsie nicht stoltzwerden, und.in Sicherheit gerathen möchte, a)

Je höhere Erkanntniß sie von GOtt erlangeken, je-

mehr Hiclten ste sich vor einfältige Idioten, und jemehr' ^^ -- - -

-des

.Zuknnfft ......

langte die.Hülffe GOttes. P-) Sie waren dermassenvon den, Verlangen nach dem Himmel überwältiget,.daß.sie stets suchten, was droben ist. Daran dachten,sie, daselbst lebten sie im Geiste, da giengcn sie mit ih-rer Andacht spatziercn, da wandelte ihr Hertz.in görc-.sicher Liebe und heiligem Verlangen, g)

Also erzehlet »IMONVrv1V8 r) von den Gottfte-

drig gesinnek / ob ihr Sinn gleich nicht auf niedrigeDinge gerichtet war, sondern schon ,'m Himmel, undihre Seele in der Höhe wohnete. a)

Damit auch niemand durch verstelletc Deiuuth Ehresuchen möchte, so ermahneken sie einander, sich vs.rgantzem Hertzen in avahrcr Demuth und Armuth desGeistes vor dem HErrn zu beugen. ) Ein'jeder

lia -n iu der Wüsten : wenn jemand unter ihnen Christ solle einer solchen Niederträchtigkeit nachjagen.ansieht von derzukünfttigenGecsigkeit und Herr-'.die nicht mff.Geberden des Leibesoder ^ebrochemr

ligkeir zu reden, so muß man sich verwundern,wie sie alle die Augen gen Himmel erheben, undmir weinen und Geuffzen ihr Verlangen und.Hoffnung nach .dem Ewigen zu. erkennengeben.

In solcher Hoffnung verachtete»sie den Tod derge-stalt, daß sie ihm entgegen eilcten, und Zeugen Christi.von der Auferstehung wieder den.Tod wurden. s)

XUl.

Wie zeigte sich ihre Freudigkeit gegen GOtt?

Wenn die Seele vom Reiche des Todes erlöset, unddes Muideö des Heil. Geistes kheilhaffrig worden war,und Wie Feinde, denen sie.zuvor gedienet, überwälti-get sahe: so hüpffete sie gleichsam über solchem Trostemit einer unaussprechlichen und herrlichen Freude, undrUhete also in dem HErrn. AlSdenn sang der Geistdem HErrn ein neues Lied auf der Harffeu, oder der.veruünfftigen Saiten der Seelen, und den zartesten'Gedancken von der göttlichen Gnade, und sandte seine.Lieber zu dem lebendigmacbendcn JEsu. c)

Weil sie das feste setzten, daß ihnen von GOtt nichts-schädliches und verderbliches zukommen könne, so wa-ren sie vergnügt, voller Freuden, mrd fthmeckctc» un-vergängliche Wollüste. u) Denn wer an den Crea-turcn Freude suchete, fand lauter Traurigkeit; weraber an GOtt hreng, fassete eine grosse Erquickungund Freude in sich. x) Aus solcher Freudigkeit kamer, daß sie den Nahmen GOttes überaß frey beken-Men. y )

n) lciein dom. 5. 0) 8A8II.IV8 dl. in kl- H4. p) I-il-I^IVSin 118. «,) Na6^KIV8 bom. 4. r)cj-ill.22.

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Stimme vorgestellet, sondern mit reiner Bewegung desHertzen ausgedruckt -werde» e.)

Dieses rühmet einer f) von einer gottseeligen Chri-stin , daß ncmlich die höchste Vollkommenheit HreSherrlichen Geistes sonderlich darum bestanden, daß siesich nicht sowohl fromm vor der Welk gestellet, alsvielmehr in der That gottseelig gewesen , zumahl jrtsolchen Wercken der Gottseeligkcit, welche demjenigennur bekannt waren, der in das Verborgene siehet.

Bey dieser Demuth wurden sie durch eine kindlicheFurcht befestiget und erhalten. Wer mit seiner An-dacht zum Stuhle GOttes aufstieg und daselbst imGeiste stets vor seinem Antlitz stunde, der muste ja insteter Scheu stehen; g) zwar nicht sowohl aus Furchtder Straffe, als auöBeysorge, er möchte künfftig sün-digen , b) und in dem Vertrauen, daß ihn GOtt nie-mahls verlassen würde» i)

XV.

Wie zeigte sich der Eifer GOtt Seelenzuzuführen?

Aus solchem Triebe geschahe es, daß sie bisweilenin lauter Trauren und Klagen über das menschlicheGeschlecht waren, und vor dasselbe Hertzlich zu GOrtbetheten» K) Also flcheken auch die-Gcm . ien zumHErrn vor die Ungläubigen und Feinde des CreutzeSChristi, vor alle Abgöttische und diejenigen, so Chri-stum in seinen Gliedern verfolgten- l)

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