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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XHI.SecnIum. I. d«p. Von den Lehrern in Occidenk.

1 - 4 ;

im Feld. Zuge an die Persianischen Grentzen begleitete, m)

Seine Schriffren, welche sonst aufrichtig gnug geschrieben, aber nach damahliger Gewohnheit einenschwülstigen und duuckeln Sc^lum in sich fassen , sindfolgende:

1. I4ik»n» reruin donkünrinopnlit-nri-um lud ?.1icl,»ele L^näronico kLlL-olotzir libri XIII. Welche Unter dtll 8cri-ptoribus tz^rsnnnir anzutreffen»

2. r-irspkr-ki in Oper» 8. Vivnyüi äreopLßk-e, welche verrschiedentlich, und sonderlich zu Paris Anno 1644. in K>-u<r heraus gekommen.

z. I^ibellus <le proc-d6»ne §j,irikur 8. bey dem I-LObIL L!.-IH'IQ 0) befindlich.

4. xpirume I.nZicer ^rittoteür, wovon unter andern eineI^irwn zu Oxford Anno 1666. in OLlsuo Griechisch undLateinisch zum Vorschein gekommen.

5. Die Micron scheu Schafften mögen bey dem IKOdlL ^l.I./r'1'lO ») nachgesehen werden.

6L0^6IV8

croiriv;

Patriarch zu Constantinopel Anns 1284. bis 1289.Nachdem er Patriarch geworden, pflegte man ihnzu nennen. Seiner Geburt nach warer ein Lateiner, und in Cypern zur Welt gekommen,weswegen er sich auch bis in das zwanzigste Jahr nachden Gebräuchen der Römischen Kirche verhielt. Alser sich nach Constantinopel begab, und daselbst ein

bald zur Cardinals-Würde und endlich im Z7-Jahrseines Alters zum Pabst erhoben ward.

Man findet an ihm einen unmäßigen Hochmuth,und eine recht Hildebrandinische Herrsch.Sucht, wienicht weniger einen unersättlichen Geitz, welcher ver-ursachte, daß er sich durchs Geld zu den ärgsten B».benstücken und Simonien verleiten ließ. y) Dieseund andere Hieraus fliesseude schlimme Qualitäten ge-ben Anlaß, daß ihn einige lieber NOOLNUVöck alsnennen wollen.

Er Hielt es mit iv. gegen dessen Gegen-Käy«ser ?»il.l??vrck aus Schwaben, und gab niemanden daskallium, wenn er sich nicht vorher eydlich zu der Par-they or-rouis verbunden hatte, r) Die Freundschaffkaber mit diesem währete nur so lauge, als vn-o nichtsvon seinen Rechtet, an Italien gedachte. So bald eraber ansteng von der rcUicunon der Mathildischen undanderer Italiänischen Länder zu schwatzen, so brachder Pabst ungesäumt mit dem Banne gegen ihn los,und verhetzte die Rcichs-Städke, wie auch den jungesrkiorkicvkl gegen ihn, welcher Hernach zum Käyser-thumegelangete. 5)

Am gröbsten gieng er mit dem Könige ivnErvoitEngellayd um, weil dieser seine Königliche Rechte beyder Wahl der Bischösse exeiciren wölke, indem er nichtnur ihn, und alle, so es mit ihm hielten, in Bann

Sitten und Lehr. Sätzen.

Er hatte folgende! das Glücke, nach des Patriar-chen i 8r.?«i Tode an dessen Stelle zu gelangen, da ersich denn als einen nicht geringen Wicdersacher des ent-wichencn orcel bezeigcte. Allein er lud sich dadurchnicht wenig Feindschafft von der Parthey auf

den Hals , welche ihn endlich nöthigte den Patriar-chen-Stuhl gleichwie LK8KES zu verlassen.

Man rühmet ihn sonst seiner Gelehrsamkeit und Be-redsamkeit wegen, und hat von seinen Schriffrennoch die 8crn>one; conir-, blalpfismia; kecei in bfl8c<>bey der Käyserlicken Bibliotheck zu Wien, wie auchunterschiedene kncomia der Heiligen bey der Königli-chen Bibliotheck in Franckreich. p)

IV ...

iinp 9chpep lind,' in dop ^ecidenkasj-es nachmahlen in seinen Nutzen.4r)tlv vor Lkyler sino m ock ^clioenkull Alle Streitigkeiten der grossen Herren wurden nach

si-twtt 'Kivanoii rn t^ioi rkvn < Rom gezogen , als wovon der Pabst der eintzige

Schieds'Mann seyn wolte, und bey der Gelegenheit

reich eun-wi-i ^vsvs-ri schenckete, auch die Grossen da-selbst ermahnere, sich gegen Engelland zum Diensteonirwki mit dem Creutze zeichnen zu lassen, wodurchionLlE5 endlich dermassen in die Enge getrieben ward,daß er den, Päbstlichen Legaten r>rrovi.?»o alle seineLänder reiignirete, sie aber auf die Bedingung wiederbekam, wenn er dem Pabste einen jährlichen Tributvon tausend Pfund Sterlings abtragen würde. Wo-bey i>^i-ovi.?ttv8, als ihm die Gelder zur Versicherunggeliefert wurden, dieselben mit Füssen trat, dadurchanzudeuten, daß der König dem Pabste völlig unter«worffen wäre. c) Mehrere Exempel seiner Tyranneywerden hin und wieder vorkommen.

Seinen Schatz zu vermehren erdachte er viel listigeund böse Griffe. Er forderte Geld zu den Creutz-«

scheu Kirchen zu mercken ?

l. Zu Rom

L1V8 !!I.

Pabst Anno 1198. den 8.Ja»uarii bis 1216. den 16.IM.

Sein Vater war der Grafuz-i^vnov; von 8ignis,seine Geburts - Stadt aber ^nagnis in L-mpagna >iikumg. Zuvor hieß er lOULrin^ i.O-r»^kiv8, und er-langte durch seine zu Rom, Bononien und Paris ge-sammlete Gelehrsamkeit in kurtzem ein grosses Anse-hen, also, daß er aus einem L-monico zu ^nagnia gar

flohen die grösseren Suinmen in die Pabstliche Cam«iner, um sich günstige Urtheile zu wege zu bringen.Von den Verkaussungen der Kirchen-Aemter, desAblasses, der vissenii,rionen rc. nichts zu gedencken. u)Indem er nun einstens in Zahlung seiner Gelder be--schäfftiget war, sprach er zu einem gewisse« dabey sie«Ssss SSS 2 Hendm

in) !I/iXLXIV8 L/rrnr. re,. scripcoribus ?. I. c,p. Z4Ipf- kik. lib.4. c,p. 15.16- I.LQ 01 . 1 .^-

P 1 V 8 öirrritz. äe LliOic 6 I 18 . -1 6>-,ec. vrkkoci. Oom. 1.

Z90. v) in cii^rrib- 4 « 6LOl^OH8» x) tiik.

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« 1.^810 c-p.46. 0^OI.OV8 I.VMc!N8I8I8 lib-7. c.iA.^1/iHII. ?^KI8. sci I2io. Ck^k4 I 2IV8 8r»ar>. lib. 7.c-p.Z2. r) k4äimäLV8 käkI8. u) VK8?Li;LLd>l8IS

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