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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IZIS

Kirchen.Historie Pcucs Testaments

zu den bmsillen mit seinen Feinden erwahlete, weil er l!. Der Zustand des Hevdenthums.nemlich das H. Creutz mit grosser Andacht vcncrircte, Ul. Der Zustand der LNuhammedaner»und von selbigem den Sieg erwartete; wie er denn lV. Der Zustand der Tarrarn.auch zu dessen Ehren ein Nonnen. Kloster zu Tuln in V. Die veflimschten LArdenfachen.

Oesterreich aufgerichtet. 5) Andere meyneten durchS u.

Mönchö-Httten, Wallfahrten/Gelübde rc. Gr See- WaS hat MSN. V0N dem Zustande des I«-

Meit zu schaffen, l)

Die Liebe war dermaßen ersiorven , daß man auchvon der natürlichen Liebe bey vielen keine Spuren fand.Die Kinder rascren gegen ihre Eltern / und die Elterngegen ihre Kinder. Des Käysers.m.kwmucl u. Sohn«Lmricv; ließ sich durch denPabst zur Rebellion gegen'seinen Vater verhetzen, welcher sich aber bemächtigte/und ihn in einem ewigen Gefängnisse sterben ließ. u)Der GrafLriedrich von Pfirt ward nach lange crlit-tenem Hunger im Gefängnisse von seinem SohncAn-NVÜ2Z4. ermordet. L-) Der König in Nor»

wegen war ein solcher Tyrann, daß er seine Grausam-keit auch mit dem Blute seines einigen Sohnes ver-gnügete. y)

Wie Vrüder und Verwandten einander ohne Er-wärmung hingerichtet / zeiget die Historie hinwieder.

Überhaupt findet man bey den Christen dieser Zeitsoviel Grausamkeit/ daß man selbst von den Barba-iren dergleichen nicht ju sagen weiß. Man erinneresich tzißfaüs nur der Sieilianischen Vesper, wobey so-gar den Französischen Weibern die Leiber aufgeschnit.ten / und die Früchte verderbet worden. -)

^Sonst findet man bey den damahligen K n'egS-Läuff-ten in Italien, d«A man den vornehmsten Leuten dieAugen ausgestochen, Sie Hände abgehacket, Nasen undOhren verschnitten, ihre Söhne callnret, die Töchtergeschändet, den Weibern die Brüste abgeschnitten, denSchwanger» die Früchte aus Mutter-Leibe gerissenund verbrannt, und was dergleichen teuflische Boß.Seiten mehr ausgeübet worden. ->) O sämmerlichesChristenthum, welches von der Regn! des Hcylandes rSeyd darmheryiI, wie auch) euer Barer darm-hertzig ist : soweit als Himmel und Erden entfernetgewesen.

Andere Laster, als Hochmuth, Raub,Geitz,Hurereyund Ehebruch, freventliche Vcrsiossungen der Weiber,Schelmerei), Betrug, Verrätherey und dergleichensind aus dcr gantzen historischen Erzehlung zur Gnü-ge offenbar, daß es nicht nöthig mich hier dabey wei-kcr aufzuhalten.

Das vn. Capitel

Von den Neben- Sachen»

!.

Was wird in diesem Capitel vorkommen ?

Fünfferley:

I. Der Zustand des Iudenchums.

r) CV 8 ktd§I^IgV§ äe lmxersroriku«. t) Viä. denmrisk.dtsßij. cen« lZ. j>. 290 . u) 60l)8!'KU)V8 <7olon. sn.I2Z4 Se 12)5» dt<»!iscdui?säu»nur»n. I2Z2. x)Lkr»-»ico» läirs-ugiense. in dMrvreßis lik. 5 .

c. 14. r) Lankin. Okron. »)

808LI.I.lcV8 -ttn-, 6 . 9 . iii>. 6 . Ll.Odkl)V 8 lik. 8 . äec.S.

denthums zu mercken?

Zweyerle»

wie ihr äußerlicher Zustand beschaffen.

2. wie es um ihre Religion ausgesehen.

in. ' :

Wie war der Juden äußerlicher Zustandbeschaffen?

Es war diese elende Nation fast überall verfolget,versaget und gedrückek. Zu Bagdad tonte sie der Ca-lsf^uLrM rLvid-li.r.L^, welcher von den Abaßiden her-stammele/ nicht leiden, theils wen er ein grosser Elfe«rcr vor seine Religion war, theils weiter bey Gels»genheit solcher Verfolgungen der Juden Güter an sichziehen und also seinen Geitz vergnügen tonte. Sieund mnsten also-um den Anfang dieses 8sculi entwederanSdenk Lartt-e weichen, oder Mnstlmänner werden, b)Als sich aber die Tartarn Anno 1258; Meister vonBagdad gemacher, hatte ein geschickter Jüdischer kls-clicus, Nahmens das Glücke, kremier-

Minister bey dem >i<6vn zu werden, und halffdamit seiner Nation an diesem Orte wiederum nachallem Vermögen auf. c) Allein da znsvn Anno 1291..starb, hatte die Freude ein Ende, und weil der Mini-ster seiner Lbsrge gcmißbrauchet hatte, so erhöhte mansich nicht nur an seinem Lebe«, sondern hieb auch einegrosse Menge Juden darnieder, ci)

Bn den Abend Ländern findet man noch mehrUnglück über biß verworssene Vvlck- In Spanienjagre sie der Ertz-Bischoff zu Toledo Anno 1209. ausder Synagoge, nnd beraubte ihre Gassen unter demVorwande/sie Hätten Verrätherey im Sinne gehabt, e)Ja, kurtz darauf wurden sie von den Creutz-Fahrernangegriffen und jämmerlich malUcriret, daß sich da-mahls mehr Juden aus Spanien sollen retiricet Ha-ben, als vormahlcn aus Egyptcn gegangen waren, t )Folgends wurden sie allhler etwas besser gelitten,weil man sich Mühe gab, sie zu bekehren, und stundendie Rabbincn wegen ihrer Astronomischen Wissenfchafftsonderlich bey ^L?«ouro x. in Gnaden, gf Bald abervcpirete sie Anno 1258. ein betrügerischer Prophet,welcher racnäiriL; hieß, und vorgab, der Meßias wür-de sich auf einen gewissen Tag ohnfehlbar einstellen.Als ihn aber die Juden auf bestimmte Zeit mit weissenKleidern angethan in ihren Synagogen erwarteten,so war kein Mcßias weder zu hören noch zu sehen,ausser daß sich auf ihren Kleidern, wie man erzehlet,Creutze gefunden, b) welche ihnen vielleicht den Mes-stam haben anzeigen sollen. In

l>) äöV1.kttAkä1V8 ä^nstt. 9. l>. 5Z2. 808181^68 Kitt.tter luis, liv.y. ck. ;6. P. 458« 5 -q. c ) Ikiäem j». 475.5,4.ä) Ikiäem. e ) Ikiäem f>. 479. k) ^ 8 ^ 860 >!kl. in letsism> .46. ß ) 8^8dt^68 Kitt. äer luitt Iiu.9. ck, 17. n. 2 l. 5 eg.d) Lkkttv^ 5 V 8 VL 8?I^L in korrslir. üä»i Mom.z.