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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XIII. 5 eculum. I. c,p. Von -ei, Lehrern kn Occidenk.

Solchergestalt donnerte der zornige 6 KL 60 KIV 8nochmahlen auf den abwesenden Käyser loß, absolvi'rrte dessen Armee in Palästina von ihren Pflichten, loggräuliche Dinge von ihm, als, daß cr sich solte auf denPatriarchen-Stuhl zu Jerusalem gefetzet und gepredi-gct, auch auf verschiedene Art bezeiget Haben, daß ermehr von den Saracenischen als christlichen Lehr-Sä-tzen hielte, und dergleichen mehr» g)

Zu gleicher Zeit wiegelte der boßhaffte 68.L6O-^

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Armee. ..,., .

bey auö, der Kätsser wäre gestorben, damit er selbigeLande, als worauf es mit der gantzen Sache angese.Hen war, desto seichter behaupten möchte, b)

Weil auch der Käyser in Palästina ziemlich glück-lieh war, so handelte der Pabst so Gottes-und ehrver-gessen, daß er nicht nur die Tempel-Herren gegen ihnerweckte, sondern auch dein Sultan Anschläge gab,denselben am Jordan zu überfallen; wiewohl bey demMuhaiumedaner mehr Redligkcit als bey dem Pabsteanzutreffen war, also, daß er dem Käyser die Briefezuschickte, und bannt die Päbstliche Schelmerey ent-deckte, i)

Ob nun wohl kKivrmcvs Ursache gnng gehabt hätte,sich an dem treulosen Pabst auf daö äusserste zu rächen,so suchte er doch, nachdem er bey seiner ZurückkunfftItalien wieder in Ruhe-Stand versetzet, selbst dieVersöhnung mit ihm, und zahlere noch dazu demsel-ben zu Ersetzung des erlittenen Schadens 120000.Untzen Goldes, k) Durch welche Gelmdigkeit undlubmisüon aber der antichristische Pabst-Geist noth-wendig immer schwülstiger werden muste.

Dicsemnach ist es nicht z» bewundern, daß sich6 KL 60 K.IV 8 nach etlichen Jahren nicht schenkte, denKäyser aufs neue zu verbannen, auch alles was erkoute,und so gar den Käyserlicheu Priutzenev^ gegen ihn zu verhetzen. Nun muste der Pabstzwar gar bald vor der nachJtalien kommenden Machtdes KäyserS die Scegcl streichen: allein, da dieser nurwieder den Rücken gewandt hatte, so stieß die Päbst-liche Treulosigkeit alle Tractaten über den Haussen,und bestätigte den Bann gegen r»,iOLiucvki mit neuenfolennitäten, beruffte auch, diesen zu stürtzen,Anno1240. ein Loiicilinm im Lateran, und inuitncte darzu«lle geist-und weltliche Stande von allen Orten.

Doch der Käyser roch den Braten, und verbothnicht nur allen seinen Ständen zu erscheinen, sondernbesetzte auch die Alpen, daß niemand hindurch kom-men kunte, I) und fein Sohn «kMivx schlug die Ge-nuesische Flotte, darauf Hie Frantzösischen und ande-re Geistliche durchzukommen gedachten, wovon unter-

schiedene ersoffen, viele aber nach Neapolis mö Ge«fängniß gebracht wurden, m)

Weiinun endlich der Pabst selbst zu Rsm belagertward, so gtrieth er in solche Angst, daß er das CrerrHwieder den Käyser predigte, auch die Häupter der A-postel Pekri und Pauli in einer kroceslion nach demLateran bringen ließ. Allein weder diese, noch anderePotentzien wölken ihm zu Hülffe kommen, und dieDeutschen Bifchöffe abfolvireten den Käyser gar vondem Banne, worüber sich die rachgierige Seele

.kur»

dkouscbus ?sävsnu; sä sn« 1227. ^I.K8U^V8 8HO8dk'818 sä LN. 1228- 8) dt/ri"NlMV8 ?E 8 . sä LN. 1229b) läem ibiäcw» VU8?8p.i'Lt<818. 1 ) 8 UIOLUILV 8 II.

»puä kLIUVXI V8 VIK-LI8 tib. 7. csp. 27- «c) kill IXIttkkVS t>-1U18. s«i so. 72 , 0 . VK8k8U6L!98I8. lllkL-ll1LV8 »ä so. 7 2 ZV. 60VLI-UIVV8. lckuva. Lvxuk. -litt.t) kLKIS-

Im übrigen bestätigte er die lübro» vecretslmm»welche der Spanische Dominicaner-Mönchvv5 von Barcelona zusammen getragen hakte^ richte-te zu 'foulouleckn Arragonicn,Franckreich,Italien,Bur-gundien rc- die Inguikicion auf, und zählete5(2V^, und LRromvLl von kaäua unter die

Heiligen, o)

Seine Gehrifsten sindI. kpiNolse XXXIII. i» den I'vmi» t'oncilloi'u.'».

2- kssAments Vcci-er-srum LXt?I. eben daftlbst.z. kpiltolse X1.HI. bey dem ^VVIdlLO. l>)

4. kpiliolse xcvn. g )

5. v-crer-Iez epiNoise, welche verschiedentlich, und unterandern 1601. zu Paris in kolio heraus gekommen.

6. tonklluri» pro LeneäiÄinis, Paris. 1679.

7. LpiKolse pro Lsnomtsrions L.LIilsbettrse bey dem I-llkt-necio. r)

Die Wcrcke diests PabsteS, bis auf den letzten Briefssind auch zusammen mit I^LOKl Anmer»

ckungen zu Aukwerven I;72. aufgeleget worden.(IOLI.e8HdIV8 IV.

Pastbst Anno 1241. den 27. Augusti sitzt nur 7g. Tage.Er stamurke aus dem Maylaudifchen Hause Lall»,ßlione, hieß zuvor 6OV0IHDV8, und war Cardi-»al-Bischoff Nttt dem Titul 8. 8sbinae. Nach siliK'MTode blieb ber Pabst-Stuhl bis 27. Monate erlediget,well der Käyser verschiedene Cardinäle gefangen hi.lt,,und man nicht eher wählen wolle, bis sie wiederum dieFreyheit erlanget hakten. ;>

indloclldmvs iv.

Pabst Anno 124z. den 24. Juni: bis 1254. den 7. Decembers»Sein voriger Nahme hieß 8MILHIQV8, und ftiuGeschlechte schrieb sich Grafen vcm k^svagirs aus demHause kiescki zu Gerura. Sonst war er bisher Car»dinak-Oiaconu; mit dem Titttl 8. Isurenrii gewesen.

Sobald er feinen Nahmen verändert hatte, ver-wandelte er auch fcmcnSi'nn, wie schon bey unter-schiedenen Päbsten beobachtet worden. Denn zuvorwar er ein trefflicher Freund des Kaysers rirmeLim»oder wenigstens Hakte er sich so angestellet: numnehrsaber, da er auf dem Pabst-Stuhle faß, verfolgte erdenselben noch mehr als seine Vorfahren, welches derKäyser, als ein scharffsichkigcr Herr, bey empfangenerSsss sss z Nach-

,») lllLkkl. 81 -LV. sä,n. 7247. icl/cit'Itt. kLKI8.,äsn.eunä. n) liäem ibin'em är sük. o) 8(7II8O8s.IV8 Stt.6 . kkronlcvki ktselinl. kb/tlldlg. p) dlinor. IN.7.

g) In klexeüo konlit. psg. g. Lummenr. Iib.L. p-88<k

,) kl.L'l IdilL. kEL.