XIII. 8ec»lum. I. Von der Lehre.
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so entweder der siebende Franciscaner-General, öderemanderer Mönch aus diesem Orden gewesen/ geschmiedethaben soll. r) So viel ist klar genug/ daß es sonder-lich den Bettel-Mönchcn, die damahls mit der Parisi-sehen Universität in grosse Streitigkeiten verwickeltwaren, zu statten kommen/ und sie vor allen andern hocherheben solte/wie derInhalt davon sechsten anweiset-Damit aber diese neue Lehre mit desto grösseren Hpplaulu möchte aufgenominen werden / so beruffte mansich dißfalls auf den bekannten Abt lO^LbllääVKI ausTalabrien, welchen man vor einen Propheten hielt/ undgab vor, daß seine Lehre die Lehre Christi/ und also das
nett Tractak cle pericuIi5nouisilmorumtemporum;undobwohl der Pabst ein grosser Patron der Bettel-Mön-che war, und -daher dieselben nicht gerne fallen lassen wöl-ke, so muste er sich doch auf die Vorstellungen vieler Bi-schöffe retochil-en / das uncvangelische ewige Evange-lium zum Feuer zu verdammen; wiewohl auch zugleichdas vorbenennete Buch svu.,Li.k,i ve r. aluonLinitausigeopffcrt wurde, um solchergestalt die dem Pabstrhumezumahl gefährlichen Streitigkeiten aufzuheben; un-geachtet es dem Pabste nicht eigentlich umsHertze war,den Mönchen wehe zu thun, c) als welche ihm in seinemAntichristischen Wesen aus alle Weise schmcichelten,
gcsamte Alte und Neue Testament übertreffe. wie bey svn.mi.kio oe r. ^kio^L Zeugnisse davon an-
Die Irrthümer waren Nützlich folgende : Die Zeh zutreffen-ren des Gesetzes wären die Zeiten GGrres des: Eine dergleichen Mönchs-Schmcichelcy findet manDürers gcw.ssn, die Zerren des Neuen Testamen-'bey dem dritten Generale der Carmeliter LVS.IH0,rrs GMttes des Sohnes,welcheletzrernnunmeh-iwelcher um das Iahri2Z4. verstorben seyn soll. Die-ro zu Ende mengen, und stet) die Zeiten des Heilaftr brachte cineneue Offenbahrung, welche er nach derGeistes mir dem Jahre 1260. anstengen , welche Weise des Apostels Johanm's vom Himmel wolre em-bis ans Ende der Welt wLbrcnfolteu DleBar-spfaugen haben, und mit dem Finger GOtteS ftlbstenfüster allein waren geschickc, die Leute in den Sa- auf silberne Tafeln solte seyn geschrieben worden, zumchen des Heiligen Geistes zu unterrichten und an- Vorschein; wodurch der Betrüger aber nichts anders/zuführen." Ihn Anfange der IVclt wäre das Rir- als die Ossenbahrung S. Johanm's zu entkräffren vor-chen-Regirnenr von GDtt dem Darer verehlich- hatte, weil diese nemlich gar zu deutlich von dem Anti-ken Leuten, folgende von dem Sobne GMttes christ zeugete, und damahls schon aller Orten Leute ge-den Oenci^ vertrauet gewesen, nun wurde es in der funden wurden, welche Rom vor Babylon / und diedritten.Zeit von dem Heil. Geist den Bettel-Mön- grosse Hure vor den Pabst hielten. <t)cl)en überlassen werden, deren 2tmt viel herrlicher! Im übrigen giengen noch alle Irrthümer der vori-und ansehnlicher werden würde als der Lehrer'gen Zeiten im Schwange, und wurden immer durchder ersten Rüchen. Das Evangelium Christi neue Gesichte undOffenbahrungen, oder vielmehr irrige-müste dem Gesetze des Geistes weichen, und hät- beure und recht kräfftige Lügen, bestätiget, davon bey dente keine weitere Rraffr als bis auf obgedachres Nebeu-Sachen etwas vorkommen wird. Am meistenJahr; welche nun das neue Evangelium nicht,arbeitete der Teufel, als derVater derLügen, in seinenannahmen, die hätten auch keinen Theil am Rei- Werckzeugen dahin, daß er die Heil. Schriffk, als dar
che GGttes. Das würckende Leben ^ Virshabe nur bis aufden?lbr Ioaci)imum seine Nutz-barkeit gehabt. nun aber sey es unkräfscig , und
Licht der wahren Erkämitniß unterdrücken möchte, unddiß geschach nicht nur durch die bisher angezeigten gott-losen Erfindungen/ Träume und Gesichte,sondern auch
müsse ein beschauliches Leben(vira comemvlsnua) durch das Verboth die Heil. Scbrisst in der Muttergeführet werden. Endliär ward auch der^Bckeh-'Sprache zu lesen,wie iin vorigen 8eculo angezeiget wor-
rung der Iludcn und des tausendjährigen Reichesdarinnen gedacht, a) und eö waren kürzlich meist solcheErfindungen, dergleichen man heutiges Tages bey densogenannten Inssiriieien antrifft / welche immer wasneues träumen, und die ordentlichen Heils-Mitkel ver-achten, sich nicht mehr als besagte FranciscanischeIrr-Gcister an die Worte Pauli h 8- kehrende: Soaucl> wir, oder ein Engel vom Himmel euch wur-
den, unddurch den Pfuhl unendlicher Irrthümer , dieHieoloßiam 8cbolstkicsm, davon anietzo etwas gemel-det werden wird.
XI.
Was hat man von dem Fortgange derScholastischen Theologie zu mercken?
Bisher rechnet man das erste Alter der scholasti-schen Theologie von bOkvjlj^kilX) oder nach
andern von bis auf äbkMIVtvl dck.
de Evangelium predigen, anders, denn das wir
euch gepredigek haben, der sey vcrfinchr. ^
Indem nun die Mönche sich unterstunden, dergler-welcher der Urheber des andern Alters ishuudäbk-chen dem Worte GOttes und allem Christcurhume zu-sX^OXVKI vc wie auch I
wider lauffeudc Lehren auch össentlich auf der Parisi- zu Gefehrten hat. Die 8cboIsllicnz des er-
scheu Universität zu äocinm , so widersetzte sich ihnen sie» Alters betitelte man 8cmcm,21-105, ^>e,l siedle bi-
unter andern 6VN.I^b!vlV8 8. -Zlviossk durch ser
??KI8IL!^8I8 2ki,n. 12ZZ conf.kroV 1 V 8 -ä,n. ir;7-N.8. VV^ 0 VIdI 0 V 8 >N,NN,I. KIinor.»«i,n. 1256. Si ?1'Ql.kk»1/ckV8 I.vcn '818 kik.eccl. IW.22.r. rs. p.-rkvikrktic V8 äireÄorü inquilltvrum k 2- qvseli. 9
kror sementiarum PLUN I.0KIS^KVI zum Grunde setzten.Im andern Alter Hiessen sie bald von ihren AnführernXxxx xxx - Al-
x^ki8. s->-n. i256.6vn.ixl,ki.näN6ia.LV8 in ßcttir tteßir p. 5Z7. doncil. kreisn c,n. r.
ttükckILVS ii^OKI)lLdi 8 I 8 ckroo.c. §Z. V 88 LKIV 8 äe -P- f»c,q. c » ttkIvkI 66 kk<V 8 i»
«Iiritt. eccl. ü-cceL c. A. strikt. krp«us p. 128.5-88- ^ V 8 Z- x- 279 .