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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Z-27H,

XIII. Lieculum. III. c»p. Von dein Kirchen-Regimentt^.

von vr kl8^ um das Jahr izLs-

still seyn geschrieben worden, andere aber noch dem 8e-culo MAd!Ll8Ll jttschreiben, worinnen dieser unser-lige Ordens-Stiffter nicht nur mit Christo verglichen/sondern ihm gar vorgezogen wird»

Unter andern lüget man darinnen, kll.AdlLI 8 <i:V 5wäre zwey Jahr vor seinem Tode am Feste der Creutz-Erhöhung nebst einem Gefehrten auf einen Berg ge.stiegen, und habe daselbst dem Engel Michael zu Eh'ren gefastet und gebethet. Nach vielen andern Ge-fichkern wäre einer von den Seraphim» vom Himmelherab gestiegen / welcher zwischen seinen ausgespanne-ten Flügeln das BildniHeines gecreuyigten Menschensgezciget. Indem kk^d!(i:l 5 LV 8 dieses mit Erstaunenbetrachtet, sey das Bild verschwunden/ aber an jenemgantz deutlich erschienen-, also, daß die 5. Wunden oderStigmata völlig an feinen Handen und Füssen, wie auchin seiner Seiten, zu sehen geweftli» Ja, die Nägelhatten so gar in seinen Füssen gestecket, daß er nichtgehen können ; wiewohl nian nach feinem Tode nichtsan ihm wahrgenommen, m)

Durch diese abscheuliche lnuemion, wovor einemLiebhaber Christi billich die Hank schauret, wolte mannichts anders zu erkennen geben, als, daß kLAdlLl8LV8gar mit all in Christum verwandelt worden, oder we-nigstens ein solches Ebenbild Christi wäre , welchesman beynahe vor Christum selbst halten könte.- Dennwas solteu sonst die Wunden und Nägekmahle, ja,das Blutvergießen, so bey diesem Eindruck soll vor-gegangen seryr? wenn uran ihn nicht gleichsam zumMit-Heylande der Welt hätte machen wollen. Ge-statt man auch ein Festznm Andrucken dieses ungeheu-ren Gedichtes angestellet.

Daher kommen nrm die prächtigen Titel, so manihm zu geben pfleget, da er bald 1.lu5 r/piccis, baldDer Engel, der das Zeichen Gottes hat , und soweiter benennet wird. Ja, man deutet gar die Sprü-che der Schrisst, so von Christo reden., auf ihn , alsM VIII. Mit Ehren und Schmuck wirst du- ihn crö-neu; iVtaccb. Xl. 2/. Alle Dinge sind IHN übergebenvon. meinem Vater ; l„. VM. Abraham sahe meinenTag und freueke sich;, und andere mehr, wie solches inobbestigter Läster-Schriffk, so zuVononien. Ao.. 1589.heraus gekommen, zu finden.

Dieses Bnch gab noch zu einem andern, darum je-ves-sarxilsch durchgezogen ist, Anlaß, welches Alcorsnur ki-ancitcanorum genennct wird,, dahingegen einNiederländischer Franciscamr, NahmensLV8> 8k-DVblV8 Anno 1607. eine Aicderlegung ge-schrieben , so den Titel führet: /zpoIogLricus-scivLrlu»

Alcoranum k-cancij, anocum pro libro confonmitatum.

Sonst ist beyläuffig zu meccken,. daß in der gantzenHistorie der Lrancifcaner, viel Fanatisches Grauel-WestnMizurreffcn, welches aber uniständlicher zu er-klären dieses Ortes zu weitlausscig fallet..

Zu mehrev Erkämttniß des in der That gar wunder-lichen Heiligen kl^M(i!8Ll, will-ich noch einige Hi-störchen aus seiner Lebens - Beschreibung- anführen.Als ihn der Pabst abgedachter Massen zu den Schwrh

m). ky!dI8IV8 sä -m.. 12-7- P-L>2ü8-

neu gewiesen hatte, so gieng er mit gebücktem Haup-te hinaus, und suchte eine Hecrde dieser. Thiere, mitwclchenerflch solange im Kothe herum.wältzere, biser über UM über aufs schändlichste besudelt, war« Indieser Positur stelleke er sich wieder im (»oolillorio vordem Pabstc, und sprach : Ich habe gethan, wasdir befohlen Hase, aber nun verlange ich anet)mich meiner Bitte zu gewähren. Worüber ihn;denn der Pabst endlich gewillfahret. n)

Ehe er noch den-Orden stisstete, stahl er seinem Va-ter eine Summe Geldes, und brachte sie dem Priesterder Kirchen vamigni, damit er selbige davor altöbessernmöchte. Der Vater .suchte den ungetreuen Sohn,nachdem er es erfahren, zur Strasse zu ziehen; Alleindieser hatte sich in eine Grube gesteckt, und klagte demlieben GOtt seine schwere Verfolgung, 0) gleich alshätte er mit dem Biebstahle noch übrig recht gethan«.

Einsten ließ er sich mit einem Stricke am Halft imWinter gamz bloss aus der Kirchen zuAslill bis zumRaben-Skeine schleppen, welches er mit Fleiß also ha»,ben wolte, anzuzeigen, daß er sich aller.eLchande.werchhielte, p)

Alle Thiere pflegte, er. ftinoBrüder und Schwestern,zu nennen, wie er denn unterwegenö dieselben-ordent-lich grössere, und viel Schaaft loökauffte,, wenn siegeschlachtet werden selten. Ja, weil er glaubte, dasEvangelium müsse allen Crcaturengeprcdiget werden,so that er solches sowohl bey den vierfüßigen Thieren^als Vckgcln, und ermahnete sie fleißig, GOtt zu loben,.G wobey man folgende hinzu dichtete, dass ihm die.

,Thiere sehr andächtig zugehöret hätten..

Wenn ihn seine ordentliche Beth - Stunden (iiorae-canomcae) Ulrterwegeus nbersrelen, so blieb er auä^mitten inr Regen und Schnee: mit blossem Haupte,stehen., bis- er ftkbige verrichtet harttc r)

Er sitzte sich iin Winker imden Sch>cee-rind aussdas Eis ,, seine unziemliche Begierden, dadurch zu-dämpffenc. s )

Wenn er. zuweilen unter solche Leute grristh , dieihn- verspotteten , oder wohl. gar schlugen, so hieltetden Buckel geduldig dar, rmd verlangte wohl gar- daßman ihmnuir die Lenden ontzwey.' schlagen möchte, r).

Diese und andere seine Thaten,. wie auch seine Ge-8eths»Fornluln-und Schrifften, so in der lliblimbeca?an^,m stehen , zeigen, nicht anders,.als einen einfälti-ge ir, abergläubischen und- heuchlerischen Menschen»,welcher mit scinsm uugeguöndeten Eifer dein Satanzrr. eincin WerckZriige der Verführung vieler Leute zueurem gleichmäßigen heuchlerischen Aberglauben dienennrüssen» Er starb r-Lü«. und ward Aimo razo. unter-die Zahl der Heiiigeir. aufgenommen.

- Unter seinem Nachfolgern in diesem öeculo ist nochAdi'kObri vZ. van-s)adlig mcrckwürdig, der sonst zuLißabon gebohren war, weil er zu Anno rrzr.gestorben und. begraben iss, dcn Zunahmen von diesem

Qrrc.

n)> ^'V1'tt^kV8 MKI8- 1227. p. 28?e o) K0-.

d-LVkblltVlr'.-r in- V,m 8. kodiern: cap» 2. p ) Ibidemcap. 8'. <1) Ibiciem. r- ) liiicism cap. 10. » ) Ibiäem

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