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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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xm. 8ecs!um. V. Von dem äusserl. Zustande der Kirchen in Cngellanö. rzvz

Gottfried von örekstznc noch ein Sohn , NahmensL^VKVS, das Vorrecht gehabt Hatte, welchen er aber/als er sich der Französischen Provintzien bemächtigenwolte, gefangen kriegte, und entweder umbringen, oderim Gefängniß sterben ließ. n)

Doch dieses brachte ihn / da die Mutter denKönig in Franckreich um Rache anflehete, um die Frau-tzösischen Länder, wie schon im Leben rnirit-r-i Lvsvsrigemeldet worden-

Wie nun mit den» guten zxi-vLo aus

Eigennutz und Herrschsucht freylich wohlgar ungerechtumgegangen war: also war es kein Wunder, daß GOttso viel Unglück über ihn und sein Land verhängte,wor-zu vornehmlich der Pabst H§dlOLLKHiV8 lli. dcrkxe icuror seyn muste, wie aus dessen Leben zu wiederholen. ^Denn obgleich IOI^dri>re8 darinnen nicht unrechtHatte, daß er sich seiner Königlichen Rechte bedienen,und dem Pabste und der Clerisey die ungemessenenFreyheiten nicht verstatten wolte: so griff er doch dieSache gar zu unvernünfftig und tyrannisch an, undfiel bey wiedrigem Erfolg zu seinem höchsten Schadenallemahl auf verzweifelte Anschlage»

Von dem Pabste war es freylich ein AnkichristischesAnsinnen, daß er ihm nnpu^vLi den der

König IOlä^!§IM8 weiter nicht kannte, als daß erwüste, er hatte jederzeit mit den Feinden EngcllandS ingutem Vernehmen gestanden, zum Ertz-Bischoffe vonCantelberg aufdringen wolte: IOlg.^dIdlL8 aber ver-derbte das Spiel sofort im Anfange, da er flugs mitDrohungen gegen den Pabst um sich warff, o) und,als der Pabst das Königreich in Bann that, den Geist-lichen ihre Güter conütcieete, und sie sonst nicht andersals seine Feinde n-aölii-ete. p)

Wie nun dieses soviel hieß, als ohne Klugheit widerden Strohm schwimmen , indem es dazumahl demPabst und der Clerisey gar ein leichtes war, die grös-sesten Potentaten zu Krauiren : also zog es auch nichtsanders nach sich, als daß ihn der eingebildete allmächti-ge Stuhl zu Rom vom Throne setzte, und das König-reich nach seiner gewohnten Freygebigkeit anin Franckreich verschcncktc. g)

Doch dieser muste nur der Schreck-Gast seyn , derPabst aber, welcher von der Klcmmüthigkeit lOkichdi-le!I8 in gedrangen Umständen ohnzweifel schon Epem-pel haben muste, suchte iugeheim seine eigene Herrsch.Begierde zu vergnügen, und sich das Königreich zu un.lerwcrffen, welches auch so glücklich von statten gieng,daß sich der Maroccanische König raik»raol.iuv8 nichtohne Ursache über das niederträchtige Gemüthe IOlg/ed^I>Il8 verwundert, und ihm deswegen alle Freund-schafft abgeschlagen, als der äespersie IOlä^I>IXL8 sol-che Xnno i2iz. suchte, r)

Ja, man meldet, daß er aus Verzweifelung gar wol-len zur Türckischen Religion treten, welches ihm aberder obgcdachte !cklk^!vlOb>Id§V8 sehr vor übel ge»halten. ;)

n)si.vi i'tt. r.xki«. »ä»n. 1202. p. 174. 0)k^k.18. -6 sn. 1207. p. 188. p) lbiä. »äsn. 1208. p-8-192.«,)1biä.,ä ,ri. I2l2. psß. 19;. r) lärm »<i rn. I21Z. P.L04-») Ibiäem.

Seine Unbeständigkeit kan man auch endlich daraussehen, daß er zwar ^nno 1215. seinen Unterthanen al-te alte lttiuilegia des Heil. Lvväkvl, so bisher sehr wa-ren geschwächct worden, durch ein solenne; Instrument,wckchcö Lbarca magng betitelt ward, bestätigte; baldaber reuete ihn dieser Schluß, daß er durch Hülffe desPabsteS alles wieder überden Haussen stieß, und damitdas gantze Königreich gegen sich in Harnisch brachte,welches rvvoenvrck, Lvsv;rl Sohn,erwählete,

und selbigen auch zu Londen cröneke; wiewohl ihn derPabst, nachdem lObl^dldls8 unter diesen Trouble«starb, nöthigt: das Reich an lOKl/ldiMS Sohn «««-ie2LVLi m. zu überlassen, c)

III.

König Anno «216. bis 1272. alt 66. Jahr.

So bald lObi^dl!>lL8 todt war, wandten sich die En»gellauder von i.vnuviLo aus Franckreich ab, und cröne-ten diesen Md.'LlLV><k, welcher damahlen etwa zehenJahr ^,lk war.

Er conürmirete zwar in seiner Minderjährigkeit dieLburcsm seines Vaters mit einem Eyde, wo-

gegen ihm die Stände bewilligten , daß ihm zu benä-thigter Beystener der funffzehende Theil der Einkünfftesowohl der Geistlichen als Weltlichen durch gantz En-gelland solte geschencket seyn: u- allein eznnc, 1227. daer als msiorenni; selbst die Regierung übernahm, cs,-ürete er alles, und zog sich dadurch den Unwillen derStände über den Hals, x) welcher nach und nach immergrösser ward, uaci>dem der König fortfuhr , das Landmit vielen Auflagen zu beschweren , auch dem Pabste,welchem, als seinem Lehns.Herrn,ersehr flattirete, zu-gestand, daß er nicht nur Fremde nach Gefalle« zu denBeneficien in Engcüand ernenncte, sondern auch gewal-tige Summen Geldes aus dem Reiche sehlepke. y)

Die grosse Beschwerungen der Baronen und Ständenöthigten zwar den König endlich, dem Pabste dißfallsschrisstliche Vorstellungen zu thun; 2) er setzte steh auchverschiedentlich gegen die unbilligen Anforderungen desRömischen Stuhles : 3) weil er abervon seinem Vaterdas Laster der Veränderligkeit geerdet hakte, so ließ ersich bald wieder auf die Römische Seite lencke», derge-stalt, daß er einmahl gestattete, die verlangten Bey-steuern zu sammlen, k) das andermahl aber sich wiede-rum durch scharffe Verbothe dagegen setzte; c) daß alsodie Srände daraus keinen rechten Ernst ihre Wohlfahrtzu beschützen schließen konten.

Uberdiß hielt er mit seinen Einkünfften selbst sehr ü«bel Hauß, und verschcnckke unnützlicher Weift viel andie Fremden, <l) welchen er überhaupt geneigter war, alsseinen LandeS-Kindern, e) erdachte immer neue KünsteGeld zu machen,und sowohl die Clerisey als das Landzu belästigen , f) also, daß des Geldgebens kein Ende_ war,

r) lärm aäsn. 1215. 1216. Onk. kOI/pv. VLKOll.« I!k».15- irik. ä'^nxleterrel'.i.p.^^.se-zq.

sä ,n. I22Z p. 2ü6.»ä ,n. I22Z. p. 272. ») lärmP>28? keg. 7) lärm psskm. r) lärm sä sn. 1244. P. 550.s) lärm ibiä. p.,567. ik. ^ä sn. 1245. p«x. 597. 6O0 6l8>^88- l>) lärm p. 62^ e) lärm p. 625. ä) lärm 646.e) lärm p. ,so> lä.säso. 1249. s-q.

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