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Kirchen -Histork Neues Teflamenke-
Sonst fand KVV 0 b?kgV 8 in Deutschland gnug zuthun, sowohl sich silbsten feste zu sitzen, als auch deneingerissencn Unordnungen abzuhelffen, daß er wedersn Italien noch an eine Creutz-Fahrt gedencken konte.
Die ersten Händel Hatte KVOObkblV8 mit demHalsstarrigen Böhmischen Könige onooäko, welchertheils mit der Wahl des Käysirs, als seines cheniah'ligen Bedienten, nicht zufrieden seyn, x>) theils auchdie Ocsterrcichischen Lande, deren er sich unrechtmäßigangemassct, nicht wieder ceciiren wölke, <» ) Doch esliess endlich vor diesen König so unglücklich ab, daßer 1278. in dem Treffen auf dem Ganser- odcrMarsch.Felde bey Wien blieb, r) und der Käysir also das er-ledigt« Oesterreich feinem ältesten Printzen ar.nr.aro zu-fchantzen konte, da indessen sein jüngerer Printz nv»yrk-uvs mit den Schwäbischen Landen belehnetwurde. »)
Hierauf fand sich ein Betrüger, welcher sich vor»kiorkiovr.i n. ausgab, und einige Unordnungen inDeutschland erweckeke, aber zu Wetzlar verdienter Mas-sen verbrannt ward. r) Letztlich führete er Krieg in'Burgundien und wegen des Arelatischen Reiches: u)es ist auch keinZwcifel, daß er nach und nach die Rech-te des Deutschen Reiches überall würde hervor gesu-chet haben, wenn er länger gelebet hätte ; wie dennauch nicht gnttgsam erweißlich ist, daß er seine Rechteauf die Italiänischen Städte vor Geld ceüiret , viel-mehr findet man, daß er in Italien Stadthaltcr ge-sitzet, und an die Stände und Städte darinnen Be-fehl ergehen lassen, x)
Das löblichste aller seiner Wercke war die Beruhi-gung und Sicherheit von Deutschland durch die Be-festigung des Land-Friedens und Zerstörung fast un-zählicher Raub Schlösser, wie denn derselben in Thü-ringen allein über 60. llemolirek worden, y)
Kurtz : Er war ein Käysir, dem es an Klugheit,Weißheit und Tapsscrkeit, dem verfallenen Reiche wie-der aufznhelssen, nicht ermangelte. So crnsthafftund münarifch er war, so gnädig und gelinde wüste ersich auch zu bezeigen, nachdem es die Nothdursst er-fordern wolte. -) Seine Großmüthigkeit war zu be-wundern, nach welcher er sich nicht nur seiner Hoheitgemäß aufzuführen, sonder auch seinen sich demüthi-genden Feinden zu verzeihen, und in gedrangen Um-ständen das Hertz zu behalten wüste. Als er den Krieg
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gegen o-rroc.eirvi^ zurüstete, fehlete es ihm am Gelde,und seine Rache fragten ihn : wsmrr er denn dieArmee bezahlen woltef Er gab aber ohnverzagk zurAntwort: ^ch habe noch »o. Creutzer bey mir,mir dem übrigen wird es sich schon geben. 3)Seine Andacht rvax nach Art damahliger Zeiten zumAberglauben geneigt, wodurch er sich bey der Clerisiynicht wenig mlinuirete.
Seine äusserliche LeibeS-Gestalt sahe gantz majestä-tisch, fast übermäßiger Lange, mit einem kleinen Kopsseund ziemlich grosser HabichtS-Rasin, über deren Be-trachtung einsten einSpokt-Vogel, der ihm auf einemengen Wege begegnete, niebt ausweichen wölke, vor-wendend, er könne vor der Nase nicht vorbey kommen;welches der Käysir, der gerne fchcrtzete, so gar nichtübel nahm, daß er vielmehr lachte, und die Nase mitdcr Halw auf die Seite kehrete, sagende: LHim gehe,mein Sohn, ict> will die LTHrst wegwenden , daßsie dich nicht verhindere. r) Dergleichen lustigeHistörchen noch mehr von. ihm erzehlet werden, c)
Er Hätte gerne seinem Sohne zur Wür-
de eines Römischen Königs verholssen: allein die Stän-de entschuldigten sich, sie tönten nicht zwey Könige un-terhalten. Bald darauf merckte er sein Lebens - Ende,und wolte sich nach Speyer begeben, als woselbst er,wie er sagte, eine große Versammlung mit viele»;Bchysirn halten »rüste, starb aber unterwegens zuGermcrsheim, und ward darauf zu Speyer Käysir-lich zur Erden bestattet, ck)
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Käysir Amis 1292. bis 1298.
Er war ein Sohn vvsrn^li, GrafenS von Naßau,und Hatte nicht viel übriges : daher er fein Glück imKriege suchte, und sonderlich dem Ertz-Bischoffe Sieg-fried von Cölln gegen die Stadt Cölln Dienste leiste-te, e) welches mit als eine Sruffe zur KaysirlichcnErhöhung anzusehen, wiewohl sein Vetter srk»äkOvz,Churfürst zu Mäyntz, dgö meiste darzn beygetragen.t)Seine Ohnmachtigkeit, indem es zuförderst an eig-nen Mitteln fehlere, und dann die KäysirlichenCammcr-Güter mehrenrheils in die Hände der Fürstengerathen »raren, verursachte, daß er nichts rechts aus-richtete. Er wolte zwar mit ?»»».i?i>o rv».cuko inFranckrcich wegen des Arelars Krieg anfangen - lindder König xovspovz in Engelland, welcher eben mitFranckrcich feindlich angebunden »rar, schoß ihm einegrosse Smnme Geldes darzu vor: K) allein der Pabstlegte sich in die Händel, 1) daß nichts daraus ward,
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s) ckr<-n. Cnlmsr. k. 2. psg. 42. b) cV 8 kH 84 irKIV 8p. Z54 c) Ibiäern ?.I Kk 4 < 4 '. /ikr 6 k^ 44 t 4 . p. 105.ci) 4 ki »4 ItL>»IV8 in dbron. k^iriruß. sZ »11.1291.
lrOO p. 44 I-tüb. c. 4. e ) k 4 !U» ? utir. sä>n. 1292. IO. 4 KX 4 OK m der Naßamfche» Chrvinck c. 5.k 7. ckrcm. muß,,. Lelßic. p. 257. f) ^nns!. Oilaisr. sä-n. 1292. 8)?srsl!x>nm. Vk!.8kbk<6. P Zchl.iec;. K)ie»-r4'-» 4 !^»:V 8 WÜ 84 d»Okc^ 8 y'. sä »n. 1294. (4ie-rn. tlolmsr.
2 - P-d§. ») Viel. kroäromc» Coä. ^iplowsk. I.LI8d>tt-