X. 8ecu!um. V. Op. Von dem ausserl. Zustande der Kirchen m Occidrnh.
flüßige Mildigkcit, deren er dieClcrisey geniessen ließ/welä-e ihn darüber mit ihren Lob-Sprüchen bis an denHimmel zu erheben nicht ermangelte. Doch so gienges zu diesen Zeiten. Indessen zeigte seine Sansstmuthl und Versöhnlichkeit ein gutes Gemüthe, und seine! Demuth und Gütigkeit machten ihn so beliebet, daßt er LLiou i^v^vl genennct worden. 8) Seme Klug.^ heit und Tapfferkeit ist aus der gantzen Historie zuerkennen.
12. OHO n, ^
SLI-IÜVL LIOL! sLLLccrioLVLi
' Käyser Anno 97z. bis 98;.
Sein Vater ließ ihn schon Anno 961. zu Aachenzum Deutschen Könige, und Anno 967. znRom zumKäyser crönen- K) Nach des Vaters Tode machteihm nenLkcv; von Bayern, mit weichern er Geschwi-ster-Kind war, die Erone streitig, und verband sichi zu dem Ende mit »ol.L8l.Lo in Böhmen, und »LULL-j vo ausDännemarck. Doch den letzter» zwang 07°W zu Wisinar den Lehn-Evd abzulegen ^ den erstern! schlug er bey Pilsen, und machte ihn zinßbar; und! sodcnn belagerte er seinen obigen Vetter zu Paßau,s welcher sich ergeben muste,und nach Utrecht inö Gefäng«
! niß gebracht ward: die Bayrischen Lande aber wurdenvi-roni, des KäyserS Bruders l.vovl.?ui Sohnej überlassen- i)
' Der Krieg init l.oL»LLio, Königen in Franckreich,j welcher von Anno 978. bis 980. wahrete, ward end-ü lich dergestalt beygeleget, daß der Kayser Ober-Loth.1 ringen behielt, Nieder-Lothringen aber des Königesi LoruLLil Bruder zum Lehen überreichere, k)
1 Indessen da der Kayser in Deutschland zu thun hak-. te, bauchte cö dem vornehmen Römer cincio eine be-! quemc Gelegenheit seyn, Italien der Käyserlichen 6e-vorion zu entziehen. Weil ihm nun der Pabst vsd-L-Dic^v; VI. im Wege war, ließ er ihn erdroßcltt, undvonikLcivki vn. ohne Vorwissen des KäyserS erwäh-l len. Dieser aber muste, wie sein Leben crzehlet, nach4 Constantinopel entweichen, allwo er die Griechen auf-l hetzete, daß sie Apuiien und Calabrie» wegnahmen,j Endlich kam der Käyser Anno 980. nach Italien,»war aber in seiner expeäirion gegen Apnlien und Ca.^^abrien so unglücklich , daß er kaum aus der Schlacht1 entkommen konte, und wenn er nicht die GriechischeSprache, so er seiner Griechischen Gemahlin zu Liebeerlernet, verstanden hätte, so würde er. das Schloßkollaao, allwo sich seine Gemahlin befand, vermittelst>rines Griechischen Schiffes nicht erreichet haben. I)
Hierauf gieng er nach Verona, und hielt daselbst esnen Reichs.Tag, worauf sein Sohn ovro m. zumNachfolger bestätiget ward, von da erhob er sich nach
x) I'.b. r. l> ) 816KLM1V8 aä ,n. 961.
k 968-L»"Nn. kk6ldlOkgI8. Lkr«nic. llilöcslieim. OUX1.8LK.7'V8 8ck»kknrburßef f. i) OIH1^KV8 lid. z. Lkrunv-8»xo -6 sn. 974. leqg. L) kl.OOO^KOV8. 6I.L-LM KUOVl.kNV8 !>b. c,p. z. ttLki^I^!8lV8 cOX-7k^c7'V8. 816K8LK^V8. l.^^8LK7'V8 Zct.aff.i-durß.st) liSem. ir. llLkIOD!gV8 i»Lliron^LdrsovAr. ttililedkeim.VHK1LKV8 Ub.z.
Roin, und starb, wie inau meldet, vor Bekam--inerniß. m)
Von seinem letztem Feld-Zuge gegen die Sarace-nen , kan er eben nicht der bleiche T-d der G rrace--nen heissm, aber wohl von dem erstern, welchen er»loch unter seinem Vater in Apnlien gethan. Er be-kam auch den Zunahmen xLnovinLkivs, der Bluc-Dürftige, weil er die Grossen zu Rom zu Gaste lud,bey der Gelegenheit gefangen nahm, und folgends dieüberführten Verräther ohn alle Gnade Hinrichten ließ.n-iz. OHO III.
L1ILLLII.IL LIVltOl
Käyser Anno 98z. bis 1002. alt. 29. JahrEr ward auch ?ve«, das Rind, zugeuahmet, weiler bey seiner Crönung nur io. Jahr alt war. Derabgedachte »Luuicvz aus Bäyern Hatte sich seiner Ge-fangenschaff't entlediget, kam mit einem Anhange li-stig nach Cölln, wo sich der junge Käyser aufhielt/und cirtführkc denftlbcn , unter dem Verwände, csk»ü>me ihm die Vormnndfchasst über ihn zu, und nichtder Mutter. Mein die Sächsischen Stände verban-dest sich mit Franckreich, und zwangen «LniuevLi, denjungen Herrn seiner Mutter zu rettnuircn. o^)
Erließ sich iiiLmäiix, darin» ihn LkLnuLLovs, nach»Mahls Bischofs zu Hildesheim, wie auch sLLSLLvvx,folgends unter dem Nahmen 5vi.vLi5iri n. RömischerPabst, anführetrn, und andern seinen Verrichtungen,sowohl an, daß man ihn das Wunder der Welt be-nenncte; l>) wiewohl vielleicht das meiste darzu bey-getragen, daß er sich so religieux und gnädig gegen dttPfaffen zu erweisen wüste, q)
Zu seiner Zeit »nagten die LTkormänner wiederumeinen Einfall in Frießland, wurden aber mit blutigenKöpffen zurück geschickt- Hingegen eroberten dwwenden Brandenburg, und man mnsie zur Sicher-heit wieder sie viel Festungen an der Elbe und Weranlegen. r>
Indem sich folgendes c«LxcLurivx in Rom zu'breitmachte, gieng der Käyser Anno 99?. dahin, und brach-te ihn zur railun, ließ sich auch von 6LL60L10 v. zumKäyser crönen. Kaum aber war der Käyser wiedervon Rom weg, so rebellirete der treulose cLLxcLnuvraufs neue, jagte «LrookivLi fort, und setzte einen an-dern Pabst, Nahmens lon.rxnLL». Doch das bekamihm übel, weil ihm der Käyser bey seiner ZurückknnftNasen und Ohren abschneiden, ferner ihn rücklingsauf einem Esel durch die Stadt führen, »md endlichnebst ander» seines Anhangs aufhencken ließ. r)Hierauf gieng er wieder nach Deutschland, that ei-ne Wallfahrt zu dem Grabe Lvxi.LLLii, »md stifftetedas Evk?-Bistthum zu Gncscn, erließ auch bey derGelegenheit dem Polnischen Fürsten LOl.L5l.Lo cirk0LMDddddddz den
m) ldiclem. n, 60INOl^IVV8 VIHKKll^8!8 incdrvii. 0) OHK1AKV8 I>d Z> ö-4. 8I6LLH'. cdran.ttlläerlieim. 6 kk6t-r<1V8 epilgol. 22. z2.z5.58.72.no.>) I^rLl.l8 LdlrXöXvkk 5-c. 9. L io. k. I. P-ß 828-q) Ibil). p,x. 826 827. r) Oll LtXkVL tib. 4, x) lijew»bt>jew.OXd1LL^V8 8cii,§usl>. /elü.