Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

l'i-8

Kirchen - Historie Neues Testamentes

Lemkiloui-, ist eine mäßige Stadt au Vraband zwi-schen SLamur.und dLiuelle. Das Kloster daselbst ist Be-»'.edictiner-OrdenS/ undwon Sem Lothringischen Fürstengestifftet worden.c)

In diesem Klostcrward 8!6L8L8,'kV8, der ausserStadt gebürtig war, erzogen und unterwiesen. Sei-«e Gelehrsamkeit machte ihn bekannt/ zumahl,da erster-

einige dieselbe» theils dem Oulüelmo von Paris,theils demMönche ^r-cueo von vsls beylegen, i)l'Ll.^ 61 V 8

Bischoff zu Oui-äl, in Wunen um das Jahr noz».

Er ist darum zu mercken, weil er ein (chrvnicon vonSpanien unter dem Titul-' lükcr Lkromcoruin sb e».lorsiomunsi usguc scrarn n/s. heraus gegeben. ES

such cinc Zeitlang nach Metz begab, und äoc.rrre. Endest aus vielen andern Lkronuiis zusammen getragen,

lich gieng er wieder in sein Kloster, und legte sich aufsBücher-Schreibeu, dadurch er bey der Nachwelt ziem-lieb berühmt geworden, 6)

Man spüret an ihn, Gelehrsamkeit, Aufrichtigkeit«nd Erfahrung, und 'Illüdlirsll V8 giebt ihm das Lob,daß er von Jugend auf die Heit.Schriffc gar fleißig ge-lesen. 6 üstQdllV 5 .abcr und andere neuneu ihn einenPatron der 8cl>istrmücorum, weil er die Gewaltthätigkeitcn der Päbste gegen «en»icvtt iv. und den Ehestandder Clcrifty nu't gehörigen Farben abmahlet.

Seine Gct)l ifften sindHerattögeZedcne

1, Lbronicon sd sn»« z8l ^rzue »6»rwum 1112. §s ist bvl,

^Vjkelms OeiDbiscenü und andern canrinuiret worden.T-ieiLchrilil! teub-rri zu Aiitwerveu 1628- soll die richtig!sie seyn, wiewohl noch unterschiedene was dran auszusetzenfinden.

2. v- lcriproi-id»; sccl-ii,!licis Über, Welches jnder kiblin--rkrcs ecechuadc» letikLi anzutreffen.

A. -ktpitlvIr pro licct-üis lcociieog L lil2s»errc«nli, Welche gttgen den Pabst k^scliülsm gerichtet, und bey dem 6ols,llo,j.ider LvIleMose^l,« LrkKvrirns besindlich ist.

4 Vi:» 8ixeberki ?r«ncor!ln> x-ßli bey dem 8urio. e)

5 . Virr 8 - 6 niberri tlvnfeslorik.bloastterii^ewdlrcenüzl-un.t-ksr»!, bey eben demselben, f)

und mag sonderlich als eine Lonciüuscion an«

gesehen werden, k)

60 N» 0 kklLVV 8

vittvocurnleLis§ardinab?r-!ib^rer um das Jahr mo.

Den Zunahmen führet er von dem Kloster Venstüme,allwo er erstlich ein Mönch/Unb nachmahls Abt indemVenedictiner-Kloster der Heil. Dreyeinigkeit war»Sonst stammele er aus einem adclichen Geschlechternt^mou her.

Er verband sich den Pabst II. gantzun«

geniein,als er ihm ^nno,129z. eine Geld-Hülste nachItalien brachte, deren er damahls, weil er sich vor dert-^Äion 6vivr.«-ri verborge» halten muste, gar sehr b.e«nöthiget war. Der Pabst ernennete ihn also zurDankbarkeit zum LsrKnsn pcerbytero mit dem Ti«kul 8. prilcae.

Sein Eifer vor die Römische Kirche bewog ihnzwölffmahl über die Alpen zu reisen, wobey er dreymahlvon der Gegen-Parthey gefangen worden, l)

Aus seinen Schristte», welche in der 6>l>l,2kkeca ?s-tnnn m) befindlich, kau man zwar einige Nachrichtendieser Zeiten nehmen, sonst aber sind sie trucken und oh-ne Zierde. Solche sind

z. Lpitiolzrtim rci ponciürcs, l7sräin»lri, Lssikcopor, ^bbrrer.

H. Virs 8. V!r I». tz)

-nsel)ckn präcis vordorgenv

I. 8erlo >n lsuclem 8. l,uc«.

2. k-iLo H-ebrnrnm.

z. vViu» 8. S-md-rii,

Ve jeiunio IV. kemporum »>I I,eos>enleL,UNband<rt,dab0N

mau den c/lvx k) nachschlagen mag.

^^8»Ll.!ckV8

l.LVVVNKN 8 I 5

Dechant zu l,»on um das Jahr noz. bis 1117 .

Seine Gelehrsamkeit stund zu seiner Zeit in grossemRüste,wiewohl pernv; asärLLkvv;, der ihn unter an-dern zu Paris höre«, dasselbe mehr seinem Glücke alsGeschicke zuschreibet.

Seine ScHriffren sind

1. OlollUnierliriesr!; s: m»r^insH5, welche ermbcr die gantzeHeil. Schriffl Altes und Neues Testaments aus den Mr-ternzusanmien getragen,

2. Sr ^LlrkLlün, I.! 0 s»cr in vsr» !oes Lvü»-ßeliorum-/ Lonimsnk^ril in <rpitloI<>L ksoü, in spocrlfplm,

Sc iu Onric« L-Ulicoriinr , welche sonsten unte» dem NahsW.M /mskelmi turn Cankelberg heraus gekommen ; wiewohl

c) 8I2dt^k(Hop0Ar»pbiL Lire. Kucgunlt.x>.8!. OV/XlLIsH-vldH s-lcr>pttl,kcl 8 .p. 27 Z. s) ViU. §>X^V8 86NLN8I8k088?.VIS!V8, dHIi/tkVZ, Lkdl.sKsll^VZ -i- ti:riyr.ecc!is.e) bebe. k)->U > 1 . 2 z. slLi,. g),Iblst.ÄÜ ä. rz. dl«v.

ch) b-ü. iin. siri^r. ecei-s, P- §L8- 1eg<j°

t»I<»r!Lcbu; 8eculärer libri V.

2. Opulcu'i numrro XVIII.

Z. Zerinoner X V. in x,rim>irtl- snni teltiuilrkibus k»bitt.KVl>tik 1 'V 8^r v 111 L u 5 I 8

Abt imKloster Deutz ohoweit Cökn stirbt nzx.Anfänglich war ercin Mönchzu8.Lorentz in Ocrbro-uic bey Lüttich,rmd schrieb daselbst verschiedene Schriff-ren. Mach seines,Abtes ernWSLkiil Tode nahm sichcrvrro von Siegebcrg seiner gegen die neidischen «nd fal-schen Mönche-Brüber an, daß er seine tzschrifften ohn-gehindert fortsehenckonte. Endlich beruffce ihn der Ertz«BischoffLriodcrich zu Cölln wegen feiner Gelehrsam-keit zum Äbte. n)

Er ist unter die geschickttstemund frömmesten Leuteseiner Zeit zu zählen , wiewohl ihm die Papisten übelsprechen, daß er die LranLiubltamrakion nicht glau-ben wollen.

SeineSchrrffren,wclche-uachdencklich und mystisch,doch nach tckolastischcr Methode geschrieben, sind

, I. LklM«

,») Isem iblsem p. y 6 v. k) ViU. V/t 8 sLV 8 c. 4 . LitVL l. c.p. 56 :. l) 8 IK>!OdM V 8 -;n virr eiui.Ls^Msk'I'tt.i.i 6 ,il.Llkkill. 1 .Z.P.H 5 Z.LLI-I-/>KlVlIdlV 8 «ir I«min,r.«ccles.tik 4.m) 1-ow. XXI. n ) I.IOdlOkIIV8 -IV6V8'I'vl)Vdlk?s818äe luminsr. ecklet. Ui>. 4. csx. l 6 8IX1V8 8 KSILdt 8 I 8 .1iH.-1H5>1IV8..kO88LVIdlV8. LLSdttk^IdlVL «te 5cn.F«-r. eeclcl.

I

1