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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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X. Seculum. V. c»p. Von dem äusserl. Zustand der Kirche« überhaupt.

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Grentzen dergestalt, daß,. Könige, darunter sonderlichcc»k>'5^^ririv5 von Schottland, vKi.zr vsn Irlandund von Cumberland gewesen, aufdem Pla-

tze sollen geblieben seyn.

wird, ob er wohl ander That unschuldig, und damahlsnur nochen, Kind von rv. Jahre» gewesen, c)

Um diese Zeit wachten die Gerichte GOttes über denAberglauben und die Sünden der Engel-Sachsen auf.

Von seinen Nachfolgern LOK4VND0 und LVKI^Schon unter rovxuoi des Jüngern Regierung regVO hat man nichts weiter zn mercken, als daß sie seine ten sich dieselbe. Weil das Wort GOttes bey den ei.Bruder von dem Vater Lerr-eLvo gewesen, die Dänen teln Menschen-Satzungen der Mönche sehr theuer wovund Schotten gleichfalls im Zaume gehalten, und derjdcn, wölke GOtt das Land durchweine leibliche Huwerstere von tZnno 940. bis946. dcrandereabervon-^n-no 946. bis 9x5. regieret haben. 7)

LVVI8V8Der SchöneKönig Anno 95;. bis 9 ?--

Dieser älteste Sohn rvrckvnvi hat eben kein gutes Lobbey den meisten Scribenten , welche ihn der Hnrercy,

Blutschande, des Kirchen-Raubs und dergleichen be-schuldigen. Das meiste aber mag wohldaherksmmen,weil er kein Freund der Mönche war, und vvlnrzuvKverjagte. Daher ihn die Mönche bey den Leuten in^lorrkumbris und ^lercia fo shwartz machten, daß die-se von ihm abfetzten, und seinen Bruder LV6LKVN zuihrem Könige machten. Die West-Sachfen aber blie-ben noch an ihm, bis er bald hernach, vermuthlich vonGram, gestorben, r)

LV6äkV8Der FriedfertigeKönig Anno 959. bis 975-

Dieser bekam nach seines Bruders evvirn Tode dievölligen Länder von Engelland zu regieren, überwanddie Schottländer, und eroberte einen Theil von Ir-land, bezeigete sich sonst nvusnno und den Mönchensehr ergeben, wie er denn aufdem 8ynocis ^nno 969.nach vvnr'ränl Wohlgefallen alle beweibete Geistlichenverdammen ließ, und verdienet deswegen bey den Pa-Mischen Scribenten besondere Lobeserhebungen; ->)wiewohl er sonst nicht eben der beste gewesen,Massen erunter andern eine schöne Kloster-Jungfer zu sich drin-gen ließ, und selbige wieder ihren Willen mißbrauchte,da er doch mit einer feinen Gemahlin versehen war- b)

gers-Noth erinnern, die geistliche Speise des Wortesbegieriger zu suchen. Die Mönche lagen mit den ver«ehlichten Priestern gleichsam zu Felde, wie denn ver«schiedene öffentliche Tumulte darüber entstunden: dieseBegierde zu zanrken, zu streiten und Unruhe anzurich.ten, ward ihnen durch dieDänm inkurtzein zur Gnügeeingeträncket.

Den Anfang machten diese feindseligen Nachbarn^nno 98 2. und brachten es dahin, daß ihnen der Friedeabgckanfft, und eineSteucr, so man das Danegeldnennete, verwilligtt werden mnste.

Im Anfange des folgenden Scculi ließ»«christlicher Weise alle-ncn , so in seinen Landenwohncten , ohngeachtet sie gantz stille gelebet hatten,msllacriren. Diese Grausamkeit zog so viel Armeenaus Dännemarck,welche ihren Landes-Leuten zu Hülstekamen, daß Etheired endlich gar aus dem Lande wei«,chen, und seine Sicherheit ^nno roiz. bey seinemSchrvieger-Vatcr, dem Hertzogc von der Normandiesuchen mnste. Das folgende Jahr kam er zwar wie«der zurücke, hielt auch eine glückliche Schlacht gegendie Dänen, daß sie absegeln musten r allein sie kamenbald viel stärckcr wieder,und machten ihm fo angst,daßer sich endlich zu Tode grämete. ci)

VII.

Wie hat es sonst in diesem 8ecu!o zuge-standen ?

So kläglich und unselig als sonst fast nicmahlen.Der Zustand der Kirchen war so elend , daß L/ZKO-dUV8 e) selbst gestehet, es habe der Greuelder Ver-wüstung dazumahl mitten im Tempel GOrresgestanden. In vorigen Leculiz verstockte sich die Bos«

Weil sich Engelland unter seinem Regimenke ziemlich>h«t der Cleriscy noch etwa unter dem Sckiand-Dcckelrnhig befand, so ward ihm der Zunahme des Friedfer- der Heucheley: nunmehro aber hatte die Babylonische

tigen beygeleget

LH^LI,k.lLl)V8König Anno 979. bis 1016.

Sein Halb-Bruder LO V^KV V8 der Jüngere, vonder ersten Gemahlin , auch der Heilige undMartprerzubenahlnet, regierete drey Jahr vor ihm,ward aber ausschifften seiner Herrschsüchten Skieff-Mutter, welche gern ihren Sohn KIHLllZLOVlck aufdem Throne sehen wölke, umgebracht, worüber KIMÜ-KLOV8 selbst zuweilen ein Bruder-Mörder genennct

Hure alle Schaam vsn der Stirne gewifchct, daß dieärgerlichsten Laster gantz offenbar und ungesehener,son-derlich zu Rom , begangen wurden, wie aus den obi«gen Capiteln bereits überflüßig kan abgenommenwerden. 5)

Nach diesem Verderben in der Kirchen kan manleicht erachten, wie es im weltlichen Stande ausgese-hen- Die Regenten ncmlich wältzeten sich nicht wem'«aer als die Päbste und andere Pfaffen in HeßlichmWollüsten, wie an ihren Concubincn , und narürli«

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