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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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xm. 8ecu!um. v.cü»p. Vondem äusserl. Zustand der Kirchen in Occibent.

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Nachdem K.VVOHPklV8 ein wenig heran gewach-sen, schickte ihn sein Vater an den Hof des KäysersrkivLxicl n. woselbst er es allen seines gleichen zuvorthat, und nachmahlen dem Käyser in seinen Kriegentapffere Dienste leistete, wie er denn sowohl demselben,als seinem Sohne ooukävo, allemahl treulich anderHand gestanden, worüber er auch iu den PäbstlichenBan» verfallen, a)

Nach dem Tode conkLvi begab er sich an den Hofdes Böhmischen Königes o-r-roc/em, welcher damahlseiner der ansehnlichsten In Europa war, und erlangtedaselbst die Stelle eines Oberst-Hossmeistcrs, welcheer Anno 1254. bis 1260. versehen. K)

Anno 1261. führetc er die Straßburgischen Troup-pen gegen den Bischofs «v^i-cievn von Geroldseg,welcher die estadt in Bann gethan hatte, und brach-te es dahin, daß dessen Nachfolger Nk8kicv8 einenFrieden schlössen muste. Zur Danckbarkeit setzten dieSkraßburger KVOOHkkkO eine steinerne Ehren»Säule. c)

Hierauf machte er sich noch in viel andern Kriegen,welche er zum B huff der Städte in der Schweitz sich-rere , nicht nur ein großes Ansehen, sondern zog auchviel Güter an sich, und ward von einigen Schweitze-rischcn Städten zum Schutz-Herrn angenommen. <l/Letztlich war er mit dem Vischoffe zu Basel in einenKrieg verwickelt, als ihm die Zeirung gebracht ward,baß er von den Churfürsten zu Franckfurt zürn Käy-ser erwählet worden : worüber der gedachte Bischofsin die gottes-lasterlichen Worte ausbrach: sTsun sitzefeste, lieber GiOrr, sonst wird stet) Rudolph nochan deine Stelle seyen, e)

Anfänglich, da der Reichs Marschall Heinrich vonPappenheim die Post brachte, wolle man ihm kei-nen Glauben zustellen, bis der Burggraf von Nürn-bcrg mit dem Wahl-Decrek nachkam, da denn KVVOb?ktV8 sofort mit dem Vischoffe Frieden machte,und kurtz hernach zu Aachen die Crouc empfieng.

Allhier wollen sich einige Fürsten wegcrn den Eyd dcrTreue abzulegen, unter dem Vorwande, es fehlerensowohl noch einige Fürsten, als auch derReichs-Sce-pker. KVVOl^blVS aber ergricff ein bcystehendcsCrucifix, und sagte : Das soll mein Scepter beymeiner Regierung seyn! worauf sie sämmtlich ohnefernere Wiederrede schwuren, f)

Daß aber die Churfürsten in ihrer Wahl auf diesenGrafen gefallen waren, brachte sonderlich der Ertz-Bischoff von Mayntz vvcieukürvs zuwege, welchenKVl)Ol>pklV8 bey der damahligen Unsicherheit mitgrosser Ehrerbietigkeit bis an die Alpen cOnvoyiret,

6kktt^kDV8 ä KOO lik. I. KV60KK im Spiegelder Ehren db. i. kpilkoir i!gX'OLKt>im iv. »puä 6VIK-lib.ü. c^p.4. 8) 6Lktt?.KI)V8 ?, KOO Ld V66t^k Nriitem ic VVKK^VIV8 kikor. kvliem. 1,8. 17.c) KV66KK p. ;ü. Sc 6z. ä) lä-m p. 64. 6kktt.KOOp,ß. Iv. ttanrl. Loln»r. »s sn. I2ÜZ. 6 VIIH 81 ^>>I>cV 81i8. 6. c. 4. e ) I6eu> sc leg. L8con. Lolmir k. 2. ^1.»LLK^V8 >k6kdl Hdl. p. 100. s) 6kktt/i.kv. ä KOOp.!4. KV668kp. 80. /w"-l-icol!iiur.ttkd,'kicV8 81?KKO«ä sn. »274. Ktjkktt^kvVS ,n. l 27 Z.

und auch von bannen zurück abgeholet hatte, als be-sagter Prälat des ?allu wegen die Reise nach Romübernehmen müssen,

Dieser war nun solcher genossenen Gefälligkeit we-gen erkäuntlich, und recommschiete KVDObMVKIaufs beste er konte. Und obgleich einige Fürsten, diewährenden lmecregni viel von den Käyserlichen vc-mainen an sich gezogen hatten, sich eine Zeitlang da-gegen sperreten, weil sie wohl vermutheten, daß diesermuntere Herr die alten jura wieder Hervor suchen möch-te; so schlug doch der Burggraf zu Nürnberg, der einVetter K.Vl) 0 b?bU war, zu allem Glücke die Töchterdesselben vor, welche an die noch unverehlichtcn sichwidersetzenden Stände, als den Churfürsten i-voovl-cvra von der Pfaltz, den Churfürsten von Sachsenäi-vLkrvki, den Marggrafen zu Brandenburg «rro-nLlä, und den Hertzog in Bäyern oriv8x»i, köutenvermählet, und damit alle Zwistigkeiten vermieden wer-den. Diesen Vorschlag liesse» sich die besagten Her-ren gefallen, und also hatte es mit der Wahl seineRichtigkeit- k )

Der Pabst «»rüomv; x. war mit dieser Wahl auchzufrieden, und wieß die Gesandten des König« ai.-P«cm8l in Spanien und orrocäkl in Böhmen, welchedie conkrmarion des KäyserthumS vor ihre Principa-len forderten, zurücke. l) Hingegenconkirmircte K.V-VOH?klV8 dem Pabste alles, was ihm die vorigenKäyser zugestanden; wie er sich denn selbst Anno 1275.mit ükLsoxic» zu Lausanne unterredere, wobey der Pabstforderte, der Käyser möchte sich zu Rom crönen las-sen, und folgende einen Crcutz-Zug vornehmen, da-mit er sa nicht etwa an Italien zu gcdencken Zeit Ha-ben möchte, k) KVVOb?lgV8 versprach dazumahlzum Scheine biß und anders, Hielt aber nachgehend-soviel, als er sich nicht schädlich zu seyn erachtete, ge-stalt er sich sonderlich vor Italien und Rom, wie dortder listige Fuchs beym ^ceiopo vor der Löwen-Grubein acht zu nehmen wüste.

Inzwischen verdroß diese Vorsicht, und wie man esauslegte, ungehorsame Aufführung den Pabst dermas-ftn, daß 6ke6ttAiv8 mit den Bann-Strahlen um sichschlug, i) r-icuvävs III. aber vorhatte, zwey Königein Italien zn machen, nehmlich einen in der Lombar-dey gegen KVOOHPHlVkck, und einen im Florentini«schen gegen ce^K»i.v^ von Sicilien. m) Gleichwieaber der Käyser den Bann durch gute Worte, undÜberlassung einiger Italiänischen Plätze wieder ab-schüttelte: also konte diicovävg seinen Zweck nicht

erhalten, weil ihn der Tod übereilete. 0)

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8 ) LI.LLK k. ^KOkrdlUdl. p. 100. 8 ) Lkranic. /».uAc,-

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