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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

Ickillam wcitläufftig, baß die Communion unter beyderlei) Gestalt in der Kirchen behalten werden müsse./IL0WIV8 1)L verwss-ffr das Ansehen

« der menschlichen Traditionen ziemlich deutlich, r)

Von iO^LttiklO 8VbV68^XO 6V

LOblX^OO Vkl8?LX6Ll8!8I, LO^Vd^vOKIL», ^'l tpl^bO l>äki8IO, VVIbttbI.^0 l)L8. Sec. ist oben bey ihren Lebenö-Befchreibun

gen Erwähnung geschehen.

ROMKIV8 6kl08'Me/tO oder 6K088LM^I)>dessen Lebens-Bcschreibung auch oben zu finden, gab sonderlich starcke Zeugliisse gegen die Pabstischcu GräuclEr machte die eingebildete Vollkommenheit der Pabst.lichen Macht nachdrücklich herunter, und bekannte,daß er sich selbiger wiederfitzte, weil sie den Apostoli-schen Lehren zuwieder tiefte. Er mahlete die Unbestän-digkcit, Verwegenheit, Bosheit, den Gcitz und ande-re Laster des Pabstes mit solchen lebendigen Farben inseinem Schreiben an muoc^vlv^ ab , daß die Cardi-näle by desjen Verlesung auSrieffen : Es ist wahr,was der Mann sager, wir können rhn nicht ver-dammen ! ohngeachtet der Pabst vor Zorn darüberHätte zerbersten mögen, n) Knrtz, es wird dieserMann von den Scribenten seiner Zeit öffentlich gc-rübmct, daß er Pabst, König, Prälaten und Mönchegantz frey bestraftet, die Heil.Sckrifft fleißig gelesen,und den Päbstlichen Bann so wenig geachtet, daß ernichts weitcrs dagegen gethan, als an den Richter-Stuhl Christi -Ppeüiret, und folgends gantz ruhigund goktseelig verschieden: xf der Pabst aber musteihm kurtz hwuach in jenes Leben folgen.

Wie IliObl48 von Ht^VIdW in seinen SchriffrenZeugnisse der WahrHeit von sich gestcliet, kan weidläufftig bey dem l)OK8(IWO y) gefunden werden.Hier will ich rmr einige Satze, so dieser ^uÄor be-weiset, zur Probe anführen, woraus zu sehen, wieweit noch öffters von dem Pabstthume ab

gegangen. Also hält er die Hachrione; kcineswegeödem Worte GOtkeS gleich, die Schlifft aber allen zulesen nöthig, vollkommen, und keines andern Zeuguisses bedurfftig. Von der Päbstlichen Hoheit undUnbetrügligkeit redet er an vielen Orten gantz wieder--finnisch, ohngeackret er selbige in seiner 8umma aus-brücklich durch einige fälsche Zeugnisse crxu.ri ^nxx»uvkini bestätigen will. r) Dergleichen Stellen ausfhm werden noch viel andere gegen daö Fegfcuer, denBildor-Dieust und andere Römische Irrthümer undMißbrauche bey obgcnemmn Scribenten angewiesen;wiewohl 1110^8 seine Zeugnisse dermassen in die«ingeriffenen und herrschenden Irrlehren verwickelt,baß ihm die Papisten niemahls darüber aufsetzig worden.

Von andern WahrheitS-Zengen mag man den O-isloßum keftmm vornan; und andere ii) nachftl)la-gen-

XIV.

Was hat man von den Waldensern an-zumercken?

Diese wurden in gegenwärtigem 8eculo gemeiniglichpublicani oder Zöllner genennet, weil man str ebenvor so Haßenswürbig achtete, als ehemahls dergleichenLeute bey den Juden waren- Von ihrer Lehre und Le«den ist bereits im vorhergehenden 8eculo nothdürfftigeMeldung geschehet,. Ihre Verfolgungen aber, wel-che in diesem 8eculn fthr siarck geworden, und worin«nen sie häuffig das Zeugniß der Wahrheit mit ihremBlute versiegelten, sollen unten im V. Capitel be-schrieben werden.

XV.

Wie hat sich daö Christenthum in diesem8oculoattögebreiret?

Hierbey mercket man

i.

Einige Bekednrngen.2 . Die Lreutz-Züge.

XVI.

«) <l«mmencr>r.in1tcxselr>eron. Ilb. 2» c»p. IZ. u) dliVI'-k7Kt8IM8I8 »U an. 125z. x) ikicicm cont.8 k>'- 7 <NLV 1 IV 8 b. ttiü. kcc!. t-c. I.Z. ^8-1684-7) in 'Ut-iOiVl/r coäkks, vernac. r)

Kilt 6- t' eßlils paß.aZAV. ir^. s) PX. 8k^d!biLdHV81 »c. cuLt. ' ^ »

Waö vor Völcker sind in diesem Teculo be--kehret worden?

Auf was vor einem Grunde dergleichen Bekehrun-gen beruhet, ist sonst schon mehrmahleu angedeutetworden. In diesem 8ceuIo meldet man

1. Von einer Bekehrung der Darrern.

2 . Von der Bekehrung der Preussen.

z. Von einigen Bekehrungen der Juden.

XV) I.

Waö wird von der Bekehrung der Tar-tern gemeldete

Dieses sollen die Mongttlrfchen T '.rtern, so Hin-ter dem Cafpischen Meere oberhalb Perfien, Indienund Sina gelegen, gewesen seyn, welche, nachdem sieden christlichen Glauben angenommen, selbigen gegendie Muhammcdaner kapffer vertheidiget Haben. Manerzchlet die Sache auf verschiedene Weise.

It?ii^O!^V8. welcher ein Enckel eines ArmenischenKöniges soll gewesen seyn, und sich Anno i 2 -,o. aufder Insul Cypern in den Prämonstratenser-Orden be-geben, nachdem er bishero lange Zeit wieder die Mu-hammedaner in Palästina gefoü)tcn, b) berichtet, c)daß der Armenische König u/uvon zu dem Tartar«Cham, so damahls geheissen, um das Jahr

I 2 ;z. eine Reise gethan, und diesen nicht nur bewo-gen , mir ihm gegen den Califtn ru Felde zu gehen,sondern sich auch zum christlichen Glauben zu bekennen.

b1^KLV8 ?^Vl.V8 VLIWIV8, ein VenetianischerEdelmann, welcher um das Jahr 1274 . in Syrien,Persien und Indien reisetc, meldet, ci) es wäre solcheBekehrung auch durch Vemtiauische Kauff-Leute ver-anlasset worden, indem selbige auf ihren Reisen z«dem grossen Tarter-Chan,, den er cttVLb/tl nennet,

gelan«

b) EMO8IV8 in i„bt. or-i. krseä. P-87-

c) in Ikinersrio Si koke kiliarirr. Orient. UelmKLä» IZL;.4 ) cic reßiomdur Oriea»i. tid, l. csx.z.4. 5.