1296
Kirchrn-Historle Neues Testamentes
Pabst keinen conkrmirere, der sich nicht zu dieser Par-they bekennet«. 5)
Indessen, da aus solchem Zwiespalt freylich vielVlut-Vergiessen erfolgen muste, g) so suchte man zuverschiedenen mahlen einen Vergleich zu treffen, wie-wohl vergeblich, b) Man hatte auch schon den Pabsidurch die Versprechung der Tochter kbillck??! an denPäbstlichen Nepoten soweit gebracht, daß
er von dem Banne loszähleke: >) weil
aber keiner von dem Kaysirthume abstehen wolte, soblieb es bey den feindlichen Thätligkeiten gegen ein-ftied von Hlldesheim zuvor vom Banne losäeläbletander, . . . . . hatte, welche Absolution der Pabst nonomv; nacliae«
Der Tod muste endlich, wie gedacht, der hendö auch rskiiiciret. r) ^
Schieds-Mann seyn. Denn als sich dieser Käyserzu Die Papistischen Scribenten bilden ihn als einenBamberg aufhielt, und anLeyden Armen zm Ader tuminen und hoffarrigen Herrn ab, 5) welches aber
Bald Hernach entstund wegen deö GrafenS vonFlandern ein Krieg zwischen OHOdiL und dem Kö-nige ?nir,??o in Franckreich, welcher vor den erstemso unglücklich ablieff, daß er 1214. bey kouin» aufsHaupt geschlagen, und forthin unkrafftig gemachetward, kknvxkiLo, der sich in Deutschland immer festersitzte, zu widerstehen, g)
Also muste er sich in seinem Sachsen, welches ihmnoch treu verblieb, in der Stille halten, und starb end-lich auf der Hartzburg, nachdem ihn der BischoffGieg-
gelassen Hatte, so kam der Graf orro von Mittelsdach mit blossem Schwerste ins Zimmer getreten, undspielete gleichsam mit selbigem vor dem Kayser. Die-sir befahl ihm das Gewehr wegzulegen , weil hier ebennicht der Ort damit zu spielen wäre. Jener aber ver-setzte: Allerdings ist hier derart, daß ich dir dei-ne Untreu vergelte; und damit gab er dem Kaysireinm so starckeu Hieb in den Racken, daß er keinesmehr bedurffte. Die Ursache dieser Frevelthal war,daß der Kaysir dem Grafen seine Tochter versprochen,sie aber wegen eines Duells demselben nicht gegebenHatte. 1)
^Dieser Meuchel-Mord nun befreyetc OllOdlkbävon seiner Gegen-Parthey ; der Graf aber, welcherdurch die Flucht entkommen war, ward durch einenallgemeinen Reichs-Schluß, nachdem OHO durch-gehends als Käysir erkannt worden, aller Ehren irndGüter verlustig erkläret, m)
Anno 1209. gieng OHO nach Rom, und ließ siebvon dem Pabste cröncn : n) wie er aber mit demsel-ben gar bald zerfallen, hat schon oben das Leben innocrn-rn in. eröffnet. OHO wölke zwar dem Pabstedie Stange halten, verboth einige Gemeiuschafft mirihm zu Haben, nahm Neapel ein, und suchte beyde Si-cilien , als ihm zuständig, zu nberineistem, verlangteauch die Vischöffe wiederum,wie in den vorigen Zei-ten geschehe», zu inueilwm: o) Allein die DeutschenStände verkehren durch des Pabsies Verhetzen dieNeigung gegen ihn, daß Anno >212. unterschiedenederselben rmDk.mcvkl, der nach Deutschland gekom.men war, zum Käysir ausrüsteten, und OHO fandsich zu schwach, das Vornehmen zu hintertreiben, p)
nur darum geschehen, weil er sich dem Pabsie wicder-sitzet, wie ihn denn klLdiiiiOVZ dckLlLO.VllV8 in ei-ner besondern Apologie vertheidiget. Vielmehr lobetman seine Gerechtigkeit, und daß er den Boßheitenund Raubereyen im Reiche gesteuert, also, daß zu sei-nen Zeiten eine besondere Sicherheit darinnen anzu-treffen gewesen, r)
25. MVMIOV8 II.
Kayser Anno 1212. bis I2;c>. alt 57. Jahr.
Die Tapfferkeit des Gemüthes hakte er von seinemGroß-Vater kkwekico die Liebe zur Ge-
lehrsamkeit aber von seinem Vater «Mmco vi. so zureden geerdet. Sonst war er bescheiden und andäch-tig, bey welchem letztem aber viel Aberglauben zumVortheile der Elerisiy mit unter liess. Die Falckne-rey liebte er, wie sein Vater, fast-zu viel., und sonstbeschuldiget man ihn noch, daß er viel Concubmeugehalten, u)
Im dritten Jahre seines Alters Anno 1196. ließ ihnder Vater schon von den Ständen zum RömischenKönige erklären : weil er aber nachmahlen den Deut-schen zu jung war, und IdidiOLLdlHV8 III. sich auchbekannter Massen widersetzte, so muste er sich langeZeit nur mit dem Königreich Apulien und Sicilienbehelffen, bis ihm der Pabst endlich auch wider seinenWillen den Weg zum Käysirthume bahnen muste. x)blOdM8.IV8 li i. welcher ihn Anno 1220. zn Romcrönete, war anfangs trefflich mit ihm zufrieden, nach-dem er ihm unterschiedene Herrschassten in Italien n«berlasscn: 7) baldaber,daderKaysirschicnzumachtigzu werden/ hielt er mit dem rebellischen Grafen von
ÄnSAML
>!,l)V8 8VK86818I8l8 lik. 6. c. 2. 8 ) Vlö. V8
8k-8868N8I8, 60V888IVV8, -1NK08VV8 8V886LN-
818 lib 6. L-2. b) 6008881018 20 sn. 1199 . V8881.86LN818. ?<^OI-VV8 1.V8bck.d18I8 Ub.6. c. 6. -10888-1V8 8HV8>18. »a sn. 1227. >) 0110 08 8. 80-1-
810 c.46. L rslicjui vlri.uum cirsri. 0) 1r<1rm ibi«i-m. I)
-18>IO10V8 0V8l-L8X'8.-1>b. 7. ic 14. 68-1dOLlV8 in8-xnn. 1.8.7- c. 28- 6OO888IOV8 ,ä »n. 1228. m ) 60-OObKlOVÄ -n I2lv. -1080816V8 s-i «. I2in.d1-11'-1H/18V8 8-1818. 2<1 s». r -I'l. nl -10808I6V8 »>t sn.
Lbrnnicon -lukkrle Ȋ un 12 : 0 . O l'IO 08 8. 80-1-, , ^ .
„ ^2 o ) dI.188II.IV8 ?-.1'-1VI'8'V8 defent. pscis "H. blonLcku, kaduinuz, tt. 40888I6V8 sd diÄ. -n.P 0."-ö.26. v ) 6O0888I0V8 2d -„.1212. V88808 -,Vi 1880868t48I8. 7) 6V0888IVV8 -6 ,220. V8-
6LSI818 81 on,ckui ksäusn»; 2 d «n.izn. Lkr«n.< Llvvsn-!^086Ld!5I5. LOOOLdlVIIVL üb, 4 . ^lii.
s?enle, -luitr.I« blonci» f-rem. -10888I6V8. -108881V88OIIOOK8. -H>i. g) -18?4000V8 0V886Lt48I8 lib. 7.c. 17. -H.8L8I6V8»d ,n. 2214. AtLbH'. 8HrvM8I8.V^888K68>!8I8, «lii Lkranic, »ci euniiem »inum. 60-,^,m. I)!8LItt>!V8 888801^ -e»r.6. c.6z. r) -188881'. 8111-^Okd>8l8 »6 3N. 12 >8- 6ser«ri ->nre cir,ki „i cunäem-inuum.s) V8888868KI8I8. O -i8^01I)V8 8V?.868bi8Iä lib.7. c-p. 77. » » 60bl/8dIV11V8 !ib. 4. ?81'8V8
l>8 VIEI8 lib.i. c 44. lib.;. c.-6-7.äVM11NV8 lib.7.x) 6-kL innock-nm III. n. 2Z. 6OV888WV8 ,-l