Band 
Sechster Theil.
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i4 Geschichte der Streitigkeiten

rern der einen Parthei, an denen entweder dieLehrer der andern Parthei unmittelbar Antheilnahmen, oder doch die Streitfragen in einen ent-weder gegründeten oder »»gegründeten Zusam-menhang mit der Hauptfrage sezten. Doch die-ses war nickt gnug. Vielleicht veranlaßten blospolitische, vielleicht auch noch pflichtmaßigere Ab-sichten die so merkwürdigen Vorschläge, Versu-che und würkliche Anstalten, die so sehr entzweie-ten Gemüther zu vereinigen, durch einen Friedendie Trennungen zu heben und die WechselsweiseKirchengemeinschaft wieder herzustellen. Diesefruchtlose Versuche, denn im Grund schaften sieentweder gar keinen, oder doch auf sehr wenigePersonen eingeschränkten Nuzen, gaben denn zuneuen Widersprüchen, zu neuern heftigen Zän-kereien, zu kostbaren Kirchenversamlungen, zuVerfolgungen, die Veranlaßung, gewiß zu Anfttrittens die man weder erwarten sollen, noch alsunbegreiflich glauben würde, wenn sie uns nichtdurch eine unüberseheliche Menge von Urkundenüberliefert worden. Wenn wir alle, aus denersten Unruhen wegen Etttyches nach und nachentstandene Streitigkeiten richtig übersehen, soist wol kein Zweifel, daß man die Kirchenver-samlung zu Chalcedon und ihre Schliche alsden Mittelpunkt aller Unruhen zwischen denHauptpartheien anzusehen, und alle Streitigkei-ten daher entstanden, daß entweder die erstenwirklich und gerade zu verworfen, und heftigVertheidiger worden, oder doch alles vermiedenwerden solle, was nur den geringsten Schein ei-ner