XII. Seculum. V. e-ip. Von dem äusserf. Zustand der Kirche« überhaupt.
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befahl sein Eingeweide zu Lkarronne in ?oicou , dasHertz zu Kauen, und den übrigen Cörperzu konlevmutzu den Füssen seines Vaters beyzusetzen. Das erstegeschach deswegen, weil diese, als stets rebellische Un-terthanen, das schlechteste von seinem Leibe haben sol-len. Die andern waren ihm stets treu gewesen , undkriegten daher das beste; und mit dem dritten wolte erseinenUngehorsam gegen denVarer bereuen und büssen.cyIn den übrigen christlichen Reichen.
In Schweden ist bkl^V8 IX. mit dem Zunahmender Heilige der merckwürdigste , welcher von Annon;c>. bis n6v. regiercte. Er war ein christlicher Herr,und schaffte alle Gesetze ab, darinnen was Heydnischeöanzutreffen war, hcrgegen gab er neue Verordnungen, ^und ließ stein ei»Buch zusammen tragen, welryeö 8. offenbar lst.Lricbs Lag benennet worden. Sonst stellet? er auch al-le llnbilligkciten ab , damit das gemeine Volck bishervon den Grossen gedrücket worden, e) Wie er die Fin-nen zur Erkännrniß des Christenthums angewiesen, istim erst n Capitel nachzusehen.
In Danncnmrck ist um diese Zeit kein Trost vor diechristliche Religion anzutreffen; sondern Krieg,Raub,
Blut und Mord, also, daß es unter den Heyden kaumarger hätte zugehen können. Einsten schmicsscn stch ih-rer drey um die Crone. Kante man seinen Gegenparknicht anders loswerden, so geschahe es durch Meuchel
gen sein näcyster Bruder L0bL8b^V5 LKI8kV8 zum
Regenten erwählet, b)
Und auf solche Weise findet man auch inBähmen,Ungern und andern christlichen Ländern nichts alsKriegen und Morden, von Verbcsserungdes Christen-thums und andern erbaulichen Dingen aber wardnichts gehöret und gesehen: daher ich mich dabey auf-zuhalten vorüberflüßig schätze.
Vil.
Wie hat es sonst in diesen Zeiten zuge-standen ?
Der Zustand war überall sowohl im Oriente als Oc-erdente zu beklagen, wie leichtlich aus der gantzeu Hi-storie offeichar ist. Die abergläubische Finsternißwar aller Orten der GrunddesVerderbens. Denndabey solcher keine rechtschaffene Gottesfurcht in den Her-tzen der Menschen statt fand , so tonten allenthalbenmchtö anders als Heydnische Laster ausbrechen , welcheman sodenn mit dem Aberglauben wieder zudeckte.
Das Blut-Vergüssen , damit alle Länder erfülletwaren, fuhrete feinen Ursprung zwar vielfältig aus derHerrschsucht und Nachgier Her, nicht weniger deffelbenaber ward durch den Aberglauben angerichtet. DieVölcker, so man nicht durch Überzeugung der Lehreund des Lebens zu seinen abergläubischen CeremonienMord, also, daß die nächsten Freunde einander nicht konte, fiel man mikdemSchwerdtean, bis sie
schoneten , und die unschuldigsten Kinder erbärmlich ^wringen bekannten, was sie doch nicht glaubeten-Diehmacrichtet wurden. 0 sogenannten Heiligen, billige aber unheilige Kriegewa-
Hier ist gnug von dieses Landes elenden Zustande so>^?/ bekannt gnug ist, Früchte des AberglaubensViel angezeiget zu haben. Mau wölke und kolke „n-s, d?m „m
In pellen wurde deu Regenten nach KOlR8b^Ides Rubncn oder Grausamen Tode nicht mehr der
Königliche, sondern nur der Hertzogliche Titul zugestanden. bOI.k8b/eV8 XK2IV0V8H, oder mit demkrummen Maule, war ein sehr kriegerischer Herr, ver-wüstete Böhmen und Mähren, hausete in Pommernnicht zum besten, schlug auch den Käyser »Eicvi^ v.Anno 1109. bey Hundsfeld eine Meile von Breßlau,vermäblete sich aber endlich mit dessen Schwester Adel-heid. Folgende trieb er die eingefallenen Preussen zu-rücke, gierig joden» nach Dannemarck, wo er aber die,angebothene Crone nicht annehmen wolte, sondern An-no 1124. mit reicherBeuthe seinen Rückweg liahm,undsich letztlich mit deu Russen viel herum schmeißen mu-ste. a) Nach seinem Tode ward das Reich unterseine
4. Söhne getheilet, doch, daß der älteste Vb/zvl8b^V8die Oberherrschafft führen folte. Weil er aber damitnicht zufrieden seyn , sondern alle Lande allein besitzenwolte, so kam es zum Kriege mir den Brudern,und end-lich ward Vb?eI)I8I.^V8 gar aus Polen gejaget,herge.
g) kill. ä'^ntzlererre l om. I. 4S9. reli-
«jui Lcrixkarr; ^nßli» Li Nr^nci-, 0) IO. b1S6dIV8 inkiN.Ontkor. Sc 8ueon. k 4 L 88 kd>'!V 8 in 8cLnöi, illukrsr» I'om.2. I.occkdtiv'8 biü. 8uct. lib. z. psß. 75. k, viä. 8S-XO 6 käb 1 b 1 KHcV 8 . b«-VN8lV8, VVOKb 1 IV 8 , k 0 k 4 -1'^dtV8 , ->lii. 8) vbV 0088 V 8 lib. 4. ckObH 8 KV 81 >b.
5. » dlicttOVl^ lib. z. ckSb.'2IV8 in o-ni-.VVK^VIVL lid. n. cVküLVS. «EXIV8 ä, Sitcül»-
rrbu«.
Man wolte und folte nach dem Befehl des PabsiS undseiner Clerisey seine Süuden damit büssenguidhäussetesich doch auf die allerblindeste Weife den Zorn auf denTag des Zorns durch die dabey vorgehenden unver-schämtesten Mißhandlungen gegen die klaren GebotheGOktes. Doch, das wardas allgerechte Gerichte Got-tes, daß er Bosheit mit Bosheit bcsiraffte-
Inzwischen zeigte GOtt gar deutlich nicht nur seinMißfallen an dem verdorbenen Wesen , sondern auchseine barmherzige Begierde zum Heil der Menschen.Diß letztere ist sonderlich daraus offenbar, daß er vielWahrheits-Zeugen erweckete, welche die Finsternißbestrafften, und manche arme verblendete Seele zufreyerm Glantze des Lichtes führeten. Das erstere aberist aus den vielen und schweren Plagen abzunehmen.
Im Oriente ereignete sich bald nach der ersten Creutz«Fahrt eine schwere Pest, welche zu Jerusalem täglichüber zoo. Personell hinraffte. I) Um das Jahr 112;.starb der dritte Theil der Menschen in Deutschland, lc)Anno uz;. ward übermahl in der gantzen Welt vonhäuffigcm Sterben gehöret. I) Um das Jahr 1171.wird einer Pest unter Menschen und Vieh gedacht- m)
Hungers-LAorh spüret? man Anno 1112. in Sy-rien, n) Anno i n9. in Polen und den angräntzendenLändern, o) Anno 112z. m Franckrejch und Italien und
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b) SI.V 6088 V 8 lib. 5. 6V^6dIH8-V8 in ckron ?o>. älii.i) Lencurirk. cem. l2.c. I Z. p. 860. k) Iki-i. p. 866.l) lbiö.p. 876. m) cliron 8-xo. n, 6 VIl.ILbb 1 .HKIV 8i'i». II. c. 12. 0) LKONLKV 3 lib.5.
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