Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

XIII. 5ecu!um. V. c-p. Don dem äusserl. Zustand der Kirchen m Occidenk.

»295

z. kLIKVL

Käyser Anno 1216. bis 1221.

Er war sonst Herr von Ouricnsy und Ickonksrgi,,Graf von d-ever», ^uxerrc und I'onnere, und Marg>gras zu dlamur. Seine Heyrath mit des vorigen Käy-scrö Schwester lvl.zmnz brachte ihm dasKäyserthumzuwege: indem ihn »Luicicvz zum Nachfolger ernennete.

Sobald er nun seines Schwagers Tod und Willenvernommen, machte er sich <ute Franckreich auf, undgieng nach Rom, wo ihn der Pabst »onokivr ru. nebststiner Gemahlin üilennucr cränete.

Hierauf schickte er seine Gemahlin voraus nach Constantinopel, er selbst aber gieng mit den Venctianernvor vursrro, welche Belagerung er doch bald aufzu'heben genöthiget ward, und gar seinem Feinde, deinFürsten von Lpiro rttLooo^o co>iinLo in die Händegerieth, welcher ihn einige Zeit Hernach ums Lebenbrachte; da inzwischen seine Gemahlin als Käyserinregierete.

4- I^08kIHV8KärserAnno 1221. bis 1229.

Dieser Sohn des vorhergehenden war überall unglücklich, worzu theils seine Kleinmütigkeit, theilsftine lastcrhaffte Wollust Gelegenheit gab.

Der Nicänische Käys r lo»zurrL5 ovczz schlug ihneinmahl über das andere, und nahm ihm unterschie-dene Oertcr weg, wodurch das Reich der Lateiner zuConstantinopel in gar schlechten Stand versetzet wurde.

An seiner Gemahlin, welche er einem vornehmenBurgundier entführet hatte, erlebte er das Unglück,daß der beleidigte Burgundier einstens mit einer Rot-te unvermuthct in den Pallasi einfiel, der KäyserinNasen und Ohren abschnitt , ihre Mutter aber, so ruder Entführung geholssen, ins Gefängniß steckte, r)

5. K^VVIdrV8 II.

Kayscr Anno 1229. bis 1261. stirbt 1272. alt 55. Jahr.

Wie sich das Lateinische Käyserthum zuConstaurino-pel mit einem o»ei)vi^v angefangen h ttte, als" eudia

theile im Oriente zu erhalten, kehrete daher wieder zu-rücke, und suchte eine und andere Oerter zu erobern.Allein dcr Auögang wicß, daß er nur darum nach Con-stantinopel gekommen, damit er es nun zum letzten-mahle als ein Flüchtiger verlassen mäste, nachdem es,wie im Leben i-zi.zeol.vcn gemeldet worden,

den Griechen wieder, in die Hände gerathen, s)

VII.

Wa6 vor Käyser haben im Occidenk re-gieret ?

Zugleich-z. kttlllk>kV8rvevvr

Käyser Anno 1198- bis 1208. Uttd24. 0 H 0 IV.

Käyser Anno H97. bis lri?.

Der erstere war Hertzog in Schwaben, und r«ioe.kivl kz>cyz?vQ8;ze jüngster Sohn von der Burguudi»scheu Geniahlin kezreice, ein sansstmüthiger, freund-licher, gütiger und gerechter Herr, welcher zwar eineschwache Leibes-(.ontlimcion besaß, an tapssern Ge-niüthe aber niemanden etwas nachgab. t>)

Er bcniühctc sich aiifanglich seines Bruders, d«Käysers «erikuLl vi. Sohu klrlokluvvr, , welcher da-mahls noch ein Kind von 4. Jahren war, aufden Käy-ser. Thron zu bringen, wie er versprochen hatte : alleinder Pabst, welcher, wie bekannt, ein Tod-Feind desSchwäbischen Hauses war, trieb alle Anschläge zurü-cke, und brachte es dahin, daß einige Stände den Gra-fen Lkk7noi-ov>i von Zähringen wähleten, welcher aberkurtz hernach die Ehre freywillig religuirete , und sichmit Pttirn-I-V, welchen die Stände zu Mühlhausenge-wählet hatten, vor eine grimme Geldes verglieche-c)Der Bericht hiervon war dem Pabste ein rechterStich ins Hertz. Daher er alles mögliche hcrvorsuch«ke, unterzudrücken. Er trieb demnach

zvoren ra von Cölln und neraiucvra von der Pfaltz da-hin, daß sie OHOd^LVI, «LUirici l.5vru5 Sohn, jU

te es fiel, auch mit eincm von diesem Nahmen, nemlichch^x,, ^m Pabste erklärettn, welche Wahl der Pabstmit diesem L^VDVI^OII. Er ward.ovorhergehen. Legat und folgcndS der Pabst selbsten voükom

den Bruder, und noch ein Kind von z Heu Jahre»: Zppr, kjreken. ä)

daher dem vertriebenen Könige von Jerusalem iSolcireraestalt«zl»ul eievkuuio die Vormundschafft über ihn aufge-tragen ward.

Als dieser aber Anno rs;?. starb , s>hc es vor Co»stantinopel so gefährlich aus, daß sichnach Franckreich retirirete, und den König daselbst

Solchergestalt hatten nun Jhro Päbstliche Heiligkeitihren unhciligen Zweck erhalten, und eine Uneinigkeitin Deutschland gestijftet, welche nicht eher, als in io.Jahren, durch den Tod PMlck??! beygeleget ward.?iich!k?V5 zog durch feine Macht, Klugheit undi Geld di- meisten weltlichen Fürsten auf seine Seite: e)

umHülffe ersuchte, sondern ihm auch die h,» oiIO^L aber stunden die Prälaten, weil derGraffschaffr Namurvor cme Summe Geld.s versetzete. Pabst

Hierauf begab er sich wieder nach Constaittinopel,

schlug sich mit lvuznuL V/Uzri: Herum, und machtemit dem Sultan zu Ironien ein Bündmß. Dochgieng er fokgends wieder nach Franckreich , war aufdem Lonciliv zu Lyon, und hielt sich solange im Ocei-denk auf, bis er von dem Tode vvKi n. i.z;e.-.«isbenachrichtiget ward. Jtzt nun mcynete er grosse Vor-

7) 6LOK0. ^c^o?ou^. vv LOvcttLi' Kin. äe

Courtena^. Ckronicon ^nkiilogvreale. r) VV LL!8!6L inbikor. Lonllsnrinop. tub kirncsr. Nb. ), LL80I.-

VV8 in biltor. Canügnrmc,^.

s) 6t^ok6iv8 ^ckrokom^. ivic7i-7ä8 cttOdeiä'

-VL8 insnn.I. circs kn. KicL?ttOKV8 68 ke 60 N/r 8 Iit>. z.VV KOVdtvil' kich äe Louriensz. üb. r. c-p, 5. LÜ 80 I..VV8. VV cädttZK. /»>, k) OHO I)L 8. KI.?c8IO c,p.10. cOXKKVV8 VK8kLkttki^8I8. ^8I>IOl.vV8 I.VLK,LLd!8I8 Üb. 7. c,p. 14. Lkro». ^uxull-ns- ,6 s-i. H97.c) 0^10 Dir 8. LI.-8IO c.46 Vr<8?IK6ttt^8I8. ä)Ic!em /.^Ov0V8 I VK?.e kdI8I8 lib. 6. c. l. OHO vfl8. LI.EO c,p. 48. Id.'deOckd!'l'IV8 in eM. psslim.-) O I VO vb 8. KI.L 8 I 0 . Vti8kLK6L^LI8. kttll.lk.kV8 Imx. exiü. iz6.