IVi 8cculum. ^SP. Von dem i'nuerl. Zttsia.ck'. der Kircheu»
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bewiesen haben , wiewohl bey dem Verfall auch andereExempel vorkommen.
Als derKayser ivei/mv-; sichre Armee/ welche grossenTheils aus Christen bestund , zur Abgötterey treibenWolke , wiederstund selbige nicht etwa durch Aufruhrund Meutere»), sondern durch Gebeth und Thränen,welche sie v-rdas rechte Mitte! gegen die VerfolgungHielte, r)
Also fordere einer H die Heyden kühnlich heraus , obsie etwa das Christenthum darum verwcrffen tonten,weil es Kneg, Tumult und Aufruhr in der Welt erre-get hätte, und beweiset hingegen , daß vielmehr solcheE) mpel von den Heydcn vorhanden» Ja, der Käysirb) muß ihnen ftlbsi das Zeugniß geben , daß,wenn siegenrerckek, »vie sich einer gegen feinen Für-sienauflehnen wolte, sie selbigen augenblicklich zu harterStrasse gezogen hätten.
Zwar pflegten sie der Obrigkeit und den Richternihre Pflicht mir Bescheidenheit vorzuhalten, wie de»»nder Mönch^delchOlchl V5 an die Kapftr schrieb,sie möch-ten wegen ihrer weltlichen Gewulr nrcl-r ftolnwerden- und dedencken,daß sie von Christs , alsdein ewigen Röntge nnd Herrn würden gerichtetwerden s-c) auch^andere darüber eisern, daß die Rich-ter den Reichen schmeichelten, und das Recht nicht glei-che durch ertheileten: ü) doch gehorchcten sie den vor-gesetzten Gewaltigen, und betheten vor sie, gesetzt, daßsie auch keydnischer Weise gelebct hätten, e)
XXVI.
Wie zeigte sich der Christen Gerechtigkeit ?
Sie liebetcn zuvorbersibie Wahrheit, u»,d verlangtenniemand zu betrügen: daher sie auch-des leichtsinnigenSchwerenS nicht bedurssten, und andere mit Ja und'Nein befriedigen kontrir, rveil i'hre Worte midWrrckeaus der Wahrheit giengen. f)
Nechsi dem waren sie entfernet von aller Ge»vmn-sitcht,verlangten daher nichts fremdes, weilfie mit deinIhrigen vergnüget »varen.s- Sie sahen dir BemühungGeld zu samiulen vor Bande uiw Fessel des Satans an»en Glaubeuzu hindern; »vie sie denU deswegen derKauffmannschasst nicht sonderlich das Wort redeten,b) Die Zinsen,hielten sie vsr cimn Raub , i) und warfsndcrlich den Kircheii-DieuemWucherzu treiben durchrie Satzungen der Loncüivnim untersaget»
XXVIk.
Wie zeigele.sich öer Christen Friedfe rtigkeit?
Daß es an Streitigkeit:» in diesiin 8ecu!c, nicht ge-fehlet, iss ausdem obigere gnugsam bekrnmt: daß aberauch rechtschaffene Christen sich viel Mühegcgeven,-sol-
MVCÄW. I. IN IVIMde. s)
ÜIV8 2c!u. ^enc. ük. 2. k) cp. »per. c. I, c)
Hä8IV8 in vir. ä) cttK-r808 I'O.VIV8 kam. 2.
i» ttckr, I.>(71'ädeHV8 Ük. 5, c. 20. e) dli»N?idt2KdiV8«r«. sääikcür. L imp. 0?!ä1V8 E,KVH^?4V8 üb. Z.k)«1üe»XlV8 in >l2krk.czn. 4. z ) ?-IV8 Üb, 5.
c»8. l>) in ?f. 124. i)/»di8^08IV8 Sebono
mmiiz c. i s. L) Lni-ilium I2.L^SN.IV8 dl.kvm.
i'kl. 15.
chenzu begegnen,kan ebenfalls aus vielen bereits erzehhten Exenipeln abgenommen werden-
Wie eifrig sich L0^8 5^dl'l'IdlV8 XI. angelegenseyn lasten, den Frieden in der Kirchen zu befördern,wird niemand,der seine darob übernommene vielfältigeMühwalkrmgen in venrünfftigeBetrachtung ziehet, inAbrede seyn. I>
Als die Unruhe »oegendesBischöfflichen Sttrhls zuConsiautiuopel vorgieug, trat de^2I^XlXKd!V8 in derVersanpnlung auf,Uttd bat die Unruhigen umberHeis.Dl-eyeinigkeit »Villen, dein Friede nachzujagen; ja, »veilsich die Sache gar nicht geben wolte, so danckte er Frie-dens halber gar von seinen» BißtHume ab. m) An<RttkV808WXlO und andern kan »nan es aus ihrenLebenS-Befchreibunge» »viederholen.
XXVIII.
Wormnen Zeigte sich die Liebe gegen sichselbst?
Sonderlich in diesen drey Stücken;.
1. In der DerleuMung.
2. In der MäßiZkeit».
Z, In der Keuschheit.
XXlL
Wie zeigte sich die Verleugnung bey deirChristen?
Es gefthach durch GOttes Krafft, daß beyden Chri-sien eine so grosse Umkchrung des Hertzensvorgieug,da-durch sie, als von einer höchste» Süßigkeit und Liebe zuallem Guten überwogen, nichkmur diccrkannte Wahr-heit annahmen, sondern auch die Frcundschafft Christialler» Dingen dieser Welt vorzogerr. n)
Die rechtschaffene Verleugnung zeigte sich darumnicht; daß »nan sich dessen enthielt, was einem ohne deinnicht werden kvnte, sondern-daß »nan seinen Lüsten und'Begierden den Zaurn nicht schiessen ließ, ob »nan gleichVermögen und Mittel zu sündigen hätte. c>) Ein sol-cher Verleugnender Hakte alle Grcntzen des mlbesiändi-geu Eigenwillens überstiegen, er wohnete ausser dem Lei-be der Sünden mach dem Geiste, und wakcke alsoaiistchdein Leibe, »veil er noch im Leibe war. Er starb täglich,und lebte dadurch GOtt, oder vielmehr Christus lebte itvihm und nicht er selber, p) ^
Hierbei halff ihnen die Gnade, daß stevor allen gro-ben Lüsten cineN Äbsche» trugen, vor den alten Gewohn-heiten einen Cckel hakten, hingegen das Hertz stets zuGOtt erhuben, sich selbst verleugneten , »rnd allein de»rHErm fucheten. g) Sie »vendeten ihre Sinnen vor»allen Eitelkeiten »nid Thorheiten dieses vergänglichenWesens auf die herrliche Freyheit der Kinder Gottes, r)verleugnete»» alles rvas sie hatten , und kontrn es alsoleicht nach göttlichem Willen verlassen: ließ ihnen aberGOtt etwas zu, so suchten sie es in der Verleugnungrecht nach seinem Willen zu gebrauchen» §-
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