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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XIII. 8eculam. I. ^»p. Von den Lehrern l'tt Occidenk-

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Deutschen Frösche oder Fische, er selbst aber einStorch oder Hecht seyn/damit er sie alte verschlu-cken könne, i) Worüber ihm ein Deutscher VbeololoZur, Nahmens mcc>i.LV5 VL murren von Erfurt/ dietröstliche Grab-Schrisft stellet? r

lgic iscct ante Lkorum üibmerlor 1'eutonicorumkaiior k^arrinu5, extes gui rocus oviriuz,

Lc lupus inkrorlur,cui nulla rcäemtio prortur,

8eä llt aü infcrns cletrulus ab arce lliperng.

Zu seiner Zeih nemlich ^nno 1282. am Heil.Abendvor Ostern / ward die Sicilianische Vesper gespielet,bey welcher die Sicilianer alle Frautzoscn unverwarne-ter Sachen anfielen und m-llscrireten , und sich denSpaniern ergaben, zu welchem gräulichen Blut- Ver-giessen der vorige Pabsi die Gelegenheit gemacht hatte.le)Seine Briefe kan man in den lomis Lonciliorum,und beydem ^VOI^LO finden, l)ttOdlOklIVL !V.

Pabst Anno 1285. den 2. April bis 1287.' den z. April.Er war ein gebohrnec Römer aus der edlen Familieder rävei.l.okvr.1, hieß zuvor I/iLOLV8, und hatte dasLarciinsl-Oizconai der Heil. Marias in Lokmeä'm. Das?c»ti3gra und (.birages, welches ihn im höchsten Gradeplagte, also daß er sich bey der Messe besonderer Jnstru-menten zu den Bewegungen bedienen muste, machteihm so grosse Schmertzen, daß er nicht viel an andereDinge gedcncken konte. mDoch conlirmirete er denBann wieder von Aragonien / und excenelire--

te ihn auf dessen Söhne äl.x»on5VKl und iLcoevra,ließauch das Crcutz gegen sie predigen, n)

Seine übrigen Verrichtungen gehen auf die Erwei-terung dcsAbcrglaubens,daernichtnurdieAugustiner-Lremiten bestätigte, sondern auch den Earmeliten dieKleidung veränderte. 0) Den Eifer gegen die Ke>

wählen , g) wie er denn auch bey diesen Brudern rechtvor einen Abgott gehalten worden, r)cOLl/L8HNV8 V.

Pabst Anno 1294. den z.Jüln,bancket nb um'das Ende dksZahreS, stirbt 1296.

Die Cardinale begaben sich dißmahl nachberugia,diePabst-Wahl ihrer Meynung nach zu befördern : alleines liessen wiederum mehr als zwey Jahr dahin, ehe siezum Schlüsse kommen konken, bis sie endlich auf die-sen Mann wegen des RusfeS seiner Heiligkeit verfielen.

Er hieß sonst l>LVKV8 von KlOKKOd4K, weil er ei-ne Zeitlang seinen Aufenthalt auf dem Berge Klorrongehabt. Seiner Geburt nach war er von liernia ine^brurro, und gieng schon im i;. Jahr seines Alters ineine Einöde, Folgendö kam er nach Rom, und war»ein Venedictiner,gieng aber Anno 12)9. aufobgedach-ten Berg Xtorron, und wohnete in einer Hole. Anno1244. siiffketc er seinm Orden, davon unten ein mehrersvorkommen wird.

Die Einfalt dieses Mannes hatte sich wohl nimmeretwas von dem Pabsi. Stuhle träumen lassen : dahererschrack er nicht wenig, als man ihm diese Hohe Würdeantrug, und harte willens Reißaus zu nehmen, bis erauf vieles Zureden sich nach dem Willen der Cardinälebequemere; wiewohl es schien, alövb die stoktzenkaue;,welche sich so viel Zeit über keine Person vertragen kön-nen, nur gleichsam aus velperacion und zum Spottauf diß zum Pabstthume gantz untüchtige,Werckzeurgefallen waren. ;)

Bey feiner Crönuug zu ^quila, dahin er auf einemEsel geritten kam, waren über 220000. Menschen zuge-gen, welche ohne Zweifel aus Neugierigkeit sehen wol-ken/wie dcr Pabstliche Schmuck einem so inciuilillretenEinsiedler anstehen würde, r)

Von seinen Pabst-Verrichtungen weiß man nichtviel zu sagen, als, daß er gleich anfangs i-. Cardinäle

bclondere Lonkiiurion, daß ^ darunter 2. Einsiedler gemacht, ferner verordnet,^"der und Enckel von ocn Aemtern und x,gß die Cardinäle nach dem Erempel Christi nicht auf

b Pferden oder Maul-Eseln / sondern nur auf gememe«Eseln reiten sollen, und sonst einem reden auf sein Bit

Antichristische Unbikigkcit gnugsam zu demerckenNicol.^V8 IV.

PabstAimo i288-den2 2.Februarii bisi292.den 14.April.

Nachdem der Pabst-Stuhl wiederum lange, wieman bisher meist bey allen Päbstenanmercken kan,nem-lich fast ein gantzes Jahr, durch die Uneinigkeit der

ten so willfährig gewesen, daß er einerley Sache unter-schiedenen zugesaget, u-

Indem sich nun der einfältige (DklR8HblV8 soleicht zu allein bewegen ließ, so machte sich der arglistigeCardinal Lxdixolc'rv« die Schwachheit dieses

Cardinäle erledigt gestanden, so kam man endlich auf Mannes zu Nutze, und schwatzte ihm nicht nur vielesdiesen Franciscaner-Mönch und ?re^ccnrm c^rcims von der Last desPabstlichen Amtes vor, sondern besteh

lem aci 8. 83bin3m, Nahmens weh

cher die Cardinäle aus dem Mönchs-Stande auf sei-nem Tod-Bette eydlich soll verpflichtet haben, keinenandern Pabst als aus dem Orden der Minoriten zu er-

i) 8I?ktIOV8 ?Kic8KVI'k.K in irpirome Lkrnnicor. üb. 2.sä ,n. 1278- sp-?18VOKlVd1. ir. Lkronicvn /^u^ür-ile sp.rekenkkvbi -ä -n. 1284. lc, ki-0i.e>iäxv8818 in /innsUbu« ,ä ,n. 1282. ?^VI.V8 ^Ldttl.lV8. M>.i) kik. >irr. lcript.eccl. p. 650. m) 8/c-

LM.HV8 »nne,ä. 9. iib. 7. „) 8^^LV8. 8VLI.-

kslciculu, temp. 0) K^I./ii;V8. VOI.cHL88^dIV8Üb. 2l. x) VV kldl kibliocdec. Nvuv. I'om. lo.

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lete auch einige, die ihm des Nachts durch ein Rohrdie Worte zuruffen musten r LOLl^8H»i;,gwbdaspabsiebnm auf, wo du wilst ftelig werden; dennes ist dir zu schwer, x) Worzu sich der leichtgläubi-ge Pabst auch gegen alles Wiederstreben des Siciliani«fchen Königes L/ZS.OI.I II. und des gesamten VolckeSretoluirete, nachdem er ein Decret gesteller / daß es ei-nem

4 ) ^uÄor MSANI Lbronici Lelxici sp. ?181'Ok<IVbä inre«scriprorer rer. Oerm. 8 »xon. >ib. 8 - csp. Z 5 -

e) VV^1.8IdS6tt^^V8 in LVVA 8 VO I. P Z2. 8 VLI..I.L. r) k1-Ot.kELVS I.VCkic!8l8 in diLt.cccl.

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